Diesmal wollten wir in den Louvre, wenn wir schon in Paris sind – sonst haben wir immer nur kopfschüttelnd vor der langen Schlange gestanden. Diesmal haben wir uns vorab ein Zeitticket gebucht – standen aber trotzdem in der Schlange für unseren Timeslot. Und wurden auf den letzten Metern zum Einlass auch noch angeregnet. :p
Aber erst mal außen:

Da ist es ja die markante Glaspyramide, die sofort alle Blicke auf sich zieht. Seit den 1980iger Jahren dient sie als Eingang in das Museum, da sich auf mehreren Ebenen im historischen Schloss befindet. Die Sammlung geht auch auf die königlichen Sammlungen zurück, dann später auf die Sammlungswut von Napoleon. Es finden sich Kunstwerke vom 7. Jahrtausend vor Christus bis in die 1850iger Jahre. Viel berühmte Kunst.

Natürlich die Mona Lisa. Ehrlich gesagt mag ich das Bild gar nicht soo besonders, ich finde es nicht besonders mystisch oder bezaubernd… aber wenn man schon mal da ist… Wir hatten den ersten Timeslot des Tages, sind auch zielstrebig und flott als erstes zur Mona Lisa geeilt, um das obligatorische Foto machen zu können. – Auch um die Zeit schon in ziemlichem Gedrängel. – Danach konnten wir das Museum entspannt durchstreifen. Ein paar Dinge wollten wir schon auch gezielt sehen, aber das war weniger bedrängt als bei der Mona.

Die Nike von Samotrake, die Venus von Milo. Die Stele von Hamurapi. Gilgamesch. Ein bisschen Rembrandt und Ingres, Delacroix und Holbein.

Dabei ist der Louvre sehr geeignet, um sich da drin zu verlaufen, die Pläne halfen nur bedingt weiter zur Orientierung. Es sind drei Flügel: Denon, Richelieu und Sully, über vier Ebenen. Wenn man sich von der ersten Etage entfernt hat, war man eigentlich auch die Menschenmengen los, da konnte man entspannter schlendern.
Es gab einige Kunst, vor der ich überrascht stand: „Ach, das ist hier?“ (Holbeins Anna von Cleve), „Das ist aber klein“ (Vermeers Spitzenklöpplerin oder Delacroix‘ „Die Freiheit führt das Volk“) oder „Das sind aber viele Bilder“ (Rubens Zyklus über Maria di Medici). Das war schon sehr interessant, spannend und sehenswert. Natürlich ist so große Kunst sehenswert und eine so große Vielfalt. Der Louvre ist ja ein Kunstmuseum, ein Palast mit prächtiger Ausstattung, eine Skulpturensammlung, eine Orientsammlung und was immer noch in einem.

Da sind wir extra noch mal hin, ich mag die geflügelten Stiere und Ishtars Gänseblümchen, das ist auf jeden Fall sehenswert, selbst wenn da unsere Aufmerksamkeit schon etwas gelitten hatte. Immerhin hatten wir was gegessen. – Dazu sind wir aus dem Museumsbereich raus (als wir endlich rausgefunden hatten, dass unsere Karte uns wieder reinlässt) und da gab es diverse Bistros, die in Massenabfertigung Sandwiches, belegte Baguettes, Salate und dergleichen angeboten haben. Man konnte sich aber nicht wirklich hinsetzen damit, es gab nur so blöde Anlehnbänke, damit man es sich auch nur nicht zu bequem macht in der Massenabfertigung. :p Das war blöd, denn bei einem langen Museumsbesuch wird man – also ich jedenfalls – schnell fußlahm und da ist Ausruhen im Sitzen schon wichtig. In den Kunsträumen gab es reichlich Gelegenheiten zum Sitzen, aber im Außenbereich war es schon sehr ungastlich…
Was den Diebstahl angeht… eine Woche vor unserem Besuch war ja in den Louvre eingebrochen worden, um Juwelen zu stehlen.

