rabensturm: (wald)
Sonne und Luft, die schon nach Frühling riecht. Da rutscht der Schnee ordentlich zusammen, auch wenn es auf den Wegen noch ganz schön glatt und matschig. Aber schönes Wetter und schönes Licht, um die neue Kamera auszuprobieren :)



Stimmung:
sonnig
rabensturm: (drei)
Letztes Jahr zum Geburtstag habe ich einen Gutschein für ein neues Escape-Spiel bekommen. Der AdventureRoom in Dresden zieht am Flughafen ein neues Projekt auf: AdventureRooms Airlines. Das sollen irgendwann 6 Szenarien werden, die in verschiedenen Ländern spielen. Im Moment gibt es nur Italien, als nächstes soll Paris noch als Szenario fertig werden, der Rest dauert sicherlich noch ein bisschen länger. Auf jeden Fall ist das am Flughafen schon mal sehr passend mit dem Reiselogo und den Gepäckbändern und den Reisepässen, die man sich abstempeln lassen kann.



Wir haben uns also gestern durch dichten Schneefall zum Flughafen begeben und das erste Reiseziel ausprobiert. Laut Szenario war unsere Gruppe in Palermo unterwegs, wo wir plötzlich in einen schwarzen Van gezerrt und weggeschleppt wurden. Eine Verwechslung! Und eine Stunde Zeit, der Mafia wieder zu entkommen. Es begann daher ganz klassisch auch wieder mit Handschellen und einem Käfig.

Über die Rätsel werde ich hier natürlich nichts erzählen – ich will ja nicht spoilern. Nur so viel: Die Räume waren sehr schön gemacht, sehr stylisch mit allem, was man sich bei Mafia so vorstellt. Geheimtüren, Safe, Schmuck, Geld, Casino, Frauen, Waffen… Viele Details und viele, viele Accessoires, die für die Rätsel gar nicht nötig waren, beim Raten aber für Verwirrung sorgten. Wir haben drei kleine Hinweise bekommen – und einen davon definitiv gebraucht – sind dann aber doch noch rechtzeitig rausgekommen. Knapp rausgekommen mit einer Restzeit von 1 Minute und 44 Sekunden. *irx*

Das hat viel Spaß gemacht, auch wenn für das richtige Triumphgefühl die Hinweise ein bisschen an der Rätselehre kratzen. Wir werden uns die anderen Szenarien bestimmt auch noch anschauen, wenn die dann irgendwann mal fertig sind.

Ich kann das als Unternehmung nur empfehlen. :)

P.S.

Man hat übrigens gemerkt, dass die Sicherheit der Escape Spiele in der Diskussion ist, nachdem letztes Jahr in Polen (?) eine Gruppe bei einem Feuer umgekommen ist. Neu ist nämlich, dass es einen Notschalter zum Rauskommen gibt und dass die Ketten an den Handschellen mittels Karabinern gelöst werden können. Ist ja gut, dass sich das weiterentwickelt. :)

Stimmung:
auf der Flucht

Neustart

5 Jan 2019 01:20 pm
rabensturm: (Default)
Test... test... test...

Ich bin jetzt umgezogen von Livejounal, weil die ja in den letzten Jahren zu irgendwelchen russischen Veranstaltern umgezogen sind.

Also neues Jahr, neues Blog. es ist noch nicht so hübsch wie das alte, aber das wird vielleicht noch. Und natürlich muss ich inhaltlich noch viel nachtragen, weil die ganzen Bilder verloren gegangen sind und nach und nach neu verlinkt werden müssen. Obskure Fleißarbeit. :p

Jedenfalls sollte es hier normal weitergehen.

Stimmung:
organisiert
rabensturm: (drei)
Die Stadt Düren ist nun wahrlich keine Schönheit. Im zweiten Weltkrieg wurde da viel zerstört und dann mit dem Charme der 50iger und 60iger Jahre wieder aufgebaut. Ein Stadtbummel bietet sich also eher nicht an – aber ein Museumsbesuch. Wir waren also am 30. Dezember im Museum, in zwei zusammenhängenden Museen, um genau zu sein.

Das Leopold-Hoesch-Museum:

Das Museum ist benannt nach einem wohltätigen Industriellen und wurde 1905 als neoklassizistischer Bau errichtet. Es hat ein beeindruckend schönes Treppenhaus mit Marmorsäulen und allem Schnickschnack – und einen modernen Anbau, der Raum für die gleichfalls moderne Kunst bietet. Das Museum verfügt über eine umfangreiche Sammlung der klassischen Moderne, insbesondere des deutschen Expressionismus. Man liest überall bekannte Namen: Emil Nolde, Oskar Kokoschka, Max Beckmann, Lovis Corinth, Otto Mueller, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner, Wassiliy Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Otto Dix, Paula Modersohn-Becker, Marianne von Werefkin… ich mag viele expressionistische Bilder, hier waren auch einige sehr schöne dabei. Besonders spannend fand ich ein auf Samt gemaltes Bild von Alex Müller, das aber aus neueren Zeiten stammt (Stephanios, 2011).

Wir mochten die Lichtinstallation von Otto Piene, das hatte was von Sternenhimmel oder Planetarium. Mit der Sonderausstellung Thomas Arnolds, Duktusinduziert, konnten wir beide hingegen nichts anfangen. Das war großflächig abstrakt, weiße Farbwürste auf weißem Grund, wobei ich mich bei dem Gedanken erwischte, dass es da schade um die viele Farbe war… aber gut, Kunst ist immer auch Geschmackssache, gerade auch zeitgenössische Kunst.

Auf jeden Fall war der Kontrast spannend, das klassische Gebäude und die moderne Kunst. Und die expressionistischen Klassiker in echt zu sehen, war auch schön. Ansonsten war ich milde erstaunt, dass wir an einem Sonntag zwischen den Feiertagen nicht ganz alleine dort waren; es waren andere Besucher da, auch Familien mit Teenagerkindern, die ich jetzt nicht gerade in einer Kunstsammlung erwartet hätte.

Das Papiermuseum Düren:

Das Papiermuseum befindet sich gleich neben dem Leopold-Hoesch-Museum und bezieht sich auf die lange Tradition der Papierherstellung in der Gegend. Es begann mit Papiermühlen an den Flusstälern und noch heute findet sich in der Gegend Papierindustrie.

Das Papiermuseum wurde 2017 umgestaltet und bietet jetzt einen modernen, vielfältigen Blick auf Papier. Auf die Herstellung, die Nutzung, die Geschichte. Es gibt viel zum Anfassen, man kann auch Papier selber machen. Ich mochte besonders, dass viele Erklärungen in Papier sind, handgeschriebene Papiere zum Aufklappen oder Diagramme als Papier pop-up-Mappen. Das war spaßig.

Als Museum zum Anfassen ist es natürlich auch was für die ganze Familie – dass hier viel los war an einem trüben Sonntag hat mich daher gar nicht gewundert.

Wir sind durch die Ausstellung geschlendert, haben geguckt und relativ wenig angefasst. Dafür haben wir oben die Ausstellung historischer Papierdokumente recht genau studiert und uns über die ausgestellten Kuriositäten amüsiert. Wirklich was Neues hab ich aber eher nicht gelernt (und Fotos zeige ich hier nicht, weil das mit den Rechten ja immer so eine Sache ist).

Das Papiermuseum ist einen Besuch wert. Mir hat das in Kombination mit dem Leopold-Hoesch-Museum gut gefallen – das Papiermuseum allein wär vielleicht ein bisschen wenig gewesen und andererseits wurde die große Kunst durch das Mitmachmuseum aufgelockert. Kann man gut machen (und ist mit Kombiticket auch günstiger).

Stimmung:
gebüldet
rabensturm: (kompass)
Mein Reisejahr endete damit, dass ich über den Jahreswechsel mal nicht in Dresden war, sondern Silph besucht habe. Das war sehr nett und gemütlich, ohne irgendwelche Partyambitionen. Und wir behaupten einfach mal, so eine Deutschlandreise am 1. Januar ist ein gutes Omen für ein schönes neues Reisejahr. :)

Zuerst aber noch ein Rückblick auf 2018. Ich war wieder viel unterwegs:

Im März waren wir auf der Insel Hiddensee, das war außerhalb der Saison sehr schön entspannt. Es war für mich auch das erste Mal Winter an der Ostsee, so richtig mit geschlossener Eis- und Schneedecke und einer Eisbrecherspur der Fähre

Im Juni waren wir wandern in der Lüneburger Heide. Der lange heiße Sommer 2018 hat das ein bisschen anstrengend gemacht, aber dafür ist es immerhin halbwegs flache Gegend gewesen. Und auch wenn die Heide nicht geblüht hat, war es sehr malerisch. Ein wenig befremdet hat uns allenfalls das Militär, durch dessen Gelände wir gelaufen sind…

Der Sommerurlaub im Juli auf der Isle of Man war vielleicht kein exotisches Reiseziel, bot aber auf kleinem Raum viele tolle und abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten. Wir sind erstmals mit einer altmodischen Bergbahn auf einen Berggipfel gefahren, wir haben mit einem toten Bischof gesprochen, alte Steine besucht und am Nationalfeiertag der Insel teilgenommen. Viele Erlebnisse in einer Woche.



