rabensturm: (feder)
Der Sonntag war unser letzter Tag auf der Isle of Man. Viel hatten wir da nicht mehr vor; wir sind nur noch mal nach Douglas gefahren, um noch das Manx Museum anzuschauen.

Vorher sind wir noch mal in der näheren Umgebung herumgekurvt, um das Wasserreservoir oberhalb des Ortes anzugucken. Ein gar nicht mal so kleines Gewässer mit hübschem Wald ringsum:



Da kann man bestimmt auch nett wandern gehen. Wir wollten nur gucken. Man sieht auch hier, dass es ziemlich lange, ziemlich heiß auf der Insel war, ich nehme an, sonst ist der Wasserstand deutlich höher.

Auf dem Weg nach Douglas rein haben wir noch mal an der Old Kirk Braddan angehalten, deren Friedhof wir schon mal bewundert haben. Jetzt war auch das Kirchlein selbst offen. Wir konnten uns das Bauwerk anschauen und auch die keltischen Kreuze, die im Innenraum stehen. Sie haben immerhin 12 Kreuze, die teils keltischen, teils skandinavischen Ursprungs sind, einige haben Runeninschriften.



Dann das Manx Museum in Douglas. Das ist ein hübscher Jugendstilbau von 1922, in dem viele spannende und wissenswerte Sachen zusammengetragen wurden.



Zur Einführung gab es erst mal einen Film. Sie empfehlen den auch als Einstieg für die Insel – für uns an unserem letzten Tag war es aber auch eine schöne Zusammenfassung. Konnten wir Dinge, die wir schon gesehen haben, wiedererkennen und uns freuen.

Im Weiteren gab es Ausstellungen zur Natur der Insel, zu Geologie, Flora und Fauna. Ausführliche Ausstellungen gab es auch zur Geschichte, beginnend bei den ersten steinzeitlichen Besiedlungen, weiter mit den Wikingern und ihrem Einfluss (Tynwald!) und schließlich die neuere Geschichte mit Landwirtschaft, Fischfang und Bergbau, dem Weltkrieg mit seinen Internierungslagern, TT-Geschichte und touristische Blütezeit im 19. und 20. Jahrhundert.



Das war alles sehr anschaulich aufbereitet und informativ. Die Nationalgalerie der Isle of Man haben wir uns eher flüchtig angeschaut – da gab es aber auch eher akustische Unterhaltung. Ein junger Mann vom Personal, den wir eigentlich in Grove House in Ramsay gesehen hatten, nutzte die Nationalgalerie, um zur Gitarre selbstgeschriebene Lieder vorzutragen. Das macht er wohl immer mal am Sonntag, ich weiß nicht, ob er dazu im Dienst ist oder nicht. Es war jedenfalls nett und unterhaltsam. So viel Musikalität und Bühnentauglichkeit hätte ich ihm gar nicht zugetraut. ;)

Das Manx Museum sollte man durchaus besuchen, wenn man auf der Insel ist – zumal es keinen Eintritt kostet. :)

Mit dem Museumsbesuch und etwas Bummelei haben wir den haben Tag gut verbracht, bis es Zeit war für unseren bestellten Afternoon Tea. Wir haben uns das ganz klassisch englisch vorgestellt und bis auf die Etagere war es das auch. Es gab reichlich Sandwiches, klassisch mit Eiersalat, mit Frischkäse und Gurke, mit Coronation Chicken und … noch eine Sorte? Thunfisch? Dann Scones mit Clotted Cream und Marmelade und dann noch drei oder vier Sorten Kuchen. Das war sehr reichlich und sehr lecker. Wir haben uns da in Ruhe durchgefuttert und haben danach nicht mal mehr ein Abendessen gebraucht. ;)

Einen Steinkreis gab es aber noch. ;) Wobei das auch wieder Ruinen verschiedener Bauwerke waren und nicht wirklich ein Kreis:



Balladoole Historic Monument Site. Hier gibt es einerseits eine Schiffsbegräbnisstätte der Wikinger aus dem 10. Jahrhundert, dann ein Keeill aus dem 9./10. Jahrhundert (man erinnere sich: Keeill ist eine frühchristliche Kapelle) und eine bronzezeitliche Grabanlage etwa vom 1000 vor Chr. Viel zu sehen (oder auch nicht zu sehen) und das auch noch mit schöner Aussicht auf die Küste.



