Abenteuer im wirklichen Leben:
10 Mar 2008 04:35 pmAm Anfang war die Idee, wie Frodo oder Bilbo durchs Land zu ziehen – einfach der Nase nach, nur mit den Dingen, die man unbedingt braucht und die man selbst tragen kann. Diese Idee reifte ziemlich lange und zum Teil auch unabhängig voneinander in uns, bis wir uns schließlich im Jahre 2000 aufmachten, die Reise in die Tat umzusetzen. Survival in Deutschland – Überlebenstraining an Orten, die eigentlich ganz harmlos erscheinen. Und so vergingen die beiden ersten Wanderungen auch nicht so glatt wie geplant – nichtsdestotrotz wollen wir diese Aktion zu einem jährlichen Ereignis machen. – Haben wir ja auch und sind damit schon im ehrwürdigen achten Jahr. ;) Fürs zehnjährige Jubiläum müssen wir uns was besonderes überlegen. Ist ja nicht mehr sooo weit.
Vogtland die Erste:
Die Strecke: ca. ? km von Morgenröthe-Rautenkranz bis Adorf in 3 Tagen im August 2000
Bei unserer ersten Tour waren wir zugegebenermaßen noch recht unerfahren, was das Wildnisleben betrifft. Die Schuhe waren nicht wandergeeignet, die Jacken nicht unbedingt wasserdicht und das Gepäck mörderisch schwer. Trotzdem hatten wir von Anfang an Spaß. Wir haben trotz Gepäck begeistert Pilze gesucht und diese auch im Angesicht harmloser „normaler“ Wanderer am Wegesrand zubereitet. Auch die Schwierigkeiten mit der Durchquerung von Feuchtbiotopen konnten wir meistern, so dass wir beim ersten Nachtlager geschafft aber glücklich auf unsere harten Lager sinken konnten. Am zweiten Tag war der Rucksack schon nicht mehr so ungewohnt. Vom Nachtlager aus mussten wir einen Berg umrunden und haben die ersten Bekanntschaften mit Schneisen und unmarkierten Wegen geschlossen. Nach scheinbar ewig langer Zeit hatten wir Luftlinie knapp anderthalb Kilometer zurückgelegt, während wir in Wirklichkeit schon ewig weit gelaufen waren. – Aber egal. Bis Mittag kamen wir gut voran – und vor allem bei der Durchquerung des Ortes Zwota (?) haben wir in unserem abgerissenen Waldläuferoutfit (riesiger Rucksack – und Iris unverkennbar mit Dolch am Gürtel) Eindruck gemacht.
Soweit so gut – doch dann kam der Regen. Erst nur ein bisschen – aber doch so stetig, dass eine Pause nicht weitergeholfen hat. Schließlich haben wir uns in strömendem Regen und kaltem Wind oben auf dem Berg wiedergefunden – und zumindest meine Sachen waren nicht wasserdicht. Wir hatten also den Regen, und wir hatten die Kälte – was wir nicht hatten war ein Weg. Nach Überquerung einer Straße verliefen nämlich alle markierten Wege im Nichts. Wir sind durch nasses hohes Gras im Wald herumgewandert – ohne Aussicht auf Besserung oder gar ein trockenes Plätzchen. Gegen Abend hat der Regen nachgelassen. Wir haben mitten auf einem Weg das Zelt aufgeschlagen, und Iris hat heldenhaft ein Feuer anbekommen. Da saßen wir dann bei kaltgequollenen Spagetti und haben unsere Sachen über dem Feuer getrocknet – dem Duft von Freiheit und Abenteuer.
Am Morgen sah die Welt schon wieder besser aus – allerdings immer noch mit Regen. Doch nach ein paar hundert Metern hatte sich zumindest unser Orientierungsproblem gelöst. Wir waren schon viel weiter als gedacht – um genau zu sein, hatten wir ein paar Meter vor der nächsten Ortschaft geschlafen – gerade so, dass wir vor den ersten Pilzsucher wieder weg waren. Da aber kurz darauf der Regen wieder einsetzte, haben wir uns entschlossen, auf die landschaftlich schönere Strecke zu verzichten und den direkten Weg zu Dusche und warmen Sachen einzuschlagen. Es war sicher auch noch mal ein schönes Bild, wie wir abgekämpft und in strömendem Regen durch Adorf gelaufen sind...