Es folgten noch ein paar Tage London und England, an denen wir auch eine Menge gesehen haben (da war es aber auch heiß). Durch die Stückelung der Zeit auf Man und in London fühlt sich der Urlaub rückblickend kürzer an, als er war, weil es eben zwei aneinandergefügte Reiseziele waren. Das ist nicht schlimm, einheitlich ist es mir aber lieber – und diese Erkenntnis ist auch ein Lerneffekt von 2018. ;)

Noch mal Sommerurlaub im August mit Susann in Stockholm. Wir haben nur ein Stückchen von Schweden gesehen, den Bereich um den Mälarsee bis Uppsala und eben die Hauptstadt. Das war sehr entspannt und alles sehr sehenswert – da kann aber gerne noch mehr Schweden folgen. :) Überrascht hat mich die hohe Anzahl an Schlössern und Burgen, die so gar nicht nach wildem Skandinavien aussahen.

Anfang November schließlich die Kreuzfahrt mit der Aida im Mittelmeer. Wetter hätte besser sein können, aber die Ausflugsziele waren schön, vor allem Marseille hat überrascht (hatte aber auch als einziges Ziel Sonnenschein). Kreuzfahrtschiff fahren ist schon noch mal eine ganz eigene Reisewelt. Mal so eine Woche, wo man sich um nichts kümmern muss, ist schon nett, aber mehr brauch ich das dann auch nicht…

Was den Ausblick angeht… bisher haben wir eine Schifffahrt im September gebucht, wo es mit Susann und meinen Eltern über die Faröer nach Island gehen soll. Klingt super, ich bin gespannt. Vorher möchte ich mit Silph Sommerurlaub in Irland machen, und davor wollte ich mit Michaela nach Tel Aviv (ich erkenne ein Muster: Israel – Irland – Island). Zeitlich nächstes Ziel ist aber erst mal die Ostsee im März, mal wieder auf Usedom.

Ich hoffe, ich komme bei all den vielen Wünschen mit meinen Urlaubstagen hin, ich muss da schon sehr knausrig sein. Ich bin auf jeden Fall schon mal gespannt und vorfreudig.

Und wie immer an dieser Stelle möchte ich mich bei den werten Mitreisenden bedanken. Es war toll mit euch. ♥ Ich bin sehr dankbar, dass ihr meine Reiselust teilt und sich immer wieder tolle Ziele finden!

Stimmung:
dankbar

Barcelona

8 Dec 2018 08:53 pm
rabensturm: (feder)
Barcelona! Wir haben an der Stelle doch alle Freddy Mercury und Montserrat Caballé im Ohr?

Barcelona haben wir schon lange auf unserer Wunschliste, um so mehr haben wir uns auf den tag und den Ausflug gefreut. Wetter war leider nicht mehr ganz so schön wie in Frabkreich, aber davon wollten wir uns nicht die Laune verderben lassen. Als Ausflug hatten Susann und ich un seine Stadtrundfahrt mit Besichtigung der Sagrada Familia ausgesucht, Michaela eine andere Stadttour mit dem Park Güell.

Die Sagrada Familia ist vermutlih das berühmteste Gebäude in Barcelona. 1882 wurde der Bau begonnen und ist bis heute noch nicht vollendet. Wie die Führerin so nett sagte: “Wir hatten ein schwieriges letztes Jahrhundert.”

Wenn man die Modelle ansieht, fehlt noch ein ganzes Stück, einige Türme, vor allem der höchste, mit dem die Kirche die höchste der Welt werden soll. 2026 soll nach jetziger Planung alles fertig sein – zum 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudi.



Von außen hat man die Kirche gar nicht so richtig insgesamt im Blick – dazu müsste man vermutlich von einem erhöhten Aussichtspukt gucken. Aber auch wenn man direkt davorsteht, ist das Bauwerk sehr beeindruckend. Es ist auch sehr unterschiedlich, je nachdem, von welcher Seite man schaut. Gaudi wollte, dass die einzelnen Seiten im Stil der jeweils modernen Zeit gestaltet werden, nichts sollte veralten und nur der Tradition wegen noch gebaut werden.



Kann man mögen oder auch nicht, den Stil der Figuren, ich fand das alles schon mal sehr spannend. Wirklich atemberaubend ist dann aber der Innenraum:



Alles so hoch und so licht und bunt und so organisch! Alles strebt nacho ben. Die Säulen sind unterschiedlich, sie sind in sich gedreht und wachsen hinauf zum Licht. Das ist schon sehr beeindruckend.



Man kann auch auf den Turm steigen, aber dafür hatten wir mit der Gruppe natürlich keine Zeit. Dafür haben wir viel Wissenswertes über die Kirche und ihre Entstehung erfahren. Wir haben einen Blick auf Gaudis Grab geworfen, wir haben aber auch einfach eine Weile dagesessen und den Raum auf uns wirken lassen. Sehr schön, sehr lohnend, da kann man noch mal in Ruhe Zeit mehr verbringen.

Unsere Stadtrundfahrt ging nun weiter durch Barcelona. Die Stadt machte auf uns einen sehr großzügigen und entspannten Eindruck. Wir haben noch ein paar mehr von Gaudis Werken gesehen, Stadthäuser, mit denen er sich das Geld verdiente, um ehrenamtlich (40 Jahre!) an der Sagrada Familia bauen zu können.

Wir hatten in der Stadt auch noch ein bisschen Freizeit, um auf der Flaniermeile La Rambla flanieren zu können. Da hats leider geregnet, so dass wir lieber in das Getümmel einer Markthalle getaucht sind. Das war auch sehr spannend mit all dem Angebot an Obst und Gemüse und lokalen Genüssen.
Ja, Barcelona bleibt auf unserer Wunschliste. Da kann man gut ein langes Wochenende verbringen, da gibt es sicherlich noch sehr viel mehr zu entdecken. Michaela war auch mit ihrem Ausflug zufrieden und mit den Dingen, die sie besichtigt hat. Merken wir uns vor. ;)

Uns bot Barcelona zum Abschied dann noch mal sonnige Ausblicke auf den Hafen (und lustiges Gabelstaplerballett).



Das war tatsächlich auch schon unser letzter Tag auf dem Schiff. Über Nacht ging es zurück nach Mallorca, von wo am nächsten Tag dann wieder unser Flieger in die Heimat startete. Die Woche ist wie im Flug vergangen. Wir waren auf dem Schiff gut aufgehoben, haben lecker gegessen. Wir haben mal Shuffleboard gespielt, das war lustig, auch wenn ich kein Geschick dazu habe. Und wir haben uns auch einige Shows angeschaut. Kann man alles gut machen – es wird aber dennoch nicht meine einzig favorisierte Art zu Reisen werden. ;) Mal eine Woche gerne, aber ich bleib dann doch lieber Individualreisende. ;)

Stimmung:
abschiedsgestimmt

Marseille

7 Dec 2018 09:50 pm
rabensturm: (feder)
Auf unserer Reise durch das westliche Mittelmeer haben wir nun die italienische Küste verlassen. Nächstes Ziel war Marseille. Ich gebe zu, meine Vorurteile sagten nicht viel Gutes über die Stadt. Großstadt, Hafenstadt, eher schmutzig als schön und mit Problemen hinsichtlich Kriminalität. Zu meiner freudigen Überraschung konnte ich feststellen, dass Marseille eine sehr schöne Stadt ist. Gar nicht so riesig, wie ich erwartet hatte (trotzdem die zweitgrößte Stadt Frankreichs) und mit sehr ansehnlichen Seiten. Eine sehr französische Stadt mit Stadthäusern und Boulevards, wie man sie von Paris erwartet. Dazu das Meer, das sich mit seinen Inselchen vor der Stadt ausbreitet. Mag sein, dass das strahlende Sonnenscheinwetter mich so für die Stadt eingenommen hat nach all den Regentagen, mir hat Marseille jedenfalls gut gefallen. :)



Wir haben wieder eine Stadtrundfahrt gemacht, man hätte auch noch auf eigene Faust Erkundungen machen können, aber das war sehr in Ordnung so. Mit dem Bus ging es erst mal lang, lang am Kreuzfahrtterminal und am Hafen entlang, dann rein in die Stadt zur ersten Sehenswürdigkeit:



Das ist das Palais Longchamp, ein Monumentalbau aus dem 19. Jahrhundert, der heute zwei Museen beherbergt. Das Bauwerk wurde errichtet, um zu feiern, dass die Wasserversorgung die Stadt erreicht hat. Daher die ganzen Wasserspiele, Wasser hatte man ja nun genug.

Ein sehr beeindruckendes… Ding. Wir waren nicht drin, deshalb kommt es mir gar nicht wie ein Gebäude vor, sondern nur wie ein überdimensioniertes Denkmal. ;) Die Museen lohnen aber vermutlich trotzdem einen Besuch und auch der Zoo, der sich direkt dahinter erstreckt. Ein andermal, wir hatten hier ja nur einen kurzen Stopp auf unserer Stadtrundfahrt.

Der nächste Stopp war unten am Meer an diesem Kriegsdenkmal:



Auch sehr malerisch mit dem Ausblick auf das Meer und die Inselchen. Eins der Inselchen beherbergt übrigens eine Festung und war lange Gefängnis, man mag sich den Grafen von Monte Christo dort vorstellen…

Dann ging es durch enge Gässlein, die der Bus kaum bewerkstelligen konnte, den Berg hinauf. Hoch oben thront die weiße Kirche Notre-Dame de la Garde.