Das ist die südliche Ecke der Insel bei Castletown, wieder an winzigen Sträßlein, bei denen man hofft, keinem Gegenverkehr zu begegnen. ;) Sehr hübsch aber, der kleine Umweg hat sich noch mal gelohnt.

Und damit war dann auch die Zeit auf der Insel für uns schon fast abgelaufen, am nächsten Morgen ging unser Flug nach London. Am Morgen klärte sich dann auch, warum ich im Quartier immer niesen musste. Das lag mitnichten an Sommerschnupfen oder Klimaanlagenwechselgefühlen: Tiger, die schwarze Katze des B&Bs kam übers gekippte Fenster und das Kopfkissen (!) in unser Zimmer. Hatschi!

Die Isle of Man ist ein wirklich lohnendes Reiseziel, das trotz überschaubarer Größe viel Abwechslung und viele Sehenswürdigkeiten bietet. Viel Historisches, das ist ja nach unserem Geschmack, man hätte die Woche sicherlich auch allein mit der Suche nach alten Steinen füllen können. ;) Auch unser Quartier würde ich uneingeschränkt empfehlen, gegebenenfalls müsste man sich halt mit den Katzenhaaren arrangieren. ;)

Stimmung:
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Wandertag

30 Jul 2018 09:09 pm
rabensturm: (feder)
Wir hatten die Sehenswürdigkeiten, die uns interessierten, inzwischen alle angeschaut, da blieb noch Zeit für ein bisschen Kür.

Begonnen haben wir den Tag mit einer Wanderung im Dhoon Glen, einem Tal im Osten der Insel, das zum Meer hinabführt. Es geht ziemlich steil abwärts, immer am Wasser entlang. Wunderbare Bäume säumen den Weg, so dass man sich schon ein bisschen wie im Märchenwald fühlen kann. Bäume, Wasser, Wasserfälle.



Aufgrund der anhaltenden Hochsommertemperaturen war das Wasser vermutlich etwas spärlicher als sonst – aber es reichte noch für Wasserfälle.



Zum Meer hin öffnet sich das Dhoon Glen in eine sehr malerische Bucht. Schieferberge umrahmen den Kiesstrand, da kann man Geologie ganz anschaulich studieren.



Der Blick geht Richtung England, aber Manannan hatte wieder seinen Mantel über die Insel gebreitet und den Fernblick verhüllt. Wir konnten sogar den Saum seines Wolkenmantels sehen, der dramatisch in den Klippen hing.



Wir sind auf der anderen Seite der Bucht wieder hinaufgestiegen – im Sonnenschein – mit Blick auf die anbrandenden Wolken. Sehr malerisch. :)

In der Sonne war der Aufstieg dann zwar anstrengend, trotzdem war die Strecke weniger steil, also vermutlich die bessere Wahl, als im Tal selbst wieder hochzuklettern. Insgesamt war es wohl eine Strecke von 5 Meilen, ein gemütlicher Spaziergang und ein wirklich schönes Tal. Märchenwald. :)

Weiter ging es über kleine und winzigkleine Straßen wieder auf die Suche nach alten Steinmonumenten:



Cashtal yn Ard bei Maughold. Eine Grabanlage von etwa 3000 v. Christus.

Auch Maughold haben wir uns angeschaut, weil sie keltische Kreuze in/bei der Kirche haben (und wieder ein Flower Festival).



Nur die Straße zum Leuchtturm haben wir nicht gefunden. Auf Google Map kann ich mir die jetzt ansehen – und wundere mich nicht, dass wir die schmale Einfahrt nicht für voll genommen haben. *g*

Nach all der Natur sollte es dann doch noch was Zivilisierteres sein: wir haben uns auch Ramsey noch angeguckt, den Ort, durch den wir zuvor nur durchgefahren sind. Ramsay machte allerdings einen eher verschlafenen Eindruck. Wir sind lange, lange am Strand entlanggelaufen, haben aber immerhin die Drehbrücke gesehen.



