4. Tag – Rousay
6 Jul 2012 09:03 pmUrsprünglich wollten wir gern die Flugverbindung innerhalb der Inseln nutzen. Die Inseln gleichzeitig von oben sehen und auch eine der weiter draußen liegenden Inseln erkunden. Immerhin gilt der Flug von Westray nach Papa Westray als kürzester Linienflug der Welt, für den man sogar ein Zertifikat bekommt. Leider waren sämtliche Flüge an den uns zur Verfügung stehenden Tagen ausgebucht – kein Wunder, die Maschine hat ja nur 6 Plätze (inklusive Pilot). Wir mussten uns also etwas anderes und haben Paddys Touren auf der Nachbarinsel Rousay entdeckt. Klick für Link Großartige Idee! Für wenig Geld sind wir den ganzen tag auf der Insel unterwegs gewesen, sind chauffiert worden und hatten kundige Reisebegleitung und Mittagessen gab es auch noch. Wirklich großartig! Allein hätten wir das alles nie gesehen!
Aber der Reihe nach. Um auf die andere Insel zu kommen, mussten wir natürlich Fähre fahren – und auf dem Weg zur Fähre haben wir gleich noch an der ein oder anderen Sehenswürdigkeit Halt gemacht und sind in prähistorische Löcher gekrochen.
Das erste war das Erdhaus von Rennibister. – Auf Orkney kann man sagen, dass man nur ein Loch graben muss, um auf prähistorische Fundamente zu stoßen. Bei Rennibister war es so, dass in den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts eine Dreschmaschine eingebrochen ist. So findet sich die Stätte heute auch mitten im Hof einer Farm. Da ist lediglich ein Eckchen mit einem Zaun abgetrennt, dann ist da eine Klappe im Boden, die muss man nur noch aufklappen und kann reinklettern.

Ist ja schon ziemlich abenteuerlich, in irgendwelche Löcher zu klettern, wo es erst mal nur dunkel ist. Abenteuerlich, aber auch spannend. *g* Man findet eine überraschend geräumige Kammer unten in dem Loch. Man kann problemlos aufrecht stehen und die mächtigen Steine bewundern. Von der Kammer aus gibt es noch weitere Seitkammern und einen 70 x 70 cm engen Gang, der ursprünglich der Zugang zu der Anlage war. Ob das ein Lager oder ein Wohnraum war, eine rituelle Stätte… man weiß es wieder nicht. Man hat in der Kammer aber Knochen von mehreren Erwachsenen und Kindern gefunden. Sehr spannend das ganze.
Die nächste Besichtigung führte uns zum Cuween Hill Cairn, der mit spektakulärer Aussicht über der Bucht thront. Wieder ein Hügelgrab, ein grün bewachsener Hügel – der bei den Einheimischen passenderweise „fairy hill“ genannt wird, da nach altem Glauben Feenwesen und Trolle solche Hügel bewohnen.