Die Einheimischen nennen Sie „La Bonne Mère“ und sehen sie als Schutzpatronin der Seefahrer. Die Kirche ist noch gar nicht mal so alt. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist innen ein goldener Palast.



Das ist schon ein bisschen überwältigend mit all den prächtigen Mosaiken. Und wie bei all so historistischen Bauwerken ist es auch ein bisschen unwirklich, wie eine Theaterkulisse.

Beeindruckend ist auch der Ausblick, den man von dort oben auf die Stadt und das Meer hat. Rundumblick, wenn man möchte, auch wenn die Meerseite natürlich besonders viel her macht:



Das waren dann auch schon unsere hauptsächlichen Anlaufpunkte. Wir hatten unten am Hafen noch ein bisschen Zeit, herumzuspazieren. Dort ist viel neu und modern gestaltet worden, als Marseille europäische Kulturhauptstadt war. Wir haben das alte Rathaus gesehen, und beim Vorbeifahren auch einen Blick auf die Kathedrale geworfen.



Doch, das hat mir alles sehr gut gefallen (Sonnenschein!), da kann ich mir gut vorstellen, wiederzukommen und mir die Stadt genauer anzusehen. Auch das Umland bietet sicherlich noch viel Sehenswertes.

Stimmung:
sonnig

Lucca

7 Dec 2018 09:26 pm
rabensturm: (feder)
Nächster Hafen war Livorno in der Toskana, von wo aus man Ausflüge nach Florenz und/oder Pisa machen konnte. Das war uns alles zu weit, so dass wir uns für einen Halbtagesausflug entschieden haben. Lucca mit Weinprobe.

Lucca ist eine Stadt in der Toskana mit reicher Geschichte. Ursprünglich eine Gründung der Etrusker, bedeutsam unter den Römern, war sie bis in die Renaissance ein eigener kleiner Stadtstaat. Textilgewerbe – vor allem Seidenherstellung – machten die Stadt reich und bedeutend. Dieser Reichtum ist auch heute noch in den prächtigen Bauwerken zu sehen.



Die Kirche San Michele in Foro ist ein Prunkstück aus Marmor, mit verschiedenen Säulen und vielfältigen Reliefs. Wir waren leider nicht drinnen, aber auch von außen war die Kirche sehr hübsch. Beeindruckend auch der Turm und die Stadtmauer.

Ansonsten beherrscht wohl noch der römische Grundriss den Stadtplan. Noch römischer ist der Marktplatz, der sich im Inneren eines ehemaligen Amphitheaters befindet:



Es gibt kleine sympathische Lädchen in den Straßen (und nicht ganz so furchtbar viele Touristen wie in Rom oder Pompeji). Und wir hatten besseres Wetter, das macht natürlich auch gleich einen sympathischeren Eindruck.

Wir sind mit der Stadtführerin durch die Gassen geschlendert. Sie hat uns hübsche Ecken gezeigt und Wissenswertes aus der Geschichte erzählt. Ich hab allerdings nicht wirklich viel davon behalten… es war ja auch nur eine Stippvisite für einen ersten Eindruck.

Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch dieser wunderbare Schokoladenladen am Michaelsplatz, in dem Michaela die glutenfreien Macarons erspäht hatte. Da waren so viele Köstlichkeiten, dass man sich kaum entscheiden konnte. Ich kostete schließlich von den winzigen Eclairs mit köstlicher Füllung, Michaela hatte die Macarons und Schokolade und Susann Espresso. Waren wir alle glücklich. ;)

Nach der Stadtbesichtigung stand noch eine Weinprobe auf dem Plan. Die Fahrt ging zu einem Weingut, in dem uns zunächst Wissenswertes über Wein- und Olivenanbau erzählt wurde.



Dann gab‘s was zu kosten: roten und weißen Wein, Olivenöl, Essig, Käse und Wurst aus der Toskana. Alles sehr lecker (und alle sehr beschwingt). Natürlich gab es auch einen Hofladen, in dem man sich zu annehmbaren Preisen mit den Leckereien versorgen konnte. Ich hab was zum Verschenken mitgenommen und Olivenpaste für mich selbst. Lecker. :)

Auf dem Rückweg war es dann schon dunkel – konnten wir dann direkt zum Abendessen gehen. ;)

Stimmung:
beschwingt
rabensturm: (feder)
Der nächste Tag führte uns in die Nähe von Rom. Das Schiff legte im Hafen von Civitavecchia an, das sind noch gut 70 km bis in die Ewige Stadt. Da wir was von Rom sehen wollten, hatten wir uns wieder vorab um einen Ausflug gekümmert: wir wollten die Vatikanischen Museen sehen, den Petersdom und eine Stadtrundfahrt machen. Das war weise gewählt, weil wir uns so meistenteils in Gebäuden oder im Bus aufhielten und nicht die ganze Zeit dem Regenwetter ausgesetzt waren.

Los ging es mit dramatischem Himmel noch im Hafen von Civitavecchia:



In Rom ging es direkt zu den Vatikanischen Museen, in die wir dank des Gruppenausfluges auch ohne große Verzögerungen reinkamen. Das ist ein Touristenmagnet, das sind da schon mal 20.000 Touristen am Tag (!) – man kann sich ungefähr vorstellen, wie voll es da war. Respekt für unsere Führerin, die uns als Gruppe immer zusammengehalten und flott und ohne Probleme durchgelotst hat. Sie hat auch interessante Dinge erzählt, das war wirklich gut gemacht. Auf eigene Faust würde man aber vermutlich sehr viel mehr Zeit in den Museen verbringen, so war es doch nur eine kurze Stippvisite, damit man mal einen Blick drauf geworfen hat.

Ein paar Eindrücke:



Wir haben verschiedene Teile der Ausstellungen gesehen. Die Vatikanischen Museen beherbergen die Päpstlichen Sammlungen. Dazu gehören einige der berühmtesten Kunstschätze der Welt.



Die Sammlung ist eine der wichtigsten und größten der Welt und mit den Bereichen orientalische Altertümer (Altes Ägypten und Assyrien), klassische Antike (griechisch-römische Kunst), etruskisch-italische Altertümer (heutiges Italien vor der Römerzeit), frühchristliche und mittelalterliche Kunst (3.–14. Jahrhundert), Kunst von der Renaissance (15. Jahrhundert) bis ins 19. Jahrhundert und die modern. Die Päpste konnten es sich über die Jahrhunderte leisten, Pracht udn Schätze anzusammeln. Schon die Räume sind Prunkstücke der Renaissance, voller Gold und Verzierungen.

Ich mochte besonders die Galerie mit den Landkarten (die hat bestimmt auch einen klingenden italienischen Namen). Die Wände der Galerie waren mit riesigen Karten geschmückt, die die Gebiete zeigte, die zu Vatikan (zu Italien? Dem römischen Reich?) gehörten. Das alles in strahlenden Farben und mit kunstvollen Kompassrosen und Seeungeheuern:



Korsika hab ich erkannt. ;)

Der bekannteste Teil der Gebäude, den man auf der Führung besichtigen kann, ist die Sixtinische Kapelle. Das ist die Privatkapelle des Papstes und der Ort, an dem sich die Kardinäle zur Papswahl zusammenfinden (das mit dem weißen und schwarzen Rauch – wir haben den Abzug gesehen, durch den der Rauch entweicht). Die Sixtinische Kapelle ist vor allem auch durch die unzähligen Fresken bekannt, die den raum schmücken. Die bekanntesten stamen von Michelangelo und der allerbekannteste Teil ist die Erschaffung Adams.

Ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung von dem Raum, muß ich zugeben. Die Kapelle hat mich zunächst durch ihre Größe überrascht (40,9 Meter lang, 13,4 Meter breit und 20,7 Meter hoch – das ist eine Turnhalle respektabler Größe). Und dann natürlich die Bilder. Alles voll, wohin das Auge auch schweift. Zum Glück haben wir draußen schon eine kurze Einführung bekommen, so hatten wir zumindest ein paar Anhaltspunkte.

In der Sixtinischem Kapelle darf man nicht fotografieren und auch nicht sprechen. Letzteres wurde ziemlich rigoros geahndet – das Getuschel unzähliger Menschen wurde immer mal durch ein ruppiges “Silencio!” übertönt. Da sie damit auch Kinderweinen anschnauzten, machte es nicht gerade einen spirituellen Eindruck… Für Spiritualität schien aber in dem großen und vor allem vollen Raum aber eh nicht wirklich Platz.

Ich für meinen Teil war schon sehr gefüllt mit Eindrücken und Staunen, als wir aus der Kapelle und den Museen wieder rauskamen. Erst mal kurz frische Luft schöpfen – durch Sturzregen eilen – und dann gleich rein in den Petersdom für die nächsten überwältigenden Eindrücke.



Der Petersdom ist riesig. Zentrum des (katholischen) Christentums und eine der größten Kirchen der Welt. Ich war schon mal drin vor… ömm… fast 25 Jahren… von daher hatte ich schon eine Vorstellung und einen Eindruck. Es reichte mir völlig, auf einzelne besondere Schmuckstücke aufmerksam gemacht zu werden.



Alles sehr groß und prächtig und beeindruckend. Man könnte auch im Dom sicherlich Stunden verbringen, wir hatten nur eine kurze Stippvisite – aber das war schon okay, nachdem was wir vorher schon alles gesehen hatten.