Nach einem Päuschen in unserem Quartier – muss ja nicht immer volles Programm sein – waren wir noch mal in Douglas im British essen. Das war ein WM-Tag, an dem England spielte, so war uns nicht ganz wohl, uns in Zivilisation zu begeben. Aber der Trubel spielte sich vor einzelnen Kneipen ab und konnte das gut umgehen. Wir haben also gut gegessen (für mich gab es noch mal Pie) und wir haben für Sonntag klassischen englischen Afternoon Tea bestellt. *g*

Stimmung:
im Wald
rabensturm: (feder)
Für diesen Tag hatten wir uns einen Ausflug in die Industriegeschichte der Isle of Man vorgenommen. Wir sind dazu nach Laxey gefahren, einem kleinen Örtchen im Osten der Insel. In der Gegend wurde lange Bergbau betrieben, es gab Blei- und Zinnminen und die dazugehörige Infrastruktur mit Halden, Fabriken, Erzwaschplätzen. Heute gibt es noch das Great Laxey Wheel, das der Entwässerung der Minen diente.



Dieses beeindruckende Wasserrad wurde 1854 errichtet und nach der Frau des damaligen Gouverneurs „Lady Isabella“ benannt. Schon damals war sie auch Touristenattraktion und sollte auch Eindruck machen. Rund 22 Meter misst das Rad im Durchmesser, damit ist es das größte Wasserrad Europas. Beeindruckend auch das lange Viadukt, auf dem eine sehr lange… äh… Stange die Drehbewegung des Rades weiterleitet.



Als wir am Freitag kurz nach Öffnungszeit am Eingang standen, stand das Rad still. Wir haben erfahren, dass freitags immer Servicetechniker da sind, um das Rad zu warten. Das war für uns natürlich super. Wir konnten das Rad angucken, als es stand und gleich noch zugucken, was die Techniker taten. Und wir konnten beobachten, wie das Wasser wieder lief und sich das Rad in Bewegung setzte. Da wird einem doch was geboten! :)

Wir haben die Anlage zweimal erklettert, wir sind dem Bergbaupfad ein Stück gefolgt und haben ein Stück in die Mine geschaut. Wir haben gestaunt, wie wenig Wasser es bedurfte, um das Rad in Bewegung zu setzen und zu halten. Das ist schon sehr beeindruckend von der Maschine, die bis 1929 hier gearbeitet hat. :)

Zurück im Ort beeilten wir uns dann, ein Zugticket zu bekommen. Laxey ist ein Verkehrsknotenpunkt historischer Eisenbahnen. Es liegt an der Manx Electric Railway, die von der Hauptstadt Douglas nach Ramsey führt. Und hier startet die Sneafell Mountain Railway, die auf den höchsten Berg der Insel führt.



Wir wollten auf den Berg. Die Bahn ist ebenso historisch wie die Lady Isabella. 1895 wurde sie gegründet. Seit dem erklimmt sie tapfer die Hänge des Sneafell mit Steigungen bis zu 12 %. Die Strecke ist 5 Meilen (8 km) lang. Es gibt eine Haltestelle an der TT-Strecke, die besonders bei Wanderern beliebt ist, die einen Rest des Aufstieges selbst bewältigen wollen.



Das mit der Adhäsions-Technik und der dritten Schiene hab ich nicht verstanden – ich lerne jetzt allerdings, dass die Bahn Teile ausgemusterter Aachener Straßenbahnen nutzt. Das ist spaßig.

Der Weg hinauf bot – mit Erklärungen vom Band – noch mal einen schönen Blick auf Lady Isabella und das Tal von Laxey, dann natürlich auf die Hügellandschaft und noch mehr Bergbaulandschaft und auf den TT-Kurs. Oben an der Bergstation angekommen, ist es nicht mehr weit bis zum Gipfel des Sneafell. 621 Meter ist der Berg hoch und bietet Aussicht auf die ganze Insel, auf Schottland, England, Wales und Irland. – Oder auch nicht, weil wir einen wolkigen Tag erwischt haben und quasi gar nichts sahen was sich außerhalb der Insel befand. Das war nach dem strahlenden Sonnenschein der letzten Tage ein bisschen Pech, aber nicht schlimm.



Wir haben uns umgeguckt, sind aber gleich bei nächster Gelegenheit wieder zurückgefahren. In Laxey haben wir uns dann noch ein zweites großes Wasserrad angeschaut: Lady Evelyn, das seit einigen Jahren wieder am alten Platz steht.



Wir waren in der alten Wollmühle von Laxey, haben da ganz klassisch Tee und Kuchen verspeist. Auch das Kirchlein haben wir uns angeschaut, wo wieder – Überraschung! – Flower Festival war. Die Damen da waren wieder sehr freundlich und einladend, da hatte man vor lauter Liebenswürdigkeit kaum Zeit, das Bauwerk anzuschauen. ;) Kaffee, Tee und Kuchen hätte es da auch gegeben.

