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The Art and Pleasures of Taking Tea

von Helen Simpson

Das Ritz London ist ein 5-Sterne Hotel. Afternoon Tea wird im legendären Palm Court serviert, in dem es keine Uhren gibt, und der berühmt dafür ist, das vorteilhafteste Licht der Welt zu haben. Reservierungen sind zwingend notwendig.
Wer also könnte sich mit der Tradition des Afternoon Tea besser auskennen?

Das kleine Buch bietet Informationen über alles, was man für einen echten Afternoon Tea braucht. Welches Geschirr, welche Sandwiches, welche Kuchen, in welcher Reihenfolge isst man was, wer trifft sich unter welchen Umständen, was unterscheidet einen Afternoon Tea von einem High Tea und was einen Winter Tea von einem Summer Tea? Welche Teesorte ist die Richtige und was ist ratsam, wenn man sich an einem eigenen Blend versuchen will? Natürlich gibt es auch jede Menge Rezepte für besagte Sandwiches und Kuchen, sogar in metrischen Angaben, imperial measurements und in cups.
Das Buch ist von 2006, macht aber durch Illustrationen und Schriftsatz den Eindruck, als sei es aus Victorianischen Zeiten. Teil des nostalgischen Charmes, den man von so etwas will.

Für jeden unentbehrlich, der einen stilecher Afternoon Tea veranstalten möchte.

Und für die, die nur die absolute Essenz wollen - die drei wichtigens Regel für Tee: Teebeutel sind böse, man muss die Teekanne vor dem Aufgießen anwärmen, und die Milch kommt zuerst in die Tasse. Kalt.
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von Stephan Köstler

Herr Köstler macht Zauberstäbe und Rennbesen. Und für alle, die sich dafür interessieren, wie man das macht, hat er dieses Buch geschrieben. Zuerst präsentiert er seine Qualifikationen mit schulischem Werdegang und Lehrgahren, dann folgen Auszüge aus der Geschichte der Zauberstäbe, eine Holzkunde, Informationen über Zauberstabkerne und am Ende eine Beschreibung dessen, wie er einen Zauberstab macht, komplett mit einer maßstabsgetreuen Vorlage eines Designs für jeden, der es mal selbst versuchen möchte. Das Buch hatte schöne Illustrationen von Alessandra Fusi, Fotos aus Herrn Köstlers Werkstatt, und Kommentare seiner Qualitätsmanagerin, der Katze Molly.

Es ist liebevoll gestaltet und vom Material sehr hochwertig. Es hat viel Charme und nette Ideen und Details. Es bleibt schön innerhalb seiner Idee. Einzig die Episode über Shakespeare fand ich doch etwas sehr bemüht. Es hatte nichts mit Zauberstäben zu tun und machte einen etwas unausgegorenen Eindruck.

Es ist die Art von Buch, die man auf Deutsch nicht erwartet, weil das eigentlich alles zu spielerisch, fröhlich und doch in sich ernsthaft aufgebaut ist. Es macht sich nicht über sein Thema lustig, im Gegenteil. Alleine dafür schon empfehlenswert, denn das ist sehr angenehm.

Herr Köstler hat auch eine Homepage. Der modernde Zauberstabmacher muss seine Kundschaft ja auch erreichen können.

Griff nach den Sternen

1 Jan 2026 01:49 pm
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Nebra, Stonehenge, Babylon: Reise ins Universum der Himmelsscheibe

Herr Meller und Herr Michel sind die Autoren dieses Buches, das vorliegende ist das Nachfolgebuch. Wieder geht es um die Himmelsscheibe, aber es hat einen komplett anderen Schwerpunkt. Für die Leute, die sich weniger für die Scheibe an sich interessieren und mehr für ihren Kontext, und für die Leute, die gerne mehr Bilder haben wollen. Auch ist das Buch deutlich kürzer.

Es ist genauso interessant wie das andere, genauso unterhaltsam geschrieben. Es werden alle Fakten und der aktuelle Stand der Forschung zur Himmelsscheibe präsentiert, aber nicht, wie in dem anderen Buch, die Forschung selbst und wie man zu diesem Wissen gekommen ist. Das macht es übersichtlicher, und wer mehr will, dem lege ich nochmals wärmstens das andere Buch ans Herz. Schon alleine wegen der ausführlichen Berichte zu all den Ausgrabungen in Mitteldeutschland, von denen man sonst nie was hört.