Wir haben also Abschied vom Vatikan und unserer kundigen Führerin genommen und sind mit der Gruppe erst mal zum Mittagessen gegangen. Das war gut, drei Gänge, wie sich das in Italien gehört. ;) Danach sollten noch die Stadtrundfahrt und anderthalb Stunden Freizeit folgen – Stadtrundfahrt haben wir gemacht, Freizeit wurde kommentarlos gestrichen, was mir aber sehr recht war. Ob Regen oder nicht, ich brauchte eh keine Shoppingzeit, mich verwunderte nur die Planänderung, ohne das der Gruppe irgendwie mitzuteilen…

Die Stadtrundfahrt führte dann noch mal an den ganzen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei: der Engelsburg am Tiber, dem Collosseum, dem Circus Maximus, Kirchen, Parks, Plätze:



Draußen war es nass, teils sehr nass, teils nur tröpfeld – da waren wir im Bus sehr gut aufgehoben. :) Und dass wir die Stunde zeitiger am Schiff zurück waren, fand ich auch gut. :)

Stimmung:
ziemlich nass
rabensturm: (feder)
Unser erster Tag auf dem Schiff war ein Seetag – das war sehr praktisch, um sich erst mal mit dem Schiff vertraut machen zu können und sich zu orientieren. Wir haben die Restaurants ausprobiert, uns gemütliche Ecken zum Sitzen gesucht und sind so schon mal ganz angenehm in das Urlaubsgefühl gestartet. Aufs Meer sehen und Zeit haben, ist doch immer gut. :)

Der erste Hafen, den wir erreicht haben, war dann Neapel. Wir hatten uns vorher schon mit den Reiseetappen beschäftigt und auch schon im Vorfeld Ausflüge ausgesucht und gebucht. Da auch unser Vorurteil besagt, dass Neapel eher… nicht so schön ist, wollte wir nicht in die Stadt selbst. Viel verlockender erschien mir da Pompeji, das sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Vom Hafen aus besehen, erschien Neapel gar nicht mal so hässlich. Als wir mit dem Bus durch die Außenbereiche fuhren, waren wir dann aber doch froh, die Stadt hinter uns lassen zu können. Pompeji ist nicht weit weg und überall ist der Vesuv zu sehen. Das, was nach den Ausbrüchen vom Vesuv übrig ist, die Spitze, die sich einstmals bis auf 3000 m erhob, muss man sich heute vorstellen.



Pompeji ist eine antike Stadt, die im Jahr 79 n.Chr. von einem Ausbruch des Vesuvs zerstört wurde. Unter meterhoher Asche wurden die Überreste konserviert und erst im 18. Jahrhundert wiederentdeckt, ausgegraben und erforscht. Man kann auf den antiken Straßen laufen, im Theater stehen und die vielen Häuser bewundern.



Beeindruckend ist vor allem die Fülle an Gebäuden. Es ist eine richtige Stadt, die man sich noch sehr gut vorstellen kann. Haus an Haus, Geschäfte, Wohnhäuser, öffentliche Gebäude. Da sind Brunnen und Straßenschilder, kleine Alltagsdinge, die das Leben vergangener Zeiten anschaulich machen.



Einige Häuser zeigen auch noch die Pracht der römischen Oberschicht. Lebensfrohe Mosaike, Fresken und vor allem viel Farbe. Antike Gebäude und Skulpturen waren eben nicht immer weiß, wie man sich das üblicherweise vorstellt, die ganze Farbfülle ist dann aber doch gewöhnungsbedürftig.



Und dann sind da natürlich noch die Spuren der Zerstörung. Die Stadt war voller Menschen, die beim Vulkanausbruch zugrunde gingen. Die ersten Archäologen haben einigen dieser Opfer Gestalt gegeben, indem sie Hohlräume in den Ascheschichten mit Gips ausgossen. Das ist schon sehr beklemmend, wenn man über die Jahrhunderte hinweg den Leuten ins Gesicht sehen kann.



Makaber finde ich das aber auch, wenn die Toten bzw. Ihre Abdrücke so zur Schau gestellt werden…

Ich fand das alles sehr spannend. Pompeji ist groß und bietet viel zu sehen, das würde sich auf jeden Fall lohnen, da einen ganzen Tag zu verbringen und alles auf eigene Faust anzuschauen. Ob der Sommer dafür besser geeignet ist? Bei uns war es jetzt feucht und ungemütlich und es waren trotzdem ziemlich viele Touristen da, im Sommer mit noch mehr Touristen und großer Hitze…? Ich weiß nicht – aber auf eigene Faust kann man es sich dann vielleicht auch anders einteilen, als immer mit dem Strom schwimmen zu müssen…



(der Zentaur ist keine antike Skulptur sondern modern Kunst)

Wir hatten eine erste Einführung mit unserer Reiseleitung. Das war für einen ersten Überblick ganz hilfreich. Da aber die Lautsprechertechnik recht kratzig war und die Verständigung allgemein nicht so toll, waren wir etwas… unterwältigt von der Organisation des Ausfluges. Diese sind bei Aida ja durchaus nicht billig, da hatten wir tatsächlich ein gehobeneres Niveau erwartet…

Nichtsdestotrotz war es ein schöner Tagesausflug. Wir haben noch in Pompeji zu Mittag gegessen (es war auch problemlos, was ohne Gluten zu bekommen). Zu unserem Tagesausflug gehörte dann noch eine Fahrt an der malerischen Amalfiküste entlang nach Sorrent. Das schon immer mal nasse Wetter bescherte uns da allerdings solche Regengüsse, dass wir auf den Stadtrundgang in Sorrent verzichteten und uns lieber in einem netten Café was Süßes gönnten. Da waren wir gut aufgehoben, auch wenn die Schuhe und Klamotten schon durchgeweicht waren. Aber die konnte man dann auf dem Schiff ja wieder trocknen. ;) Wir waren jedenfalls pünktlich wieder an Bord und konnten unsere Reise fortsetzen.

Stimmung:
antik (und nass)

Kunst!

18 Nov 2018 06:52 pm
rabensturm: (wirbel)
Ich habe mal wieder an einem Kunstkurs teilgenommen. Diesmal beim Riesa efau, einem Dresdner Kunst/Künstlerverein. Der Kurs nannte sich Radierung und Tiefdruck. Das hatte ich schon ein paar mal bei der Volkshochschule auf dem Plan gehabt, da kam es aber leider mangels Teilnehmern nie zustande. Diesmal also beim Verein direkt – und ja, wir haben gedruckt. :)

Wir waren fünf Teilnehmer, eine nette Runde sympathischer Menschen – und eine sehr künstlerische Runde, bei der ich mich mit meinem Gekritzel eher am unteren Ende einordnen möchte. ;) Aber das war ja kein Wettbewerb, es ging – zumindest mir – darum, Tiefdruckverfahren kennenzulernen und auszuprobieren.

Ich lernte zunächst, dass beim Tiefdruck im Gegensatz zum Hochdruck (z.B. Holz/Linolschnitt oder auch Kartoffeldruck) das schwarz wird, was man bearbeitet, das was stehenbleibt, bleibt weiß. Ich lernte außerdem den Unterschied zwischen Kaltnadelradierung und der Ätzradierung.

Kaltnadelradierung bedeutet, dass man die Zeichnung mit einer Nadel in die Druckplatte (wir hatten Zinkplatten) ritzt. Das ist mit etwas mehr Kraftaufwand verbunden, geht aber schneller.



Auf die (gereinigte) Platte mit der Ritzung kommt die Farbe, wird eingearbeitet und wieder abgestrichen und dann (mit angefeuchtetem Papier) durch die Druckerpresse gedreht. Je nachdem, wie viel oder wenig Farbe man um die Zeichnung herum stehenlässt, ergibt sich die Färbung der Umgebung bzw. des Hintergrundes.

Beim Ätzverfahren kommt erst eine Wachsschicht auf die Platte. Die Zeichnung erfolgt nun in diese Wachsschicht – das geht Leichter, wenn man nicht zwingend ins Metall hineinmuss, geht auch fließender, weil sich Kurven so einfacher ergeben. Die Platte mit der eingeritzten Zeichnung kommt dann ins Säurebad, wo das freigelegte Metall geätzt wird. Die Ritzung vertieft sich dadurch ins Material und kann dann wie gehabt gedruckt werden.



Ein weiteres Ätzverfahren ist Aquatinta, bei dem Flächen geätzt werden. Ich hab das hier mit den Flächen einer Kaltnadelradierung gemacht:



Das ist noch aufwendiger, weil die hellen Flächen erst mit Lack geschützt werden müssen. Dann kommt eine Schicht aus Kolophonium (oder Harz ode Asphalt), das eingebrannt werden muss. Im Säurebad ätzt es dann diese Flächen als Grauschattierungen. Man kann da auch wie beim Ostereierbemalen mehrere Ebenen färben, indem man immer die jeweils hellere abdeckt.

Bei allen Drucken kann man auch farbige Papiere mit einarbeiten – das nennt sich dann Chine-collé und ergibt sehr schöne Ergebnisse:



Das war alles spannend und hat viel Spaß gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass die einzelnen Drucke einer Druckplatte so unterschiedlich ausfallen. Das hat mir viel Spass gemacht, mit der Farbverteilung herumzuspielen oder mit farbigem Papier Akzente zu setzen. Ich mag den Prägeeffekt, den die Platte auf dem Papier hinterlässt und überhaupt den spannenden Moment, wenn man das Papier von der Druckplatte löst. Auch die Effekte des Aquatinta-Verfahrens mag ich, mit passenden Motiven kann man da sicher schöne Ergebnisse herstellen. Was die Motive angeht, war ich zugegebenermaßen etwas unvorbereitet, aber ich bin mit den meisten Ergebnissen zufrieden.



