Tag 3 – Pottenstein bis Leienfels
25 Sep 2008 08:06 pmDer morgendliche Schwung nach zwei langen Wanderstrecken hielt sich eher in Grenzen. Das Frühstück war aber gut, das Gepäck wurde wieder transportiert – mussten wir uns nur noch selber zum nächsten Reiseziel transportieren. Diesmal nur eine kurze Tagesstrecke, laut Plan „nur“ 12,5 km.
Zunächst ging es aber erst mal in die höllischen Tiefen der Erde – in die Teufelshöhle:

Es war nicht all zu weit bis zur Höhle, ging an der Sommerrodelbahn vorbei und dann am Hang entlang zum Teufelsloch. Ein wahrlich beeindruckender großer Eingang, bei dem man sehr wohl einen Zugang zur Unterwelt vermuten könnte. Wir warteten da aber recht unspektakulär auf einer Bank, hatten teils Blick auf den riesigen Parkplatz und die sich sammelnden Höhlenbesucher. So früh am morgen waren das zum Glück noch nicht sehr viele, aber es war deutlich, dass hier alle Touristenströme zusammenliefen und alle Reisebusse ausgekippt wurden.
Wie Wikipedia so schön sagt: „Die Teufelshöhle ist die kommerziell wohl besterschlossene Schauhöhle Deutschlands.“ Kommerziell, das trifft es gut.
Zweifellos war die Höhle mit ihren hohen Sälen und den vielen Tropfsteinen beeindruckend – aber es war eben offensichtlich kommerziell und touristisch. Es gab Lichtshows in den einzelnen Räumen, Musik und Stimmen vom Band und der Führer begann seine Tour mit: „Liebe Kinder Jetzt sind wir mal alle schön leise und bleiben stehen...“
Äh, ja. Dann folgte die Tonbandstimme und die Musik und schließlich die Tour durch die Höhle. Vermutlich machten auch die planierten, betonierten Verbindungsgänge diesen eher sterilen Eindruck einer Touristenabfertigung – die kleine charmante Binghöhle hat mir da im Gegenzug doch viel besser gefallen. Ich mein, wie soll man denn von Tropfsteinen beeindruckt sein, wenn nicht mal verboten wird, sie anzufassen? Wenn man in der Höhle einfach so fotographieren darf?

Die Tropfsteine waren aber trotzdem hübsch, auch wenn ich nicht immer wirklich einen Bezug zu den phantastischen Namen gesehen hab. Kreuzigungsgruppe und drei Kaiser... waren halt jeweils drei (schöne) Stalagmiten, aber jetzt weder gekreuzigt noch kaiserlich. Auch die Nibelungen hab ich nicht wirklich erkannt...
Nach ettlichen Gängen, Sälen und Treppen erreichten wir dann wieder das Tageslicht. Praktischerweise oberhalb der Höhle, so dass wir schon einige Höhenmeter gut gemacht hatten. Um diesen Effekt nicht zu ruinieren, haben wir beschlossen, einfach dem nächsten Wegweiser nach Kirchenbirkig, dem nächsten Etappenziel, hinterherzulaufen und nicht ins Tal zum Frankenweg zurückzukehren. Vermutlich haben wir uns damit eine hübsche Mühle gespart – und einen steilen Aufstieg.
So ging es doch eher gemächlich bergauf, an Wiesen und Waldrändern entlang und sinnlos um ein Kleefeld. Bis zu diesem Schild:

Spaßig. *g*
Der Wanderweg führte tatsächlich kreuz und quer über den Golfplatz, wo zum Montag Vormittag tatsächlich auch Spieler unterwegs waren. Wie abenteuerlich, wie exotisch – ich hab noch nie einen Golfplatz so aus der Nähe gesehen...
Am Ende erreichten wir aber tatsächlich kirchenbirkig, wo uns eine redselige Eingeborene bereitwillig den Weg in den Ortskern und zurück zum Frankenweg wies. Wir warfen einen kurzen Blick in die kleine Kirche... und dann wurde es allmählich nass von oben. Regen. Nieselregen, der allmählich etwas stärker wurde. Nie wirklicher Starkregen, aber eben beständig nass. Und warm auch nicht gerade. *seufz*
Gut, dass es an dem Tag keine Langstrecke war. So liefen wir zwar noch anderthalb Stunden durch den Wald, aber auf Forstwegen und ohne große Steigungen. Davon gabs dann am Ende nach einer Wiesenstrecke noch einen hinauf zur Burgruine Leienfels.
Leienfels ist ein winziges Dörfchen mit einem Gasthof im Zentrum. – Unserem Gasthof, der uns freundlich aufnahm, obwohl am Montag eigentlich Ruhetag war. Aber die Zmmer waren bereit, kuschelig warm, und selbst fürs Abendessen war gesorgt (in dem Nest hätten wir auch nichts anderes gefunden). Bratwürste sind da doch durchaus ausreichend.
Wir waren also am Nachmittag schon gut angekommen und versorgt, haben uns auf dem Balkon gestärkt und anderen Wanderern draußen im Regen zugeschaut. – Eine Überraschung gab es aber doch noch. Antje kam!
Überraschung nicht unbedingt, weil sie ja angekündigt war und sich um ein Nachtquartier gekümmert hatte – aber doch eine abendliche Freude. *g* Antje konnte zwecks wachsendem Bauch dieses Jahr nicht mit auf Wandertour gehen, aber so hat sie uns ja wenigstens besucht. :) Ein Abend zum Quatschen und Neuigkeiten austauschen, zum Spielen und später noch zum Märchen vorlesen.
Und natürlich zum Frühstücken und gratulieren – aber das ist dann schon der nächste Tag. Der folgt dann hier demnächst, in diesem Theater. *g*
Stimmung:
verregnet
Zunächst ging es aber erst mal in die höllischen Tiefen der Erde – in die Teufelshöhle:
Es war nicht all zu weit bis zur Höhle, ging an der Sommerrodelbahn vorbei und dann am Hang entlang zum Teufelsloch. Ein wahrlich beeindruckender großer Eingang, bei dem man sehr wohl einen Zugang zur Unterwelt vermuten könnte. Wir warteten da aber recht unspektakulär auf einer Bank, hatten teils Blick auf den riesigen Parkplatz und die sich sammelnden Höhlenbesucher. So früh am morgen waren das zum Glück noch nicht sehr viele, aber es war deutlich, dass hier alle Touristenströme zusammenliefen und alle Reisebusse ausgekippt wurden.
Wie Wikipedia so schön sagt: „Die Teufelshöhle ist die kommerziell wohl besterschlossene Schauhöhle Deutschlands.“ Kommerziell, das trifft es gut.
Zweifellos war die Höhle mit ihren hohen Sälen und den vielen Tropfsteinen beeindruckend – aber es war eben offensichtlich kommerziell und touristisch. Es gab Lichtshows in den einzelnen Räumen, Musik und Stimmen vom Band und der Führer begann seine Tour mit: „
Äh, ja. Dann folgte die Tonbandstimme und die Musik und schließlich die Tour durch die Höhle. Vermutlich machten auch die planierten, betonierten Verbindungsgänge diesen eher sterilen Eindruck einer Touristenabfertigung – die kleine charmante Binghöhle hat mir da im Gegenzug doch viel besser gefallen. Ich mein, wie soll man denn von Tropfsteinen beeindruckt sein, wenn nicht mal verboten wird, sie anzufassen? Wenn man in der Höhle einfach so fotographieren darf?
Die Tropfsteine waren aber trotzdem hübsch, auch wenn ich nicht immer wirklich einen Bezug zu den phantastischen Namen gesehen hab. Kreuzigungsgruppe und drei Kaiser... waren halt jeweils drei (schöne) Stalagmiten, aber jetzt weder gekreuzigt noch kaiserlich. Auch die Nibelungen hab ich nicht wirklich erkannt...
Nach ettlichen Gängen, Sälen und Treppen erreichten wir dann wieder das Tageslicht. Praktischerweise oberhalb der Höhle, so dass wir schon einige Höhenmeter gut gemacht hatten. Um diesen Effekt nicht zu ruinieren, haben wir beschlossen, einfach dem nächsten Wegweiser nach Kirchenbirkig, dem nächsten Etappenziel, hinterherzulaufen und nicht ins Tal zum Frankenweg zurückzukehren. Vermutlich haben wir uns damit eine hübsche Mühle gespart – und einen steilen Aufstieg.
So ging es doch eher gemächlich bergauf, an Wiesen und Waldrändern entlang
Spaßig. *g*
Der Wanderweg führte tatsächlich kreuz und quer über den Golfplatz, wo zum Montag Vormittag tatsächlich auch Spieler unterwegs waren. Wie abenteuerlich, wie exotisch – ich hab noch nie einen Golfplatz so aus der Nähe gesehen...
Am Ende erreichten wir aber tatsächlich kirchenbirkig, wo uns eine redselige Eingeborene bereitwillig den Weg in den Ortskern und zurück zum Frankenweg wies. Wir warfen einen kurzen Blick in die kleine Kirche... und dann wurde es allmählich nass von oben. Regen. Nieselregen, der allmählich etwas stärker wurde. Nie wirklicher Starkregen, aber eben beständig nass. Und warm auch nicht gerade. *seufz*
Gut, dass es an dem Tag keine Langstrecke war. So liefen wir zwar noch anderthalb Stunden durch den Wald, aber auf Forstwegen und ohne große Steigungen. Davon gabs dann am Ende nach einer Wiesenstrecke noch einen hinauf zur Burgruine Leienfels.
Leienfels ist ein winziges Dörfchen mit einem Gasthof im Zentrum. – Unserem Gasthof, der uns freundlich aufnahm, obwohl am Montag eigentlich Ruhetag war. Aber die Zmmer waren bereit, kuschelig warm, und selbst fürs Abendessen war gesorgt (in dem Nest hätten wir auch nichts anderes gefunden). Bratwürste sind da doch durchaus ausreichend.
Wir waren also am Nachmittag schon gut angekommen und versorgt, haben uns auf dem Balkon gestärkt und anderen Wanderern draußen im Regen zugeschaut. – Eine Überraschung gab es aber doch noch. Antje kam!
Überraschung nicht unbedingt, weil sie ja angekündigt war und sich um ein Nachtquartier gekümmert hatte – aber doch eine abendliche Freude. *g* Antje konnte zwecks wachsendem Bauch dieses Jahr nicht mit auf Wandertour gehen, aber so hat sie uns ja wenigstens besucht. :) Ein Abend zum Quatschen und Neuigkeiten austauschen, zum Spielen und später noch zum Märchen vorlesen.
Und natürlich zum Frühstücken und gratulieren – aber das ist dann schon der nächste Tag. Der folgt dann hier demnächst, in diesem Theater. *g*
Stimmung:
verregnet