Tatsächlich handelt es sich um eine vermutlich 3000 v. Chr. Errichtete Grabanlage ähnlich wie Maes Howe. – Und man kann einfach so reinkriechen. Taschenlampe ist freilich empfehlenswert. Es gab zwar eine Box mit Taschenlampe am Cairn, die aber keinen Saft hatte. Aber wir sind ja ausgerüstet. *g*
Den Eingang bildet eine weniger als 1 m hohe und ziemlich enge Passage, die laut Wikipedia über 5 Meter lang ist… Okay, so lang kam sie mir nicht vor, aber es war schon ziemliches Gekrieche und Gequetsche, um da reinzukommen. Innen ist das Grab sehr geräumig und bietet auch noch eine große Nebenkammer. Und natürlich eine beeindruckende Steinarchitektur. Das ganze war ursprünglich eine Grabstätte, auch wenn nicht sehr viele Knochen drinnen gefunden wurde. Man vermutete, dass das Grab zwischendurch versiegelt wurde, nach einigen Jahren ausgeräumt wurde, neu belegt und neu versiegelt. Außerdem hat man im Grab noch 24 Hundeschädel gefunden. Man vermutet, dass die Hunde eine Art Totemtier dieser Leute war, so wie Adlerkrallen und Otterknochen bei den Adler- bzw. Otterleuten im Süden. Klingt für mich nach einer durchaus brauchbaren Theorie. ;)
Den dritten Cairn auf dem Weg, den Wideford Hill Cairn, haben wir uns gespart. Da musste man ein Stück hinlaufen, es regnete und wir wollten ja auch pünktlich zur Fähre.
( Weiter nach Rousay )
Stimmung:
andere Zeiten erkunden
Aber der Reihe nach. Um auf die andere Insel zu kommen, mussten wir natürlich Fähre fahren – und auf dem Weg zur Fähre haben wir gleich noch an der ein oder anderen Sehenswürdigkeit Halt gemacht und sind in prähistorische Löcher gekrochen.
Das erste war das Erdhaus von Rennibister. – Auf Orkney kann man sagen, dass man nur ein Loch graben muss, um auf prähistorische Fundamente zu stoßen. Bei Rennibister war es so, dass in den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts eine Dreschmaschine eingebrochen ist. So findet sich die Stätte heute auch mitten im Hof einer Farm. Da ist lediglich ein Eckchen mit einem Zaun abgetrennt, dann ist da eine Klappe im Boden, die muss man nur noch aufklappen und kann reinklettern.

Ist ja schon ziemlich abenteuerlich, in irgendwelche Löcher zu klettern, wo es erst mal nur dunkel ist. Abenteuerlich, aber auch spannend. *g* Man findet eine überraschend geräumige Kammer unten in dem Loch. Man kann problemlos aufrecht stehen und die mächtigen Steine bewundern. Von der Kammer aus gibt es noch weitere Seitkammern und einen 70 x 70 cm engen Gang, der ursprünglich der Zugang zu der Anlage war. Ob das ein Lager oder ein Wohnraum war, eine rituelle Stätte… man weiß es wieder nicht. Man hat in der Kammer aber Knochen von mehreren Erwachsenen und Kindern gefunden. Sehr spannend das ganze.
Die nächste Besichtigung führte uns zum Cuween Hill Cairn, der mit spektakulärer Aussicht über der Bucht thront. Wieder ein Hügelgrab, ein grün bewachsener Hügel – der bei den Einheimischen passenderweise „fairy hill“ genannt wird, da nach altem Glauben Feenwesen und Trolle solche Hügel bewohnen.

Tatsächlich handelt es sich um eine vermutlich 3000 v. Chr. Errichtete Grabanlage ähnlich wie Maes Howe. – Und man kann einfach so reinkriechen. Taschenlampe ist freilich empfehlenswert. Es gab zwar eine Box mit Taschenlampe am Cairn, die aber keinen Saft hatte. Aber wir sind ja ausgerüstet. *g*
Den Eingang bildet eine weniger als 1 m hohe und ziemlich enge Passage, die laut Wikipedia über 5 Meter lang ist… Okay, so lang kam sie mir nicht vor, aber es war schon ziemliches Gekrieche und Gequetsche, um da reinzukommen. Innen ist das Grab sehr geräumig und bietet auch noch eine große Nebenkammer. Und natürlich eine beeindruckende Steinarchitektur. Das ganze war ursprünglich eine Grabstätte, auch wenn nicht sehr viele Knochen drinnen gefunden wurde. Man vermutete, dass das Grab zwischendurch versiegelt wurde, nach einigen Jahren ausgeräumt wurde, neu belegt und neu versiegelt. Außerdem hat man im Grab noch 24 Hundeschädel gefunden. Man vermutet, dass die Hunde eine Art Totemtier dieser Leute war, so wie Adlerkrallen und Otterknochen bei den Adler- bzw. Otterleuten im Süden. Klingt für mich nach einer durchaus brauchbaren Theorie. ;)
Den dritten Cairn auf dem Weg, den Wideford Hill Cairn, haben wir uns gespart. Da musste man ein Stück hinlaufen, es regnete und wir wollten ja auch pünktlich zur Fähre.
( Weiter nach Rousay )
Stimmung:
andere Zeiten erkunden