Die Birken mag ich beispielsweise sehr.

Ich finde nicht alle meiner Ergebnisse so gelungen – aber wie schon gesagt, es ging ja hauptsächlich um das Kennenlernen der Techniken und das zumindest ist gelungen. Für zu Hause ist das freilich kein Hobby, da es da ja an Druckerpresse und Chemikalien mangelt, aber der Kurs war sehr lohnend. Man kann beim Verein auch zu freien Werkstattzeiten kommen und dort weiterwerkeln. Das merke ich mir mal. :)

Man denkt da ja nicht immer gleich dran, wenn man was künstlerisches als Hobby ausübt – aber eine Kunstwerkstatt ist eine Werkstatt mit Werkzeugen, Maschinen, Chemikalien und Dreck. Das hat schon was, wenn man mal von seinem Basteltisch wegkommt in eine richtige Werkstatt.



Stimmung:
kunst
rabensturm: (drei)
Im Moment spielen sie im Boulevardtheater Dresden Charleys Tante – das wollte ich gerne sehen, das hatte ich mir zum Geburtstag gewünscht. :) Gestern war es dann so weit. Wir waren im Theater und wir haben uns sehr gut unterhalten.

Die Geschichte kennt man vielleicht noch von Heinz Rühmann oder Peter Alexander: die Freunde Charley und Jack wollen mit den angebeteten Damen dinieren und schieben als Anstandsdame Charleys Tante aus Brasilien vor. Die verspätet sich jedoch um einen Tag, so dass ein anderer in die Rolle der Dame schlüpfen muss, was mit Vater und Vormund der Liebenden zu wilden Verwicklungen führt.

Hier war es der Diener Brassett, der sich als Tante verkleiden musste, sehr gegen seinen Willen, so dass mir der arme Kerl bei all der Komik doch leid tat. Jack und Charley mögen es zwar mit ihren Damen ernst meinen, in ihrer oberflächlichen, leichtlebigen Art erschienen sie mir da aber nicht besonders sympathisch. Sie haben Brassett schon als Diener schlecht behandelt und bezahlt, nur um ihn dann zum Spielball ihrer verzweifelten Ideen zu machen. Er wollte das nicht, wollte auch kündigen und hat dann doch weiter geholfen (nur um am Ende als treuer Diener einem anderen Herren angepriesen zu werden. Toller Dank.). Ich weiß nicht, ob diese Ebene von Herrn und Diener im Stück so beabsichtigt war, bei mir ist das so angekommen. Brassett tat mir leid (und auch der einsam übrig bleibende Onkel).

Durch den Diener (der sicherlich ein Valet war und kein Butler, wenn man genau sein möchte) erinnerte mich das Stück aber auch an Jeeves und Wooster, was nun wieder zu der komischen Seite beitrug. Brassett war wirklich super, auch als Tante. Anspielungen gab es auch noch auf die Titanic – sowohl Schiff und Film – auch wenn bei mir der Groschen mit Jack und Kate erst sehr spät gefallen ist. ;)

Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Bühnenausstattung. Sehr klassisch, sehr englisch. Das Beste war aber, das es quasi als Schwarz-Weiß-Film losging. Noch auf den Vorhang wurden Textfelder wie vom Stummfilm projiziert – und dann war alles schwarz-weiß. Oder eher Sepiafarben. Die Beleuchtung war so geschickt, dass alle Farben verschwunden waren. Und sie war so geschickt, dass sich die Farben auch langsam wieder einblenden ließen, als mit der jungen Liebe Leben in die Bude kam. Sehr schön gemacht.

Stimmung:
schwarz-weiß
rabensturm: (Wächter)
Wir haben das jetzt mal mit einem Kreuzfahrtschiff ausprobiert. Eine Woche auf der AIDAsol auf dem Mittelmeer. Wir hatten zu dritt eine Balkonkabine und das hat ziemlich gut geklappt. Auch die Anreise über Nürnberg nach Mallorca hat gut geklappt. Ich berichte dann noch mal im Detail zu den einzelnen Stationen, erst mal nur ein allgemeiner Eindruck:

So ein Kreuzfahrtschiff ist schon groß, auch wenn sich die Leute durchaus verteilen. Man kann aber immer Unterhaltung finden, wenn einem danach ist und natürlich gibt es immer Programm. Mir war das schon alles ein bisschen zu groß und zu viel, aber ich bin auch kein Massentourist. Um es sich vor dem Winter mal noch eine Woche gutgehen zu lassen, ohne sich um irgendwas groß kümmern zu müssen, ist es aber prima. Und das Essen war natürlich auch prima. ;)

Die Leute von der AIDA können Pathos und große Gesten, sie haben das schon sehr gut drauf, die Gäste sich besonders fühlen zu lassen und als Teil einer exklusiven Gemeinschaft. Das finde ich psychologisch hochspannend, hat bei mir natürlich auch funktioniert. ;)

Und natürlich war da das Meer und die Landschaft. Wetter war leider etwas nass, auch wenn uns das nicht von Ausflügen abgehalten hat. Sonnenschein wär natürlich schöner gewesen als Regen, aber dramatische Wolken machen sich natürlich auch nett auf den Fotos. ;)



Auch die Hafenromantik macht sich gut auf den Fotos. Wir lagen ja in den jeweiligen Häfen und nicht an der Strandpromenade, so dass man mehr oder weniger Einblick in das Hafenleben bekommen konnte. Containerschiffe und Kranballett ist dabei fürmich allerdings spannender als auf andere Kreuzfahrtschiffe zu gucken. ;)

Wir haben Station gemacht in Neapel, Rom, Livorno (Toskana), Marseille und Barcelona. Positive Überraschung war dabei Marseille, aber dazu komme ich noch. Es waren jedenfalls 1.528 Seemeilen in 8 Tagen, unterwegs mit der einzigen Kapitänin der AIDA-Flotte.

Stimmung:
maritim

Erfurt

26 Oct 2018 09:26 pm
rabensturm: (drei)
Letztes Jahr waren wir in Fritzlar für unser Treffen auf den Spuren des Heiligen Bonifatius. Dieses Jahr war Erfurt der Treffpunkt, wo sich durchaus auch noch bonifatiöse Spuren finden lassen. Außerdem liegt es mittig in Deutschland, so dass die Anreise für alle halbwegs gerecht war. Von Dresden aus war die Anreise sehr einfach, mit dem Zug, der jede Stunde fährt, zwei Stunden. Da ist man mit dem Auto auch nicht schneller.

Die werte Mitreisende hat ihre Bemerkungen zur Stadt und den Sehenswürdigkeiten hier schon mal aufgeschrieben. Meine Eindrücke wollte ich hier aber auch noch festhalten.

Erfurt ist eine sehr schöne Stadt – jeder sagt das – wir sagen das nach eigener Anschauung jetzt auch. Der historische Kern um die Krämerbrücke ist sehr hübsch, der Dom, der hochbeinig über seinen riesigen Vorplatz thront, ist sehr beeindruckend und auch sonst finden sich noch viele sehenswerte Ecken und Winkelchen. Erfurt wurde im Krieg kaum zerstört. Erfurt war im Mittelalter ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und sehr reich durch den Handel und den Anbau und die Weiterverarbeitung von Färberwaid. Das sieht man noch heute an den prächtigen Gebäuden der steinreichen und stickreichen Händler.



Wir haben eine Stadtführung mitgemacht, da wurden uns auch viele Sprichworte und Redewendungen erklärt, eben auch, dass das „stickreich“ mit dem Blaufärben verbunden war. Für die Verarbeitung (Fermentierung) des Farbstoffes wurde „Urin betrunkener Männer“ benötigt, was nicht eben wie Rosenblüten geduftet haben wird. Mittelalterliche Städte dürften eh keine Freude für moderne Nasen gewesen sein, im Färber- und Gerbergewerbe erst recht nicht. „Man konnte die Stadt riechen bevor man sie sehen konnte.“

Mit der Führung waren wir auch im Rathaus, das über zahlreiche großformatige Historiengemälde verfügt, die die Geschichte der Stadt erklären, von Bonifatius über Luther hin zu Napoleon und den Preußen, die die jahrhundertelange Zugehörigkeit zum Bistum Mainz ablösten. Das war spannend – und der Ratsaal mit seiner prächtigen Ausstattung ist wirklich sehr beeindruckend.

Erfurt ist lange schon Universitätsstadt (auch Luther studierte hier), was der Stadt heute noch einen jungen Eindruck verleiht. Überhaupt machte die Stad einen sehr entspannten, lebenswerten Eindruck, zu dem sicherlich auch das sonnig goldene Herbstwetter beigetragen hat und dass an jeder Ecke Eisverkäufer zu finden waren. Besonders zu empfehlen sei der Eiskrämer auf der Krämerbrücke. Die krämerbrücke ist natürlich auch so sehenswert mit all den hübschen Läden, Manufakturen und Künstlern.



Der Fluss durch Erfurt ist übrigens die Gera. Das mussten wir erst lernen. Auch, dass all die zahllosen Gewässer zum Fluss gehören und nur Flutgräben, Ableitungen und Teilströme sind.