Da war kaum was von zu merken. Die Sicherheitskontrolle am Eingang war eher lax, es hat auch niemanden wirklich interessiert, ob man Getränke mit rein nimmt. Der Bereich des Diebstahles – die Apollongalerie – war abgesperrt, sonst hat man nichts von dem Ganzen mitbekommen.
Die leeren goldenen Rahmen haben auch nichts mit Verbrechen dazu – die waren lediglich Hinweis darauf, dass auch die Rahmen Kunstwerke und große Handwerkskunst sind, die man gleichfalls mit Aufmerksamkeit würdigen sollte.
Also insgesamt sehr sehenswert, aber auch anstrengend. Wenn man unbedingt irgendwas spezielles sehen will, sollte man sich vorher entsprechend informieren, ansonsten fanden wir es netter, uns einfach so durch die Räume treiben zu lassen. Die Räume selbst sind übrigens auch sehenswert, Gold und Prunk der französischen Könige und Kaiser.

Vielleicht auch mal nach oben schauen oder unscheinbare Wendeltreppen benutzen. ;) Und auf jeden Fall sollte man sich vor der Mona Lisa mal umdrehen, weil der gegenüber Veroneses monumentale Hochzeit von Kana hängt – was man sich immer dabei gedacht hat, da ist die Wahrscheinlichkeit wirklich gering, dass es jemand bemerkt oder würdigt.
Am Ende waren wir dann fußlahm und die Aufmerksamkeit erschöpft. Wir waren ein bisschen vom Shop enttäuscht und haben uns im Untergrund auf der Suche nach dem Ausgang noch mal verlaufen… also sind wir erst mal in unser Quartier an der lauschigen Müllverbrennungsanlage gefahren, um uns etwas zu erholen.
Am frühen Abend sind wir dann noch mal aufgebrochen Richtung Notre Dame, Innenstadt und weiter nach Les Halles, um uns etwas zu essen zu besorgen. Mitten rein ins Touristengetümmel.

In einem netten bretonischen Bistro haben wir Galettes bekommen – aber sonst war es mir eigentlich schon zu trubelig, voll und laut da im Touristenzentrum. Aber wir hatten ja auch wirklich genug angeschaut für einen Tag.
Stimmung:
ko
Aber erst mal außen:

Da ist es ja die markante Glaspyramide, die sofort alle Blicke auf sich zieht. Seit den 1980iger Jahren dient sie als Eingang in das Museum, da sich auf mehreren Ebenen im historischen Schloss befindet. Die Sammlung geht auch auf die königlichen Sammlungen zurück, dann später auf die Sammlungswut von Napoleon. Es finden sich Kunstwerke vom 7. Jahrtausend vor Christus bis in die 1850iger Jahre. Viel berühmte Kunst.

Natürlich die Mona Lisa. Ehrlich gesagt mag ich das Bild gar nicht soo besonders, ich finde es nicht besonders mystisch oder bezaubernd… aber wenn man schon mal da ist… Wir hatten den ersten Timeslot des Tages, sind auch zielstrebig und flott als erstes zur Mona Lisa geeilt, um das obligatorische Foto machen zu können. – Auch um die Zeit schon in ziemlichem Gedrängel. – Danach konnten wir das Museum entspannt durchstreifen. Ein paar Dinge wollten wir schon auch gezielt sehen, aber das war weniger bedrängt als bei der Mona.

Die Nike von Samotrake, die Venus von Milo. Die Stele von Hamurapi. Gilgamesch. Ein bisschen Rembrandt und Ingres, Delacroix und Holbein.

