Wanderung – Der Anfang
22 Sep 2008 08:47 pmNa, dann will ich mal. Bilder hab ich ja fast alle eingesammelt, da kann ich mich auch mal ans Berichten machen. Wie Rani so schön sagte: „damit sie weiß, wo sie gewesen ist“. ;)
Für mich begann die Wanderung mit dem Einsammeln der Mitreisenden. Erst Nina, die am Donnerstag Nachmittag (leider mit Verspätung) mit dem Zug aus Wien gekommen ist, dann Silph, die Freitagunchristlich früh mit dem Flieger kam – und Susann, die selbsttätig herzu kam und Frühstück mitbrachte. Zeit hatten wir genug, so weit sollte die Fahrt nicht sein und wir hatten uns erst für den Nachmittag angemeldet.
Erste Station und Ausgangspunkt unserer Wanderung: Markt Heiligenstadt in der Fränkischen Schweiz, genauer gesagt, der Ortsteil Traindorf und dort die Pension Haase. Zuvor aber gab es ein Treffen auf der Autobahn mit dem zweiten Auto, in dem Bettina und Rani herzueilten. Nach allgemeiner Willkommensfreude haben wir uns gleichmäßg auf die beiden Autos verteilt und das Ziel angesteuert. Leider verließ uns unterwegs der Geist des Navigationsgerätes und raubte mir mit seinen Anweisungen meinigen, aber angekommen sind wir schließlich doch.
Die Pension Haase empfing uns freundlich, die Zimmer waren schön, nur das Wetter war ein wenig besorgniserregend. Nun ja, konnte uns an diesem Freitag ja noch egal sein, noch hatten wir zwei Autos zur Verfügung und keine Veranlassung, im Regen herumzutrotten. Wir nutzten die Zeit vielmehr zu einer Rast und danach zum besuch auf der über Heiligenstadt thronenden Burg Greifenstein.

Oben an der Burg standen wir vor dem geschlossenen Tor. Es gab eine Tafel, auf der mit Kreide der Termin für die nächste Führung stand – und wir warteten darauf. Es begann zu tröpfeln, wir warteten und wir waren die Führung. Und ich muss sagen, eine sehr schöne Burg, der man sehr wohl anmerkt, dass sie in Privatbesitz ist und bewohnt wird. Von berühmten Leuten, nämlich der Familie Schenk von Stauffenberg. Ja, genau die Stauffenberg mit dem Attentat. So führte die Führung denn auch durch die Waffen- und Kriegssammlung der Familie, der durchaus anzumerken war, dass sie persönlichem Sammlerinteresse folgte und keinem musealem Anspruch. Trotzdem Wahnsinn, was da an Säbeln und Rüstzeug zusammengetragen war. Ich fand natürlich auch die Messer spannender, als die Schusswaffen und Gasmasken. *g* Dann gabs noch die Kapelle zu sehen, den Ahnensaal mit den Wappen aller in die Familie eingeheirateten Damen (ich find ja den Titel Reichserbtruchsessin toll *g*), die Geweihsammlung und auch die Bibliothek. Bemerkenswert, dass zwischen den ganzen wertvollen historischen Büchern auch ganz normale „aktuelle“ Bücher stehen. Es ist eben eine Bibliothek, die auch heute noch genutzt wird. Und das macht eben das Besondere an dieser Burg, sie ist kein totes Museum sondern eine Burg die bewohnt wird und die jemand gern hat und wertschätzt. Schön. :) Uns hat die Burg jedenfalls sehr gut gefallen. Die Einrichtung, die Türmchen, die Wasserspeier und vor allem auch die Rosen im Innenhof.


Ich mochte die schönen schmiedeeisernen Gitter überall. Und die Rosen natürlich. Sehenswert sollte zudem noch der Brunnen im Innenhof sein, 92 m tief und vonFreiberger Mainzer Bergleuten in den Grund getrieben. Der war aber nicht so spektakulär...