Auch den Erfurter Dom haben wir besichtigt – wenngleich nicht sehr lange, da jemand Orgel übte und mit modernen Dissonanzen unsere Ohren quälte. Wir haben trotzdem die Skulptur von Bonifatius gefunden und das beeindruckende gotische Bauwerk bewundert. Der Dom ist 81,26 m hoch und besitzt mit der Gloriosa die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt. Der Dom diente aber nur kurze Zeit in der Mitte des 8. Jahrhunderts als Bischofssitz und ist erst wieder seit 1994 Kathedrale des neugeschaffenen Bistums Erfurt. Dazwischen gehörte Erfurt – wie schon gesagt – zum Bistum Mainz.



Der Dom befindet sich auf einem Hügel und thront sehr malerisch über der sonst eher flachen Stadt. Da der Hügel für die Anbauten nicht ausreichte, wurde ein beeindruckender Unterbau geschaffen, neben dem die 70 Stufen der breiten Treppe hinaufführen.

Im Inneren mochte ich besonders den Einhornaltar, aber auch der Armleuchter Wolframleuchter war hübsch, eine der ältesten freistehenden Bronzeskulpturen in Deutschland und die größte anthropomorphe rundplastische Bronze des europäischen Mittelalters.

Neben dem Dom hat Erfurt noch eine große Zahl weiterer Kirchen. Wir haben noch einige angeschaut, damit kann man sich wohl eine ganze Weile beschäftigen. ;)

Den besten Überblick hat man vom Domberg oder vom danebenliegenden Festungshügel. Die Zitadelle Petersberg wurde im 17. Jahrhundert unter Mainzer Herrschaft als Zwingburg angelegt, später von den Franzosen und Preußen als Befestigungsanlage genutzt.

Die Wälle und Bastionen und monumentale Mauern machen immer noch einen recht kriegerischen Eindruck, auch wenn sich heute auf dem Berg ein Café befindet, Kunst, das Bundesarbeitsgericht und der Beauftragte für Stasi-Unterlagen. Und wie gesagt, Ausblick gibt es sehr schön von dort oben. :)

Eine weitere Führung führte uns durch die Alte Synagoge Erfurt. Das Gebäude wurde erst in den 90iger Jahren wiederentdeckt, da es von anderen Gebäuden völlig umbaut und die ursprüngliche Funktion vergessen war. Im 14. Jahrhundert, im Rahmen von Pestprogromen (noch bevor die Pest überhaupt in der Stadt war), wurde ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung vertrieben. Die Synagoge ging in den Besitz eines Kaufmannes über, der einen Speicher aus dem Gebäude machte. Es war lange Lagerraum, später Gaststätte mit Tanzsaal und Bowlingbahn. Immerhin blieb es dadurch von weiterer Zerstörung verschont und ist heute die älteste erhaltene Synagoge Europas.



Das Gebäude selbst zeigt nur noch wenige Spuren jüdischen Lebens, es gibt aber derzeit eine interessante Ausstellung über Synagogen und deren Architektur. Im ehemaligen Tanzsaal befindet sich zudem eine Ausstellung zu jüdischen Schriften. Und – das Highlight – im Keller wird der jüdische Silberschatz ausgestellt, der 1998 in Erfurt gefunden wurde. Der Schatz stammt nicht vom Synagogengelände, er wurde aber vermutlich auch im Rahmen des gleichen Pestprogroms von 1349 hastig vergraben. Der Kaufmann, der den Schatz vor seiner Flucht vergraben hat, hat es vermutlich nicht geschafft zu entkommen…

Der Schatz besteht aus 28 kg Silber in Form von Barren, Münzen, Haushalts- und Kultgegenständen und Schmuck. Nicht alles ist explizit jüdischer Machart, was einerseits einen Einblick auf mittelalterliche Mode und Alltagsgegenstände zulässt, andererseits (vielleicht) auch ein Zeichen für Integration und selbstverständliche Durchmischung war. Ich mochte den Gürtel mit den Krebssymbolen, die ziemlich sicher keine jüdische Symbolik darstellen sondern vielleicht nur dem Zeitgeschmack entsprachen.

Prunkstück des Schatzes ist ein jüdischer Hochzeitsring, einer (der größte und schönste) von nur drei in Deutschland. Der Ring wird aus ineinandergreifenden Händen gebildet und trägt ein kleines Gebäude, auf dem in hebräischer Sprache Masel tov steht. In dem Gebäude befindet sich eine frei bewegliche Kugel, die bei Handbewegungen klingelnde Geräusche machte – wie die Führerin meinte: „Das ist wie beim Schokoladenhasen das Glöckchen, da weiß man immer, wo die Braut ist.“

Man kann sich auch die Mikwe, direkt an der Krämerbrücke, noch anschauen, darauf haben wir dann aber verzichtet, wir haben ja schon einige solcher Bauwerke gesehen. Die Führung in der Alten Synagoge war jedenfalls super, begeistert und kenntnisreich vorgetragen, auch wenn das Tempo möglicherweise für manchen Besucher etwas schnell war. ;)

Ansonsten haben wir es in Erfurt ruhig angehen lassen und die Zeit in unserer sehr geräumigen Ferienwohnung auch zum Quatschen und Spielen genutzt. Denn in der Hauptsache ging es ja um das Treffen. :)

Stimmung:
bonifatiös
rabensturm: (drei)
Wir wollten noch mal Meer sehen. Und da wir gute Erfahrungen damit gemacht haben, random Sehenswürdigkeiten der Straßenkarte anzusteuern, haben wir das am letzten Tag auch noch mal gemacht. Wir sind von Stockholm aus nach Süden gefahren, mehr oder weniger nahe an der Küste.

Erste Sehenswürdigkeit, die wir dabei ansteuerten, war das Schloss Tullgarn:



Ein hübsches rosafarbenes Gebäude, das seine heutige Gestalt wohl im 18. Jahrhundert erhielt. Es soll innen eine sehr schöne klassizistische Einrichtung haben – aber da man nur mit Führungen reindurfte und keine englische in Sicht war, haben wir uns mit dem Blick von außen begnügt. Das war schon mal sehr hübsch, Schloss, Park und Wasser.

Weiter ging es in das Städtchen Trosa, das mit pittoresken Holzhäusern aufwarten kann.



Das Rathaus ist besonders hübsch, auch die Holzhäuser am Fluss entlang. Auch sind in den Häusern viele kleine individuelle Geschäfte, die zum Bummeln einladen. Wir haben nur geguckt, nix gekauft, wir haben aber die Gelegenheit genutzt und gleich in Trosa zu Mittag gegessen (ich hatte Nudeln, Susann Pizza). Frisch gestärkt haben wir noch eine Runde auf der vorgelagerten Insel gedreht, wir konnten uns aber nicht so recht entscheiden, ob wir noch eine Badestelle wollten. Also ging es weiter, immer noch nach Süden.

Nächster Halt – Schloss Nynäs:



Schon das Gelände um das Schloss herum ist spannend, weil da eine Art Erlebnis-Landwirtschaft aufgebaut wurde, mit lebenden Schweinen und Hühnern und Technik und historisch eingerichteten Bauernhäusern. Da war auch überall viel Informationsmaterial dabei, leider (und erstaunlich) nur auf Schwedisch. Haben wir also nur geguckt und nicht gelesen.

Das Schloss selbst war wieder sehr malerisch, wir haben es auch wieder nur von außen angeguckt, es hätte auch hier wieder nur Zugang mit schwedischen Führungen gegeben. Ohne Führung konnte man eine kleine Ausstellung zu historischer Küche angucken – nicht Küche im Sinne von Herd und Töpfen, sondern Speisekarte und Verarbeitung und Gerichte im Wandel der Zeit. Noch um 1900 stammte ein Großteil der Lebensmittel aus der direkten Umgebung des Schlosses – und auch Frau Gräfin selbst musste sich mit Haltbarmachung und Speiseplan beschäftigen. Auch hier gab es nur schwedische Beschriftung, aber es war relativ selbsterklärend und da war auch noch eine nette Dame, die uns ein bisschen was erzählt hat. Die hat uns auch in den Garten geschickt, damit wir vom Obst kosten und an den Kräutern schnuppern. :) Der Aufforderung sind wir doch gerne nachgekommen.



Ein wirklich schöner Garten. So viel, was da blühte und Früchte trug. Eine große Vielfalt an Obst und Gemüsen. Susann hatte eine große Auswahl an Apfelsorten, ich hab noch Himbeeren gefunden. Unter einem Apfelbaum haben wir die Aussicht genossen und eine ganze Weile gemütlich gesessen. Mit Kaffee und Kuchen wär es perfekt gewesen, aber auch so war es ziemlich nahe dran. :)

Ursprünglich hatten wir die Stadt Nyköping als Tagesfernziel angepeilt. Hier im Garten haben wir dann aber entschieden, dass wir keine Lust mehr auf Stadtbesichtigung haben. Meer hätten wir gerne noch gesehen, aber Stadt musste es nicht mehr sein. Mit einer kleineren Regionalkarte, unserer Straßenkarte und irgendwie auf Sicht sind wir noch ein Stück nach Süden gefahren und schließlich den Schildern zum Stendörren Naturreservat gefolgt, ohne zu wissen, was uns da erwartet. Erst mal gab es abenteuerliche Schotterpiste, dann einen gut besuchten und scheinbar überdimensionierten Parkplatz/Campingplatz. Meer haben wir noch keins gesehen, aber wir haben die Badesachen mal mitgenommen auf der Suche nach Wasser. ;)



Meer! Und nicht nur das, wir waren hier an einer Bucht mit felsigen Schären, die man über abenteuerliche Hängebrücken erobern konnte.



