3. Tag – Kirkwall
5 Jul 2012 10:13 pmVon der italienischen Kapelle ist es nicht mehr weit bis Kirkwall, der Hauptstadt der Orkney-Inseln und der größten Stadt auf Mainland. Am Namen erkennt man schon die nordischen Wurzeln, die die Inseln mehr prägen, als die Zugehörigkeit zu Schottland. Die Inseln sind mehr Norwegen als Schottland, mehr Wikinger als König Artus. Unter den skandinavischen Jarls wurde die Ortschaft bereits 1046 gegründet – zu Schottland kam es erst gut 400 Jahre später, als König James III. die Orkneys erwarb.
Kirkwall trägt die Kirk – die Kirche – im Namen und die St.-Magnus-Kathedrale prägt auch das Bild der Stadt.

Auch Magnus Geschichte ist eine Wikingergeschichte und wird unter anderem auch in der Orkneyjinga Saga erzählt. Er diente den norwegischen Königen, verweigerte aber den Kampf bei einem Kriegszug in Wales in Angeley. Bei der Schlacht an der Menai Street, blieb er lieber an Bord des Schiffes, um Psalmen zu singen. Er musste daraufhin fliehen und fand in Schottland Asyl, wo er auf den Orkneys mit seinem Vetter Haakon regierte. Die geteilte Herrschaft blieb aber nicht lange friedlich. Sie einigten sich auf Friedensverhandlungen zu Gründonnerstag auf der Insel Egilsay, zu der beide jeweils mit zwei Schiffen kommen sollten – Haakon brachte acht. Magnus wurde gefangen genommen und schließlich umgebracht. Vom Koch, die Saga weiß es so genau. Es war Magnus Neffe Rognvald, der den Bau der großen Kathedrale veranlasste – und dort sollen sie heute beide ruhen (jeweils in einer Säule). St. Magnus und St. Rognvald, die beide heilig gesprochen wurden.

Wir haben die Kirche natürlich besichtigt – vorher aber noch den Earlspalast und den Bischofspalast von Kirkwall. Beides sind Ruinen, die sich neben der Kirche gegenüberstehen. Immer hübsch weltliche und geistliche Macht gegenüber, damit der andere ja nicht zu viel Einfluß gewinnt. Beide wurden im 17. Jahrhundert gebaut bzw. ausgebaut. Der Earls Palace von Patrick Steward dem Earl von Orkney, während der Bischofspalast von der Kirche übernommen wurde. Es gab dort auch vorher schon einen Bischofspalast aus den Gründerzeiten der Kirche – aber dieser Palast lag lange in Ruinen. Erst zu Patrick Stewards Zeiten wurden beide Paläste wieder aufgebaut. – ich muß allerdings gestehen, dass ich in den Familienverhältnissen der Stewards die Orientierung verloren habe, weil die alle entweder Patrick oder Robert hießen… und irgendwie mit Maria Stuart verwandt waren. Die war natürlich auch mal hier.
Erst mal der Bischofspalast:

Dann der Earlspalast:

Von dem ich auch noch diese hübschen Vergleichsbilder habe – einmal 2007 und einmal 2012. Sogar das Wetter war ähnlich. Pünktlich bei Betreten der Ruine begann es zu regnen. ;)


Danach haben wir uns beim örtlichen Supermarkt was zu essen gesucht – und haben uns nach mal in den Osten der Insel aufgemacht, um noch ein paar Hügelgräber zu finden. ;) Hügel haben wir gefunden, aber rein könnten wir nicht. Steine haben wir nicht gefunden und auch nicht die heilige Quelle. Die Schotten verstecken ihre heiligen Quelle… Aber es war trotzdem noch ein netter Abendausflug.
Stimmung:
unterwegs
Kirkwall trägt die Kirk – die Kirche – im Namen und die St.-Magnus-Kathedrale prägt auch das Bild der Stadt.

Auch Magnus Geschichte ist eine Wikingergeschichte und wird unter anderem auch in der Orkneyjinga Saga erzählt. Er diente den norwegischen Königen, verweigerte aber den Kampf bei einem Kriegszug in Wales in Angeley. Bei der Schlacht an der Menai Street, blieb er lieber an Bord des Schiffes, um Psalmen zu singen. Er musste daraufhin fliehen und fand in Schottland Asyl, wo er auf den Orkneys mit seinem Vetter Haakon regierte. Die geteilte Herrschaft blieb aber nicht lange friedlich. Sie einigten sich auf Friedensverhandlungen zu Gründonnerstag auf der Insel Egilsay, zu der beide jeweils mit zwei Schiffen kommen sollten – Haakon brachte acht. Magnus wurde gefangen genommen und schließlich umgebracht. Vom Koch, die Saga weiß es so genau. Es war Magnus Neffe Rognvald, der den Bau der großen Kathedrale veranlasste – und dort sollen sie heute beide ruhen (jeweils in einer Säule). St. Magnus und St. Rognvald, die beide heilig gesprochen wurden.

Wir haben die Kirche natürlich besichtigt – vorher aber noch den Earlspalast und den Bischofspalast von Kirkwall. Beides sind Ruinen, die sich neben der Kirche gegenüberstehen. Immer hübsch weltliche und geistliche Macht gegenüber, damit der andere ja nicht zu viel Einfluß gewinnt. Beide wurden im 17. Jahrhundert gebaut bzw. ausgebaut. Der Earls Palace von Patrick Steward dem Earl von Orkney, während der Bischofspalast von der Kirche übernommen wurde. Es gab dort auch vorher schon einen Bischofspalast aus den Gründerzeiten der Kirche – aber dieser Palast lag lange in Ruinen. Erst zu Patrick Stewards Zeiten wurden beide Paläste wieder aufgebaut. – ich muß allerdings gestehen, dass ich in den Familienverhältnissen der Stewards die Orientierung verloren habe, weil die alle entweder Patrick oder Robert hießen… und irgendwie mit Maria Stuart verwandt waren. Die war natürlich auch mal hier.
Erst mal der Bischofspalast:

Dann der Earlspalast:

Von dem ich auch noch diese hübschen Vergleichsbilder habe – einmal 2007 und einmal 2012. Sogar das Wetter war ähnlich. Pünktlich bei Betreten der Ruine begann es zu regnen. ;)


Danach haben wir uns beim örtlichen Supermarkt was zu essen gesucht – und haben uns nach mal in den Osten der Insel aufgemacht, um noch ein paar Hügelgräber zu finden. ;) Hügel haben wir gefunden, aber rein könnten wir nicht. Steine haben wir nicht gefunden und auch nicht die heilige Quelle. Die Schotten verstecken ihre heiligen Quelle… Aber es war trotzdem noch ein netter Abendausflug.
Stimmung:
unterwegs