Die werden natürlich auch in diesem Buch erwähnt, denn sie spielen eine große Rolle in der Interpretation der Himmelsscheibe und der Welt, aus der sie kommt, aber ebenfalls kurz und übersichtlich. Die feste Basis, damit man weiß, um was es eigentlich geht. Denn danach geht es darum, dieses Wissen in das einzupassen, was man über die großen, wichtigen, berühmten Kulturen weiß, die zeitgleich existierten. Dabei geht es die beiden im Titel, und natürlich um Ägypten, Mykene und Kreta, aber auch um andere Orte, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Türkei, Schweiz, Spanien... Die bronzezeitliche Welt war eine globalisierte, und die Nachzeichungen der Handelsrouten, auf denen alle möglichen Waren von Rohstoffen über Lebensmittel bis Affen ausgetauscht wurden, sind sehr interessant.

Aber nach wie vor das Spannendste finde ich, dass es ein Loch in diesen Handelsrouten gibt, oder besser, einen Riegel. Etwas, was den Fluß von Metallen wie Zinn und Kupfer nach Skandinavien, und den von Bernstein nach Südeuropa und den Nahen Osten kontrollierte und damit limitierte. Dieser Riegel muss in Mitteleuropa gelegen haben, und die Autoren vertreten die These, dass es sich dabei um das Reich von Aunjetiz gehandelt hat. Eben die Leute der Himmelsscheibe. Eine organisierte Machtsphäre, ein Staat, den niemand bis jetzt auf seiner geschichtlichen Landkarte hatte. Mitteleuropa und Hochkulturen der Bronzezeit, das passt eben nicht zusammen. Oder doch?
Und ist es wirklich ein Zufall, dass viele der erwähnten Kulturen zur gleichen Zeit untergingen, oder hat es doch etwas mit dem Vulkan von Thera und der Pest zu tun?

Man muss das andere Buch nicht gelesen haben, um dieses zu lesen. Wer sich vor allem für die Himmelsscheibe interessiert, ist mit dem anderen besser dran. Wer sich mehr für eine zeitliche Übersicht interessiert, der ist mit diesem besser bedient. Und wie gesagt, Bilder. Optische Hilfen sind auch immer gut.

Ach was, kauft einfach beide.

Ich müsste mich wirklich mal genauer informieren, was man da in Sachsen-Anhalt und Umgebung von den Ausgrabungen, Grabhügeln etc. eigentlich besichtigen kann. Könnte man ja mal hinfahren.

Sherlock Holmes

31 Dec 2025 01:39 pm
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Adventskalender der Logikrätsel

von Philip Kiefer

Es ist eins von den Büchen, die für jeden Tag eine Seite haben, die man noch aufschneiden muss, und dann hat man eine Doppelseite mit einem Rätsel. In diesem Fall ist die Umgebung Sherlock Holmes-thematisiert, mit drei kleinen Geschichten drumherum und den Original-Illstrationen. Sehr nett gemacht, auch optisch.

Die Rätsel sind sehr unterschiedlich, von Zahlenreihen über Bilder- und Buchstabenrätsel bis zu dieser Art, wo man eine Form in ein Raster zeichnen muss anhand der Vorgaben, wie viele Kästchen des Rasters man pro Zeile und Spalte schwärzen soll. Das ist etwas, was ich überhaupt nicht kann, und das habe ich dann auch nicht hinbekommen. Der Rest war aber gut zu schaffen, mal recht schnell, mal dauerte es etwas, also eine gute Mischung. Es hilft, wenn man Englisch spricht oder das zumindest irgendwo nachschlagen kann, denn die Lösungsworte sind sehr häufig auf Englisch. Darum gehe ich davon aus, dass es eine Übersetzung ist.
Im Gegensatz zu vielen Adventskalendern dieser Art muss man auch nichts ausschneiden, zusammenkleben oder überall im Buch nach Hinweisen suchen - das finde ich bei Exit-Spielen in Ordnung, aber für ein Buch finde ich das eher anstrengend.

Hat Spaß gemacht.
denise: Image: Me, facing away from camera, on top of the Castel Sant'Angelo in Rome (Default)
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