Danach haben wir uns wieder auf die Suche nach alten Steinen gemacht. in Laxey befindet sich King Orry’s Grave, die größte Megalithanlage der Insel. Groß ist sie, ein Schild gibt es auch, wir sind trotzdem erst mal in der falschen Richtung unterwegs gewesen… wir hatten aber auch nicht erwartet, dass sich die Steine im Garten normaler Häuser befinden.



Die Anlage befindet sich auf beiden Seiten der Straße – oder andersrum, die Straße geht mittendurch. Da ist es natürlich schwierig, sich einen ursprünglichen Gesamteindruck vorzustellen. King Orry ist jedenfalls eine historische Figur. Er war König Godred Weißhand, der im Jahr 1079 das „Kingdom of Man and the Isles“ übernahm, Man und schottischen Hebriden. Dass das nun sein tatsächliches Grab ist, mag bezweifelt werden, auch ob es sich überhaupt um eine Grabanlage handelte.

Für den Nachmittag hatten wir dann ein Date. Wir waren mit einer Twitterbekanntschaft verabredet und haben sehr nett geplaudert. :) Danke noch mal für die Einladung!

Auf dem Rückweg nach Süden haben wir gleich an der Strecke in Crosby gegessen (ich hatte sehr leckere Nudeln), dann haben wir gleich noch einen Steinkreis gesucht. The Braaid:



Dabei ist das gar kein Steinkreis. Das sind die Reste eines Rundhauses und zweier Langhäuser aus der Eisen- und/oder Wikingerzeit. Die Gebäudereste weisen beachtliche Dimensionen auf: das Rundhaus hatte einen Durchmesser von reichlich 16 m, die Langhäuser waren 20m bzw. 18 m lang.



Das ist unsere Lieblingssteinmonument der Insel. Der Ort alleine ist schon toll mit der weiten Aussicht über das Hügelland. Die Steine sind toll, alte stehende Steine und dazwischen immer mal ein leuchtend weißer Quarzbrocken. Und auch die Wiese war toll mit blühenden Sommergewächsen im Abendlicht. Sehr idyllisch und friedlich. Ein Lieblingsplatz. :)

Stimmung:
unterwegs unterwegs
rabensturm: (feder)
Ausgestattet mit dem Manx Heritage Pass konnten wir uns nun aufmachen, die Sehenswürdigkeiten der Insel zu erkunden. Und da wir uns immer gerne Freilichtmuseen angucken haben wir mit dem Museumsdorf Cregneash angefangen. Das liegt ganz im Süden der Isle of Man, nicht weit vom vorgelagerten Inselchen Calf of Man entfernt.



Ein sehr charmantes Museum mit wirklich nettem Personal, das das dörfliche Leben in früheren Zeiten anschaulich machte. Und mit Bonnie, einer netten Manx-Katze, die uns Touristen begleitet hat, um sicherzugehen, das alles mit rechten Dingen zugeht. ;)

Los ging es zunächst mit einem Filmchen über die Insel und über das einfache Leben. Es sind Bauernhäuser, die hier gezeigt wurden und das war es schließlich auch, wovon die Leute früher gelebt haben. Landwirtschaft, ein bisschen Fischfang, ein bisschen Weben, vielleicht ein bisschen Bergarbeit in den Minen. In Cregneash kann man sich das noch sehr gut vorstellen, hier scheint die Zeit stehengeblieben und die Bewohner nur mal eben um die Ecke.



Dazu trägt sicherlich bei, dass die Ländereien des Dorfes noch bewirtschaftet werden. Es gibt Schafe und Hühner und Pferde, die alle noch ihren Dienst tun. Die Leute in den Häusern beantworten bereitwillig alle Fragen, machen Handarbeiten – und laden auch mal ein, das alte Harmonium zu spielen. :)

Kurios: als wir uns eben mit der netten Dame mit den Handarbeiten unterhielten, kam der Mann, der vorher mit den Kaltblutpferden unterwegs war, und erzählte, dass ein großer weißer *unbekannteVokabel* die Hühner aufgeschreckt hätte. Das Vieh sei in den Hühnerstall gegangen. Wir grübelten. Raubvogel? Fasan vielleicht (aber groß und weiß?) Schließlich ging die Dame nachschauen, wir schlossen uns an. Es war eine weiße Pfauendame – peahen – die empört über die Störung den Hühnerstall wieder verließ. *g* Wildlife!