Das waren spannende Konstruktionen – und ziemlich schaukelig. Man durfte nur maximal zu zweit auf die Brücke – beim ersten Versuch haben wir auch gleich gelernt, warum. Zu zweit bringt man die Brücke in verschiedenem Rhythmus zum Schwingen, was das Ganze noch unberechenbarer macht. Alleine war uns da schaukelig genug. ;)



Aber spannend und abenteuerlich!

Die Inselchen, die man so erreichte, waren die typischen runden Felsen der Schären. Mit den Kiefern und anderen bewuchs haben sie ein bisschen an die Sächsische Schweiz erinnert, nur eben mit Wasser zwischen den Kletterfelsen. ;) Man konnte an allen Ecken gemütlich rasten oder ans Wasser klettern oder grillen und vielleicht auch übernachten. Wir haben uns ans Wasser gesetzt und auf die Inselchen geguckt – reingegangen sind wir aber nicht mehr. Nicht, weil es zu kalt war, sondern weil das Wasser voller Tang und Algen war und das eher zu einer glibschigen Angelegenheit machte. ;)

Ein wirklich schönes Ziel – und da es wieder unerwartet überraschend kam, war das gleich noch mal so schön. :) Ein sehr eindrucksvoller Abschluss unserer Urlaubswoche, am nächsten Tag ging es nämlich schon wieder heim.

Stimmung:
am Meer
rabensturm: (drei)
Mit den Schärenfahrten hatten wir unsere must-see-Ziele erledigt, der Rest war sozusagen Kür, so dass wir uns zwar nicht vom Zufall, aber doch von spannenden Kartenmarkierungen leiten ließen. Grober Gedanke war an diesem Tag, den Mälarsee zu umkreisen (auch wenn man auf der Autobahn nicht unbedingt viel vom See zu sehen bekommt).

Der erste Anlaufpunkt war auf der Landkarte mit „Sigurdsristningen“ bezeichnet – wir hatten schon gelernt, dass Ristningen Runensteine sind – und alte Steine können mich ja immer begeistern. Glücklicherweise kannte Ludmilla (mein Navi) diese Sehenswürdigkeit, die Dörfchen und Sträßchen, durch die sie uns gelotst hat, hätten wir sonst nie gefunden. Aber es waren sehr malerische Dörfchen und Sträßchen und alleine schon die Fahrt wert. Die Ritzzeichnung war dann auch viel größer als erwartet:



Ein riesiger Stein, vor dem allerdings der Zuweg und eine Aussichtsplattform neugestaltet wurden, so dass wir nur zu Fuß direkt davorstehen konnten. Bei den Dimensionen von ca. 4,5 x 2 Metern war es dann ein bisschen schwierig mit dem gesamtüberblick. Trotzdem konnten wir Sigurd entdecken, der den Drachen Fafnir tötete, Loki und Odin und wer sonst noch zu der Sage dazugehört. Hier kennt man das Motiv ja eher aus der Nibelungensage, in Schweden ist es eben Sigurd.



Ich hoffe, man kann das Drachentöten erkennen…

Bemerkenswert – und das lerne ich erst jetzt – ist, dass die Ritzung von einer Frau veranlasst wurde. Der Text im Runenband bedeutet (laut Wikipedia): „Sigriþr, Alrikrs Mutter, Ormrs Tochter, machte diese Brücke für die Seele des Holmgeirr, Vater der Sigruþr, ihren Ehemann.“

Erstaunlich auch, dass wir da in einsamer Gegend an Winzdörfchen tatsächlich noch andere Touristen trafen, für so einsam erscheinende Gegend war es doch ein recht reges Kommen und Gehen.

Wir sind vom Stein aus in die nächste Stadt gefahren: Eskilstuna. Das ist nicht unbedingt ein Touristenziel, eher eine Industriestadt, die aber sehr hübsche Seiten hat.



Der Fluss, der die Stadt durchquert, bildet einen hübschen Rahmen für die alten Holzhäuser. Wir haben auch direkt am Fluss gegessen, leckeren Lachs mit Kartoffel-Blumenkohlpüree – und einem Kellner, der sich übers Oktoberfest und Bayern München unterhalten wollte. Aber Kaffee und Kekse gab‘s auch. ;) Außerdem hab ich in Eskilstuna als Souvenir ein Muminkleid gekauft, das ist ganz entzückend.

Weiter ging es am Mälarsee entlang. Den nächsten Halt haben wir dann in Arboga gemacht, das ist zwar ein Verkehrsknotenpunkt, aber auch ein eher gemütliches kleines Städchen. Immerhin war Arboga 1710 für ein halbes Jahr mal schwedische Hauptstadt, als man Stockholm wegen der Pest vermeiden wollte.



Wir haben uns die Kirche (mit ihren Kirchenmäusen) angeschaut und die hübschen Holzhäuser der Altstadtgassen. Das hatte schon viel Charme mit den roten Häusern, dem Wasser und den vielen Brücken.

Für den Rückweg auf der Nordseite des Mälarsees ließen wir uns dann wieder von den Sehenswürdigkeitenmarkierungen der Landkarte leiten. Bei Västerås gab es eine prähistorische Sehenswürdigkeit namens Anundshög - wir waren nicht darauf gefasst, da den größten schwedischen Grabhügel und eine bedeutende prähistorische Stätte anzutreffen. Das war mal eine Überraschung:



Es gibt hier den großen Grabhügel mit 9 Metern Höhe, es gibt 5 Schiffssetzungen, von denen noch nicht alle restauriert sind. Außerdem gibt es einen Runenstein und eine Reihe stehender Steine, die einen Königsweg markieren. Noch bis in historische Zeiten war hier ein Thingplatz, auch gibt es vielfältige Siedlungsspuren, die von langer Besiedlung zeugen.



Das war alles beeindruckend und auch wirklich schön. Man konnte da auch einfach so herumtappen, ohne Ticket oder Eintritt. Da es schon später Nachmittag war, hatten wir die Sehenswürdigkeit auch fast für uns alleine, das war natürlich noch besser. ;)



Die Anlage war gut ausgeschildert, man konnte sich also belesen über die einzelnen Teile und die historische Bedeutung (soweit sie bekannt ist). Spannend fand ich unter anderem, dass der Königsweg noch lange bis in die Neuzeit zu der Strecke gehörte, die der König bei seiner Amtseinführung zurücklegte, um sein Land zu bereisen und sich dem Volk zu zeigen. Ich weiß nicht, ob König Karl Gustav das noch gemacht hat, wundern würde mich das aber nicht. ;)

In der Nähe hätte es auch noch ein prähistorisches Labyrinth gegeben, aber wir hatten zu dem Zeitpunkt schon genug gesehen. Es fing dann auch zu regnen an, was sich Richtung Stockholm zu einem beachtlichen Wolkenbruch auswuchs. Wir haben uns also nur noch ins Quartier verzogen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Ein Ausflugstag voller spannender Überraschungen und Entdeckungen. :)

Stimmung:
historisch
rabensturm: (drei)
Viele Wege führen durch den Schärengarten vor Stockholm. Die über 20.000 Inseln, die sich vor Stockholm über 60 Kilometer der Küste lang erstrecken, sind auch von jeder Seite aus sehr malerisch. Wir sind einen Tag mit dem Auto dort herumgekurvt – und am nächsten Tag noch mal mit dem Schiff dort unterwegs gewesen.



Unsere Autostrecke führte uns auf die Inseln Värmdön und Vindö, so weit die Straßen eben reichten. Wir hatten ja kein festes Ziel sondern wollten nur Landschaft begucken. Erste Station, nachdem wir uns durch den Stadtverkehr von Stockholm gewurstelt hatten, war Gustavsberg. Das ist ein gar nicht mal so kleines Städtchen auf der Insel Värmdön, mit einem hübschen Hafen und einer Porzellanfabrik. Letztere wird überall beworben, es muss auch ein größeres Kunstzentrum in der Gegend geben. Wir haben uns mehr für den Hafen interessiert, sind dort ein bisschen herumgelaufen, haben Sonne und dramatische Wolken genossen. Sehr viel mehr war da auch nicht zu sehen, Gustavsberg ist vor allem Verwaltungszentrum und Versorgungsstützpunkt für die umliegenden Inseln. Die sind noch alle mit Brücken verbunden und gut erreichbar. Immer wieder sieht man hübsche rote Häuschen im Wald verteilt und kann sich so gut vorstellen, dass die Stockholmer Stadtbewohner hier ihre Wochenenden verbringen. Wasser haben wir auf unserer Fahrt gar nicht so viel gesehen, aber Felsen und Wald und mehr Felsen und Häuschen.