Ein schöner Ausflug jedenfalls. :) Da hat uns auch das bißchen Getropfe nicht gestört. Es wurde allerdings störend, als wir zurück in Heiligenstadt waren und die weiteren Pläne überdachten. Erst mal was in den Magen: Gesagt, getan, hinein in die Dorfkneipe, um Kaffee und Kuchen zu bekommen... Da bediente jedoch die über 80jährige Omma in Kittelschürze und Hörgerät, was uns zunächst nichts Gutes ahnen ließ. Aushilfe, weil über den Tag nichts los ist? Kaffee, Kakao? Ja, bitte deutlich sprechen! Kuchen gab es auch, wir mussten unsere Wünsche nur eben deutlich ansagen. Das Ergebnis war dann aber eine angenehme Überraschung – der Kuchen lecker, frisch und hausgemacht (hmm, Pfirsich-Sahne-Torte) und der Kakao mit richtiger Milch. :)
Der nächste Schritt war dann die Heimsuchung eines Supermarktes, um uns für die Wanderung mit Reiseproviant zu versorgen. Immerhin stand das Wochenende vor der Tür und da war nicht damit zu rechnen, jederzeit einen passenden Laden anzutreffen. Ein freundlicher Eingeborener wies uns den Weg und nicht all zu viel später kehrten wir reich beladen zurück in die Herberge. Dort noch mal aufgewärmt und erholt und dann auf zum empfohlenen Gasthof fürs Abendessen.
Das war in Veilbronn, nur ein paar Fahrminuten weiter. Inzwischen regnete es auch richtig und machte keine Anstalten, in absehbahrer Zeit damit aufhören zu wollen. Egal, erst mal Essen. Und das war reichlich und lecker, auch wenn wir uns ein wenig vorkamen, wie in eine Familienfeier geplatzt. Egal, hauptsache Essen. Essen ist wichtig. ;)
Nach dem Essen... regnete es immer noch. Richtiger unangenehmer starker Regen, bei dem es sich auch nicht schön Fahren ließ im Dunkeln mit blendenden Lichtern. Trotzdem haben wir Nina zurück zur Herberge geschafft und dann schon mal ein Auto ans Ziel unserer Reise gestellt. Egloffstein, da wollten wir hin. Waren auf der direkten Straße ja nur 23 km – von denen ich im Regen aber nicht viel gesehen habe. Nun ja, man wusste, dass wir kommen wollten und hatte auch einen Platz fürs Auto. Hinterm Carport auf einer Wiese. Aber gut, da findet es keiner, da kanns auch keiner klauen. ;)
Mit dem zweiten Auto gings durch den Regen zurück zur Pension, und da haben wir den restlichen Abend noch mit ein paar Spielen verbracht. Nicht mehr lange, es war ja ein langer Tag gewesen... Und für den nächsten Tag stand die erste Etappe der Wanderung bevor. :)
Stimmung:
unternehmungslustig
Für mich begann die Wanderung mit dem Einsammeln der Mitreisenden. Erst Nina, die am Donnerstag Nachmittag (leider mit Verspätung) mit dem Zug aus Wien gekommen ist, dann Silph, die Freitag
Erste Station und Ausgangspunkt unserer Wanderung: Markt Heiligenstadt in der Fränkischen Schweiz, genauer gesagt, der Ortsteil Traindorf und dort die Pension Haase. Zuvor aber gab es ein Treffen auf der Autobahn mit dem zweiten Auto, in dem Bettina und Rani herzueilten. Nach allgemeiner Willkommensfreude haben wir uns gleichmäßg auf die beiden Autos verteilt und das Ziel angesteuert. Leider verließ uns unterwegs der Geist des Navigationsgerätes und raubte mir mit seinen Anweisungen meinigen, aber angekommen sind wir schließlich doch.
Die Pension Haase empfing uns freundlich, die Zimmer waren schön, nur das Wetter war ein wenig besorgniserregend. Nun ja, konnte uns an diesem Freitag ja noch egal sein, noch hatten wir zwei Autos zur Verfügung und keine Veranlassung, im Regen herumzutrotten. Wir nutzten die Zeit vielmehr zu einer Rast und danach zum besuch auf der über Heiligenstadt thronenden Burg Greifenstein.