Wir haben uns noch das Kirchlein angeschaut und die Ausstellung zur Sprache der Isle of Man. Das Manx ist eine gälische Sprache, die beinahe ausgestorben ist. Die letzten Muttersprachler sind in den 70iger Jahren gestorben – inzwischen gibt es Bemühungen zur Wiederbelebung, aber das ist, wie man sich vorstellen kann, eher mühselig. Inzwischen gibt es wohl auch wieder junge Muttersprachler.

Bemerkenswerterweise gibt es in Cregneash auch noch normale Häuser, wo Leute normal drin wohnen. Das macht das Museumsdorf noch mal lebendiger. :)

Wir sind vom Museumsdorf aus dann erst mal den Berg hinaufgestiegen, um den „Steinkreis“ Meayll Hill zu suchen. Steinkreis deshalb in Gänsefüßchen, weil es eigentlich ringförmig angelegte Kammergräber sind – also eher ein Kammergräberkreis. ;) Malerisch ist die Anlage auf jeden Fall:



Steine! Und schon erste blühende Heide! Und Aussicht bis Irland und Blick auf Calf of Man!

Dann ging es wieder den Berg runter, rein ins Auto und auf die winzige Straße durchs Museumsdorf. Da wieder den anderen Hügel rauf, immer getreu des Grundsatzes: Am Ende der Straße ist ein Parkplatz. ;) Da war Parkplatz, da war Aussicht, vor allem waren da bodenlose Abgründe:



The Chasms. Den einzelnen Felsen vor der Küste hatte ich schon vom Flugzeug aus gesehen. Die Klüfte machten die Sache noch viel spektakulärer. Natürlich gibt’s kein Geländer, man muss schon selber aufpassen, wenn sich da bodenlose Abgründe auftun:



Huiuiui…

Nach den Klippen ging es wieder auf den Berg hoch, um den Berg rum bis in den äußersten Süden der Insel. The Sound. Dort gibt es einen Aussichtspunkt mit direktem Blick auf die vorgelagerte Insel Calf of Man.



Und das Meer sieht man natürlich und die Vögel. Man soll manchmal auch Robben und Wale und Walhaie sehen können, wir haben uns mit Inselausblick begnügt. Und mit Eis. ;)

Über eine putzige Single-Track-Road sind wir nach Port Erin gefahren. Das ist ein Badeort, von dem wir nicht so viel gesehen haben. Wir sind nur durchgefahren, haben einen Parkplatz gesucht, von dem aus wir zum Milner’s Tower laufen können. Das war ganz schön weit und vor allem ganz schön warm. Der Turm ist aber hübsch und vor allem die Aussicht!



Die Form des Turmes soll übrigens ein Schloss mit Schlüssel darstellen, weil das Bauwerk zu Ehren von William Milner, einem „Safemaker“, errichtet wurde. Er war ein großer Förderer der Stadt Port Erin (und förderte wohl ohne es zu wissen auch die Kosten seines Turmes).

Am Abend waren wir dann noch mal in Douglas. Wir hatten uns inzwischen ein bisschen zu den Lokalitäten informiert und sind so im „The British“ gelandet, wo es ausgezeichnetes Pub-Essen gab (für mich leckeres Lamm-Curry).

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Schlenker zu dem kleinen Kirchlein oberhalb unseres B&B gemacht. Eigentlich dachten wir ja, da kann man abends mal hin laufen, aber wir haben keinen Weg gefunden. Deshalb also Auto zum Kirchlein – und zum Alten Tynwaldplatz.



St. Lukes Church



Der Tynwald ist heute das Parlament der Isle of Man. Das war aber auch schon die Versammlung der Wikinger, auf deren Tradition es zurück geht. Heute tagt das Parlament natürlich nicht mehr im Freien. Es gibt noch einen offiziellen Tynwald-Platz in St. John – das hier ist aber Old Tynwald, ein ehemaliger Versammlungsplatz bei East Baldwyn. Sehr malerisch im Abendlicht. Und je nach Theorie ein magischer Platz, weil er sich genau im Zentrum der Insel befindet. :)

Stimmung:
Blick in die Vergangenheit

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