Nach einer warmen Dusche, einer warmen Mahlzeit und etwas Ruhe waren wir aber sofort dafür, das Abenteuer im nächsten Jahr zu wiederholen.
Zitat der ersten Tour:
Iris mitten in strömendem Regen, quer ohne Pfad durch den Wald: „Ihr könnt ja immer noch lachen!“
Stimmung:
archivierend
Vogtland die Erste:
Die Strecke: ca. ? km von Morgenröthe-Rautenkranz bis Adorf in 3 Tagen im August 2000
Bei unserer ersten Tour waren wir zugegebenermaßen noch recht unerfahren, was das Wildnisleben betrifft. Die Schuhe waren nicht wandergeeignet, die Jacken nicht unbedingt wasserdicht und das Gepäck mörderisch schwer. Trotzdem hatten wir von Anfang an Spaß. Wir haben trotz Gepäck begeistert Pilze gesucht und diese auch im Angesicht harmloser „normaler“ Wanderer am Wegesrand zubereitet. Auch die Schwierigkeiten mit der Durchquerung von Feuchtbiotopen konnten wir meistern, so dass wir beim ersten Nachtlager geschafft aber glücklich auf unsere harten Lager sinken konnten. Am zweiten Tag war der Rucksack schon nicht mehr so ungewohnt. Vom Nachtlager aus mussten wir einen Berg umrunden und haben die ersten Bekanntschaften mit Schneisen und unmarkierten Wegen geschlossen. Nach scheinbar ewig langer Zeit hatten wir Luftlinie knapp anderthalb Kilometer zurückgelegt, während wir in Wirklichkeit schon ewig weit gelaufen waren. – Aber egal. Bis Mittag kamen wir gut voran – und vor allem bei der Durchquerung des Ortes Zwota (?) haben wir in unserem abgerissenen Waldläuferoutfit (riesiger Rucksack – und Iris unverkennbar mit Dolch am Gürtel) Eindruck gemacht.
Soweit so gut – doch dann kam der Regen. Erst nur ein bisschen – aber doch so stetig, dass eine Pause nicht weitergeholfen hat. Schließlich haben wir uns in strömendem Regen und kaltem Wind oben auf dem Berg wiedergefunden – und zumindest meine Sachen waren nicht wasserdicht. Wir hatten also den Regen, und wir hatten die Kälte – was wir nicht hatten war ein Weg. Nach Überquerung einer Straße verliefen nämlich alle markierten Wege im Nichts. Wir sind durch nasses hohes Gras im Wald herumgewandert – ohne Aussicht auf Besserung oder gar ein trockenes Plätzchen. Gegen Abend hat der Regen nachgelassen. Wir haben mitten auf einem Weg das Zelt aufgeschlagen, und Iris hat heldenhaft ein Feuer anbekommen. Da saßen wir dann bei kaltgequollenen Spagetti und haben unsere Sachen über dem Feuer getrocknet – dem Duft von Freiheit und Abenteuer.
Am Morgen sah die Welt schon wieder besser aus – allerdings immer noch mit Regen. Doch nach ein paar hundert Metern hatte sich zumindest unser Orientierungsproblem gelöst. Wir waren schon viel weiter als gedacht – um genau zu sein, hatten wir ein paar Meter vor der nächsten Ortschaft geschlafen – gerade so, dass wir vor den ersten Pilzsucher wieder weg waren. Da aber kurz darauf der Regen wieder einsetzte, haben wir uns entschlossen, auf die landschaftlich schönere Strecke zu verzichten und den direkten Weg zu Dusche und warmen Sachen einzuschlagen. Es war sicher auch noch mal ein schönes Bild, wie wir abgekämpft und in strömendem Regen durch Adorf gelaufen sind...
Nach einer warmen Dusche, einer warmen Mahlzeit und etwas Ruhe waren wir aber sofort dafür, das Abenteuer im nächsten Jahr zu wiederholen.
Zitat der ersten Tour:
Iris mitten in strömendem Regen, quer ohne Pfad durch den Wald: „Ihr könnt ja immer noch lachen!“
Stimmung:
archivierend