18 Jul 2012

rabensturm: (kompass)
Wir sind wieder da nach reichlich 60 km in drei Tagen. Wir sind in der Oberlausitz bzw. im Zittauer Gebirge gewandert – eine wirklich schöne Gegend, schöne Landschaft, lauschige Dörfer, tolle Aussicht. Das Wetter hat auch mitgespielt (und immer erst dann gewittert, wenn wir angekommen waren), die Unterkünfte waren toll und der Service hat auch geklappt.

Im Detail schreibe ich noch was zur Wanderung, später… wenn ich mit dem Schottlandbericht mal fertig bin.

Jetzt gibt’s erst mal nur ein kleines Stimmungsbildchen:



(natürlich sind wir die langen Strecken mit ordentlichem Schuhwerk gewandert)

…und random… Zitaten, die mir noch so einfallen:

- wir sind in 25 km 50 Jahre gealtert
- Wir sinken nicht! Wir sinken nicht!
- …der zertanzte Krug von Heinrich von Kleist

Stimmung:
amüsiert
rabensturm: (feder)
Also weiter mit der Reise – wir waren in Inverurie und hatten uns in Aberdeenshire schon eine ganze Menge Steine und Steinkreise angeschaut. Was uns noch fehlte, war eine heilige Quelle… oder eine königliche Quelle. Silph hatte da passenderweise die Queens Well in den Grampians entdeckt. Mitten im Naturschutzgebiet, am Ende winziger Sträßelchen. Vom letzten Parkplatz aus waren es 3 oder 4 km bis zur Quelle, was ja durchaus schaffbar ist. Tja, dachten wir… aber da war ja auch noch das Wetter:



Wir sind nicht wirklich weit gekommen, haben uns angesichts der immer grauer und dunkler werdenden Wolken, Regen und Nebel dann entschieden, lieber umzudrehen. Vermutlich hätte es am Ziel ohnehin nichts zu sehen gegeben. Ein bisschen schade ist es um die Quelle aber doch, die sah auf den Bilder hübsch aus…

Egal, wir sind weiter gefahren nach Süden und haben zunächst zwei große Hillforts mitgenommen. Eins, um genau zu sein, da wir bei den gegenüberliegenden Hills mit Forts nur auf einen gestiegen sind. White Hill Fort im Gegensatz zum benachbarten Brown Hill Fort.



Was für eine riesige Anlage! Da kann man nur in Fußballfeldern reden. Und was für ein großartiger Ausblick! Rundumblick in alle Richtungen, ein unschlagbarer strategischer Vorteil. Fruchtbare Ebenen ringsum, auf denen man Freund und Feind schon von weitem sehen kann.

Das Brown Hill Fort gegenüber war nicht ganz so spektakulär, da einfach weniger Mauern und Reste übrig sind. Nach dem Aufstieg zum White Hill Fort hatten wir aber auch keine Lust noch auf den anderen Berg zu steigen.

Weiter ging es mit weiteren Piktischen Steinen. Hier ein besonders hübsches Exemplar aus Aberlemno, wo es noch mehrere von den Steinen gab.



„Pikten“ ist der römische Name für die Stämme in Schottland. Es heißt „die Bemalten“ und führt uns sofort die Bilder blaubemalter Wilder vor Augen. Man findet ihre Zeugnisse – vor allem die gravierten Piktischen Steine – vom 5. bis zum 9. Jahrhundert, bevor die Pikten, ihre Sprache und ihre Kultur, allmählich verschwinden. Die Pikten gehen in den Stämmen der Skoten auf. Es bleiben etliche Ortsnamen und eben die Steine.

Man kann die Piktischen Steine in drei Klassen unterteilen, was am Alter und der Motivwahl hängt. Die ältesten Steine aus dem 5. und 6. Jahrhundert zeigen Symbole, aber auch naturalistische Jagd- und Tierszenen. Später kommen christliche Symbole dazu, vierflüglige Engel und vor allem Kreuzdarstellungen. Auf dem Foto vom Stein in Aberlemno ist ein besonders häufiges Symbol erkennbar – die Doppelscheibe mit dem Z-Stab. Was es bedeutet... keine Ahnung.

Den nächsten Piktischen Stein haben wir in der Kirche von Eassie gefunden. Ein Stein mit Kreuz und Engeln, der im 18. oder 19. Jahrhundert in einem Flussbett gefunden und dann dort aufgestellt wurde. Ein schöner Stein und eine hübsche Kirchenruine:



Und dann gab es an diesem steinreichen Tag noch das Erdhaus und das Taubenhaus von Tealing. Erdhaus ist allerdings zu viel gesagt, da es sich eher um einen Kellergang handelte, der früher wohl mit einem Lagerhaus überdacht war. Heute gibt’s nur noch den Gang, der nach oben offen ist.

Station gemacht haben wir an dem Tag in Cupar, der alten Hauptstadt von Fife.



Nettes Städtchen, günstiges B & B und angeblich das beste indische Restaurant Schottlands. Keine Ahnung, ob es sich dabei nur um Eigenwerbung handelt – lecker war es allemal.

Stimmung:
steinig

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