Hübsch. Sehr hübsch. Der nördlichste Punkt, den wir mit dem Auto in den Schären erreicht haben, war der Hafen von Sollenkroka, wenn ich das jetzt richtig reproduziere:



Auf dem Rückweg sind wir noch mal abgebogen und haben einen noch kleineren Hafen gesucht und gefunden. Överby – der sich dann auch als Badestelle anbot. Das Wetter war gar nicht mal so sommerlich wie die Tage davor, aber die Gelegenheit war so günstig, dass ich mich doch ins Ostseewasser wagte. Kalt, ja, aber nicht schlimm. Ich bin froh, dass ich mich getraut habe und ein bisschen herumgepaddelt bin. Mit Schären im Hintergrund und Segelschiffen und Möwengeschrei. Hach, schön…



Danach haben wir erst mal was zu Essen gesucht. – Inzwischen hatten wir schon gelernt, dass es üblich ist, sich das Essen an der Theke zu bestellen und dort zu bezahlen und dann erst zu setzen. Das war hier auf der Insel sprachlich ein bisschen schwierig, aber wir haben es dann doch hingekriegt. Schwierig, weil der gute Mann uns von der kleineren Pizza überzeugen wollte, anstelle der normale – und damit völlig recht hatte. Wir haben ihn nur nicht verstanden, eingesehen haben wir das schon. ;)

Frisch gestärkt sind wir der Straße 274 noch ein Stück gefolgt, von der aus man hätte mit den Fähren nach Vaxholm fahren können. Da wir aber vorab Fährzeiten (ständig) und Tarife (kostenlos) nicht verstanden haben, haben wir uns den Fährbetrieb nur vom Ufer aus angeschaut.



Wir wollten ja nicht wirklich was auf der anderen Seite, da war das auch nett. Und für den nächsten Tag wollten wir ja sowieso mit dem Ausflugsschiff in die Richtung. Also haben wir den Fähren nur nachgeschaut und sind dann über Gustavsberg wieder heimgefahren. Eine sehr schöne Rundfahrt, die sich seltsamerweise nicht besonders inselig angefühlt hat.

Mehr Inselfeeling gab‘s dafür dann am nächsten Tag. Wir hatten uns eine der zahllosen Schärenfahrten ausgesucht und glücklicherweise auch einen Sitzplatz bekommen. Das Schiff war gut gefüllt, dank des herrlichen Wetters wollte natürlich auch keiner drin bleiben.

Wir hatten Aussicht auf Stockholm von der Wasserseite:



Und natürlich auf die Inseln und Inselchen des Schärengartens.



Dazu gab es noch Erklärungen der netten Ausflugsbegleiterin, die markante Gebäude oder interessante Inseln vorstellte. Ich hab mir da nicht alles gemerkt, es ging ja vor allem ums gucken.

Drei Stunden waren wir unterwegs. Ich hab mir in der Zeit wieder eine köstliche Zimtschnecke gegönnt. Zurück in Stockholm haben wir dann noch mal die Touristinformation gesucht, weil wir hofften, ein paar Postkarten und Souvenirs ergattern zu können. Letzteres hätten wir vermutlich in der Altstadt versuchen sollen – die Touri-Info bot da leider nix. Da sind wir halt wieder nach Hause gefahren und waren ganz froh, mal noch ein bisschen Zeit herumbummeln zu können. Wir waren schließlich im Urlaub, da muss man nicht unbedingt die komplette Zeit mit Unternehmungen vollstopfen. ;)

Stimmung:
maritim

Uppsala

4 Sep 2018 10:25 pm
rabensturm: (drei)
Etwa 70 km nördlich von Stockholm befindet sich Uppsala, die alte Universitätsstadt. Passenderweise spukte mir den ganzen Ausflugstag der Schlager: „Ein Student aus Uppsala im Kopf" herum :p

Uppsala ist eine Universitätsstadt, eine Studentenstadt, das merkt man nicht zuletzt daran, dass überall in der Stadt die Fahrräder oberste Priorität haben und die Autos überflüssig erscheinen. Unpraktisch, wenn man mit Auto unterwegs ist und das irgendwie unterbekommen muss. Ich sag’s mal so, wir haben nicht die günstigste Variante gewählt… :p

In Uppsala gibt es eine Menge beeindruckender Gebäude. Das höchste davon ist sicherlich der Dom aus dem 13. Jahrhundert. Er ist Bischofskirche und Grablege einiger schwedischer Könige. Und von Carl von Linné, der liegt hier auch.



Der ist schon groß, der Dom. Groß und beeindruckend und innen durchaus prachtvoll, auch wenn es heute natürlich eine evangelische Kirche ist. Er trägt trotzdem noch den Namen des Heiligen Erik und ist immer noch als Pilgerstation mit dem Nidarosdom in Trondheim verbunden.

Wir haben uns den Dom von außen und von innen angeguckt. Dann nutzten wir die Möglichkeit der mobilen Infopoints der Stadt: Uppsala hat nämlich keine herkömmliche Touristinformation – die Leute sind mit Fahrrad und Anhänger unterwegs und bauen dann zu bestimmten Zeiten ihren mobilen Stadt auf. Wir haben den vor dem Dom erwischt, eine Stadtkarte eingesammelt und uns den Weg nach Gamla Uppsala erklären lassen. :)

Bevor wir noch irgendwohin fuhren, haben wir uns aber noch das Schloss von Uppsala angeschaut – eher Trutzburg und Festung, so oben auf ihrem Felsen.



So richtig schön passt es aber nicht auf ein Foto. Wir sind hinaufgestapft, was ziemlich anstrengend war. Wir sind auch einmal drumrumgelaufen, drinnen waren wir aber nicht.

In der Stadt unten haben wir dann noch Mittaggegessen (leckere Pasta), bevor wir uns auf den Weg nach Gamla Uppsala gemacht haben. Das ist – wie der Name schon sagt – das alte Uppsala. Hier stand die erste Kirche und die ersten Häuser – hier soll auch ein großer heidnischer Tempel gestanden haben. Als die christliche Kirche im 13. Jahrhunderts abbrannte, bat man den Papst, die Kirche in Richtung Hafen verlegen zu dürfen, das ist der heutige Dom geworden und auch die Stadt. Der Papst verlangte nämlich, dass mit der berühmten Kirche auch der berühmte Name umziehen sollte.

Heute erscheint Gamla Uppsala als gemütliche Vorstadt. Hat aber immer noch bedeutende Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hügelgräber!



Und was für Hügelgräber! Drei große Hügelgräber, häufig als Königsgräber bezeichnet, auch wenn nicht wirklich geklärt ist, wer da drin lag. Der Legende nach sind es die Gräber von drei alten Schwedenkönigen des Geschlechtes der Ynglinger (Aun, Adils und Egil) – oder wenn man eine andere Legende bevorzugt, dann kann man auch eine Zuordnung zu Odin, Thor und Frey haben.



Archäologen bestimmten die Gräber auf eine Entstehungszeit von 475 – 550. Es gibt noch andere archäologische Strukturen im Umfeld, wir haben davon aber nur die Hügel beguckt, die sind eindrucksvoll und malerisch genug.

Gleich daneben steht auch noch die alte Kirche – die vor dem Dom von Uppsala der Dom von Uppsala war. Heute ist die nicht so groß, war aber trotzdem hübsch, zumal mit Orgelmusik.



Auch hier ist ein berühmter Wissenschaftler begraben: Anders Celsius, der allerdings einen Teppich auf seiner Grabplatte hat.

Alt-Uppsala ist ein sehr lohnendes Ziel und auch das heutige Uppsala. Das konnten wir uns auch gut als Stützpunkt für Ausflüge vorstellen, wenn man vielleicht nicht direkt in Stockholm wohnen mag. Als Studentenstadt macht Uppsala jedenfalls einen sehr jungen, lebendigen Eindruck.

Weil es noch nicht sooo spät war, haben wir uns auf dem Rückweg noch auf die Suche nach einem weiteren Schloss gemacht, das Schloss Skokloster.



Das ist gar nicht so weit weg von Stockholm und Uppsala, durch seine Lage am Ende einer Halbinsel des Mälarsees aber mit Fahrerei verbunden. Landschaftlich schöne Fahrerei immerhin durch Felder und Wälder und immer mal auch an Wasser vorbei.

Skokloster trägt seinen Namen, weil sich hier einstmals ein Zisterzienserkloster befunden hat. Heute sieht man nichts mehr davon. An der Stelle steht heute die Dorfkirche/Schlosskirche, die auch sehr hübsch ist.



Wir haben nett mit einer deutsch sprechenden Dame geplaudert, die uns auch was zum Runenstein vor der Kirche erzählt hat. Runensteine haben wir unterwegs schon gesehen. Diese Zeugnisse der Wikingerzeit stehen oft in der Nähe von Kirchen oder aber einfach so an der Straße im Wald. Es sind nicht nur Felsritzungen, die Ritzungen sind mit roter Farbe nachgezeichnet, dass man die Motive besser erkennt. Wir haben von der Dame gelernt, dass sich die Dorfbewohner um die Steine gekümmert haben, damit die Bilder lesbar bleiben – dass die Tradition heute aber mehr und mehr in Vergessenheit gerät und die Bilder verschwinden. Das ist natürlich schade – ich finde es aber auch staunenswert, dass diese Tradition über die Jahrhunderte durchgehalten wurde. Die Steine wurden zwischen dem 5. – 12. Jahrhundert errichtet – das sind viele Generationen von Bauern, die sich da gekümmert haben…

Das Schloss haben wir uns nur von außen angeschaut, für einen Besuch war es schon zu spät. Malerisch ist es auf jeden Fall (und sehr groß) und bestimmt besonders beeindruckend, wenn man von der Seeseite kommt.

Auf dem Rückweg nach Stockholm haben wir noch einen dieser Runensteine im Wald gesucht (der war etwas abenteuerlich ausgeschildert) und einen anderen direkt an der Straße besichtigt.



Steine! \o/

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