Oben an der Burg standen wir vor dem geschlossenen Tor. Es gab eine Tafel, auf der mit Kreide der Termin für die nächste Führung stand – und wir warteten darauf. Es begann zu tröpfeln, wir warteten und wir waren die Führung. Und ich muss sagen, eine sehr schöne Burg, der man sehr wohl anmerkt, dass sie in Privatbesitz ist und bewohnt wird. Von berühmten Leuten, nämlich der Familie Schenk von Stauffenberg. Ja, genau die Stauffenberg mit dem Attentat. So führte die Führung denn auch durch die Waffen- und Kriegssammlung der Familie, der durchaus anzumerken war, dass sie persönlichem Sammlerinteresse folgte und keinem musealem Anspruch. Trotzdem Wahnsinn, was da an Säbeln und Rüstzeug zusammengetragen war. Ich fand natürlich auch die Messer spannender, als die Schusswaffen und Gasmasken. *g* Dann gabs noch die Kapelle zu sehen, den Ahnensaal mit den Wappen aller in die Familie eingeheirateten Damen (ich find ja den Titel Reichserbtruchsessin toll *g*), die Geweihsammlung und auch die Bibliothek. Bemerkenswert, dass zwischen den ganzen wertvollen historischen Büchern auch ganz normale „aktuelle“ Bücher stehen. Es ist eben eine Bibliothek, die auch heute noch genutzt wird. Und das macht eben das Besondere an dieser Burg, sie ist kein totes Museum sondern eine Burg die bewohnt wird und die jemand gern hat und wertschätzt. Schön. :) Uns hat die Burg jedenfalls sehr gut gefallen. Die Einrichtung, die Türmchen, die Wasserspeier und vor allem auch die Rosen im Innenhof.
Ich mochte die schönen schmiedeeisernen Gitter überall. Und die Rosen natürlich. Sehenswert sollte zudem noch der Brunnen im Innenhof sein, 92 m tief und von
Ein schöner Ausflug jedenfalls. :) Da hat uns auch das bißchen Getropfe nicht gestört. Es wurde allerdings störend, als wir zurück in Heiligenstadt waren und die weiteren Pläne überdachten. Erst mal was in den Magen: Gesagt, getan, hinein in die Dorfkneipe, um Kaffee und Kuchen zu bekommen... Da bediente jedoch die über 80jährige Omma in Kittelschürze und Hörgerät, was uns zunächst nichts Gutes ahnen ließ. Aushilfe, weil über den Tag nichts los ist? Kaffee, Kakao? Ja, bitte deutlich sprechen! Kuchen gab es auch, wir mussten unsere Wünsche nur eben deutlich ansagen. Das Ergebnis war dann aber eine angenehme Überraschung – der Kuchen lecker, frisch und hausgemacht (hmm, Pfirsich-Sahne-Torte) und der Kakao mit richtiger Milch. :)
Der nächste Schritt war dann die Heimsuchung eines Supermarktes, um uns für die Wanderung mit Reiseproviant zu versorgen. Immerhin stand das Wochenende vor der Tür und da war nicht damit zu rechnen, jederzeit einen passenden Laden anzutreffen. Ein freundlicher Eingeborener wies uns den Weg und nicht all zu viel später kehrten wir reich beladen zurück in die Herberge. Dort noch mal aufgewärmt und erholt und dann auf zum empfohlenen Gasthof fürs Abendessen.
Das war in Veilbronn, nur ein paar Fahrminuten weiter. Inzwischen regnete es auch richtig und machte keine Anstalten, in absehbahrer Zeit damit aufhören zu wollen. Egal, erst mal Essen. Und das war reichlich und lecker, auch wenn wir uns ein wenig vorkamen, wie in eine Familienfeier geplatzt. Egal, hauptsache Essen. Essen ist wichtig. ;)
Nach dem Essen... regnete es immer noch. Richtiger unangenehmer starker Regen, bei dem es sich auch nicht schön Fahren ließ im Dunkeln mit blendenden Lichtern. Trotzdem haben wir Nina zurück zur Herberge geschafft und dann schon mal ein Auto ans Ziel unserer Reise gestellt. Egloffstein, da wollten wir hin. Waren auf der direkten Straße ja nur 23 km – von denen ich im Regen aber nicht viel gesehen habe. Nun ja, man wusste, dass wir kommen wollten und hatte auch einen Platz fürs Auto. Hinterm Carport auf einer Wiese. Aber gut, da findet es keiner, da kanns auch keiner klauen. ;)
Mit dem zweiten Auto gings durch den Regen zurück zur Pension, und da haben wir den restlichen Abend noch mit ein paar Spielen verbracht. Nicht mehr lange, es war ja ein langer Tag gewesen... Und für den nächsten Tag stand die erste Etappe der Wanderung bevor. :)
Stimmung:
unternehmungslustig