Dabei ist der Louvre sehr geeignet, um sich da drin zu verlaufen, die Pläne halfen nur bedingt weiter zur Orientierung. Es sind drei Flügel: Denon, Richelieu und Sully, über vier Ebenen. Wenn man sich von der ersten Etage entfernt hat, war man eigentlich auch die Menschenmengen los, da konnte man entspannter schlendern.
Es gab einige Kunst, vor der ich überrascht stand: „Ach, das ist hier?“ (Holbeins Anna von Cleve), „Das ist aber klein“ (Vermeers Spitzenklöpplerin oder Delacroix‘ „Die Freiheit führt das Volk“) oder „Das sind aber viele Bilder“ (Rubens Zyklus über Maria di Medici). Das war schon sehr interessant, spannend und sehenswert. Natürlich ist so große Kunst sehenswert und eine so große Vielfalt. Der Louvre ist ja ein Kunstmuseum, ein Palast mit prächtiger Ausstattung, eine Skulpturensammlung, eine Orientsammlung und was immer noch in einem.

Da sind wir extra noch mal hin, ich mag die geflügelten Stiere und Ishtars Gänseblümchen, das ist auf jeden Fall sehenswert, selbst wenn da unsere Aufmerksamkeit schon etwas gelitten hatte. Immerhin hatten wir was gegessen. – Dazu sind wir aus dem Museumsbereich raus (als wir endlich rausgefunden hatten, dass unsere Karte uns wieder reinlässt) und da gab es diverse Bistros, die in Massenabfertigung Sandwiches, belegte Baguettes, Salate und dergleichen angeboten haben. Man konnte sich aber nicht wirklich hinsetzen damit, es gab nur so blöde Anlehnbänke, damit man es sich auch nur nicht zu bequem macht in der Massenabfertigung. :p Das war blöd, denn bei einem langen Museumsbesuch wird man – also ich jedenfalls – schnell fußlahm und da ist Ausruhen im Sitzen schon wichtig. In den Kunsträumen gab es reichlich Gelegenheiten zum Sitzen, aber im Außenbereich war es schon sehr ungastlich…
Was den Diebstahl angeht… eine Woche vor unserem Besuch war ja in den Louvre eingebrochen worden, um Juwelen zu stehlen.

Da war kaum was von zu merken. Die Sicherheitskontrolle am Eingang war eher lax, es hat auch niemanden wirklich interessiert, ob man Getränke mit rein nimmt. Der Bereich des Diebstahles – die Apollongalerie – war abgesperrt, sonst hat man nichts von dem Ganzen mitbekommen.
Die leeren goldenen Rahmen haben auch nichts mit Verbrechen dazu – die waren lediglich Hinweis darauf, dass auch die Rahmen Kunstwerke und große Handwerkskunst sind, die man gleichfalls mit Aufmerksamkeit würdigen sollte.
Also insgesamt sehr sehenswert, aber auch anstrengend. Wenn man unbedingt irgendwas spezielles sehen will, sollte man sich vorher entsprechend informieren, ansonsten fanden wir es netter, uns einfach so durch die Räume treiben zu lassen. Die Räume selbst sind übrigens auch sehenswert, Gold und Prunk der französischen Könige und Kaiser.

Vielleicht auch mal nach oben schauen oder unscheinbare Wendeltreppen benutzen. ;) Und auf jeden Fall sollte man sich vor der Mona Lisa mal umdrehen, weil der gegenüber Veroneses monumentale Hochzeit von Kana hängt – was man sich immer dabei gedacht hat, da ist die Wahrscheinlichkeit wirklich gering, dass es jemand bemerkt oder würdigt.
Am Ende waren wir dann fußlahm und die Aufmerksamkeit erschöpft. Wir waren ein bisschen vom Shop enttäuscht und haben uns im Untergrund auf der Suche nach dem Ausgang noch mal verlaufen… also sind wir erst mal in unser Quartier an der lauschigen Müllverbrennungsanlage gefahren, um uns etwas zu erholen.
Am frühen Abend sind wir dann noch mal aufgebrochen Richtung Notre Dame, Innenstadt und weiter nach Les Halles, um uns etwas zu essen zu besorgen. Mitten rein ins Touristengetümmel.

In einem netten bretonischen Bistro haben wir Galettes bekommen – aber sonst war es mir eigentlich schon zu trubelig, voll und laut da im Touristenzentrum. Aber wir hatten ja auch wirklich genug angeschaut für einen Tag.
Stimmung:
ko





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hitzegeschädigt






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