rabensturm: (wirbel)
[personal profile] rabensturm
Und wieder ist eine Woche rum, und es sind nur noch ein paar wenige Tage hier an der Ostsee. Unglaublich, wie schnell die Zeit rumgegangen ist. Ich freu mich aber wieder auf zu Hause – auf die Arbeit könnte ich aber trotzdem noch ein Weilchen verzichten. ;)

In der Woche habe ich nichts Besonderes getan, meine Termine abgearbeitet, am Strand gewesen, wirklich in den Ort rein hab ich es aber erst am Freitag geschafft. Entweder hatte ich zu lange zu tun – oder das Wetter war nicht für längere Spaziergänge geeignet. Jetzt am Wochenende ist Schneechaos in ganz Deutschland angesagt, hier ist es aber überraschend gut. Wolken und Sturm, Kälte, immer mal Schneeschauer, aber auch viel blauer Himmel und immer mal Sonne.

Deshalb war ich heute noch mal mit einer Mitpatientin unterwegs, in Wismar. Die Hansestadt liegt ungefähr 35 km westlich von hier, die Ausblicke bis dahin war schon sehr schön: Lichtspiele in den stürmischen Wolken und vom Schnee überzuckerte Felder und Wiesen. Wismar selbst ist nicht sehr groß, das Zentrum/die Altstadt jedenfalls nicht. Kann man alles gut erlaufen – oder könnte man, wenn es nicht so eisig und windig gewesen wäre. Kein wirkliches Bummelwetter. So sind wir nur um den Markt gelaufen, haben und den „Alten Schweden“ angeschaut und die anderen schönen Stadthäuser. Wir haben gelernt, dass in Wismar das erste aller „Karstadt“ steht, weil dort ein Kaufmann namens Karstadt sein Tuchgeschäft eröffnet hat. Wir haben einen Blick auf St. Marien geworfen und einen näheren Blick auf St. Nikolai. Irgendwie heißen alle Kirchen hier oben im Norden so. ;) Aber ich mag die Backsteinarchitektur. Da lohnt es sich wirklich, auf den Wegen der Backsteingotik zu wandeln. :)

St. Nikolai ist eine mächtige gotische Kirche, von außen schwerfällig mit dem gedrungenen Turm und den roten Backsteinen. Innen erhebt sich die Halle in unglaubliche Höhen und die Backsteinpfeiler ziehen die Blicke in die Höhe zum Kreuzgewölbe. Beeindruckend! Da wird man echt still, allein durch die Wirkung des Raumes. Schon der erste Blick fällt auf außergewöhnliches – ein monumentales Wandgemälde so hoch wie die Halle, gleich gegenüber der Eingangstür. Es zeigt den Stammbaum von Jesus aus der Wurzel Jesse. Und dann geht es eben weiter in den Kirchenraum, wo einem schon die Seitengänge so groß vorkommen, wie ein ganzes Mittelschiff… Altäre und Schnitzereien gab es natürlich auch zu sehen, aber mich hat wirklich die Raumwirkung am meisten beeindruckt. ;) Und für die Details gab es ein Heftchen zum Mitnehmen. Fand ich sehr nett, dass der uns das gleich am Eingang in die Hand gedrückt hat. Und auch die Vorgabe „Fotografieren ist strengstens erlaubt“ fand ich sympathisch. *g*

Ansonsten haben wir uns nahe des Marktes noch in ein Cafe gesetzt und lecker Torte verspeist (und uns wieder aufgewärmt). Hat gereicht für den Stadtbesuch und wir haben ja auch wieder ein Weilchen für den Rückweg gebraucht. Begleitet von rosa angehauchten Wolken und traumhaftem Sonnenuntergangslicht. :)

Heute dann Warnemünde. Es war vor allem kalt und windig und kalt. ;) Aber wir haben Hafen gesehen und Leuchtturm und noch den kleinen Leuchtturm vorn an der Mole. Von der Stadt nur das bißchen, was da im Umkreis war, aber für einen Überblick reicht das auch. Bilder gibts, wie gesagt, wenn ich wieder daheim bin. ;)


Stimmung:
frostig
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