Bibracte und Château de Couches
10 Aug 2024 04:16 pmAm nächsten Tag ging es gleich wieder in die Welt der Gallier und Römer – nach Bibracte, einer gallischen Siedlung, die wiederum in Cäsars Gallischem Krieg eine Rolle spielte. Bibracte war von Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. Bis Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. Hauptstadt des gallischen Stammes der Haeduer. Die waren zeitweilig Verbündete der Römer, andererseits schlossen sie sich auch dem Aufstand gegen Rom an, hier in Bibracte wurde Vercingetorix (der kein Haeduer war) zum Anführer der gallischen Stämme gewählt.
Ungefähr 15 v. Chr. wurde ungefähr 25 km entfernt die römische Stadt Augustodunum (Autun) gegründet. Bibracte wurde nach und nach von seinen Einwohnern verlassen, auch wenn die Kulte weiterhin in den Tempeln und bei den Brunnen ausgeübt und die aristokratischen Häuser weiterhin instand gehalten wurden. Aus Texten des 13. Jahrhunderts weiß man von einer Messe an jedem ersten Mittwoch im Mai. Im 15. und 16. Jahrhundert stand ein Kloster der Minoriten auf dem Beuvray.
Erstaunlicherweise ging auch hier (wie bei Alesia) dass Wissen um die Lage des historischen Ortes verloren. Im 19. Jahrhundert wuchs aber auch hier das Interesse eines solchen Ortes nationaler (gallischer) Bedeutung, da herrschte jedoch noch die Auffassung, dass Autun sich an der Stelle von Bibracte befindet und die gallische Siedlung in der römischen Stadt aufgegangen war. Durch Ausgrabungen mit Geldern von Napoleon III. auf dem Mont Beuvray wurde Bibracte dann endgültig hier lokalisiert.
Heute befindet sich am Mont Beuvray ein großes Museum zu Bibracte und der keltischen Zivilisation – und es gibt die Ausgrabungen, die man sich anschauen kann. Es wird auch immer noch gegraben und geforscht.
1. Überraschung: der Besuch der Ausgrabungsstätte kostet nix. 2. Überraschung: das ist wirklich ein sehr großes Gelände da oben auf dem Berg. Und man muss hochlaufen, das zieht sich bergauf auch ganz schön… also müssen, es fährt auch ein kostenloser Pendelbus. Wir sind hochzu erst mal gelaufen, auch wenn es anstrengend war, war es auch ein sehr schöner Weg durch einen sehr schönen Wald.

Dann kommt man an die Befestigungsmauer der Stadt, es gibt noch Spuren der einstigen Wallanlagen – aber auch eine Rekonstruktion der gallischen Mauer.

Dann hat man das ganze große Gelände vor sich, kann die verschiedenen Ausgrabungen anschauen und die noch vorhandenen Ruinen. Alles befindet sich oben auf dem Berg mit einer beeindruckenden Aussicht in die Gegend und mehr als genug Platz für eine Stadt.

Besonders sehenswert fand ich das mysteriöse Wasserbecken mitten auf der Hauptstraße:

Ein bootsförmiges Becken aus rosa Granit, ausgerichtet zum Sonnenaufgang der Wintersonnenwende und Sonnenuntergang der Sommersonnenwende. Warum das da steht und warum das so aussieht… man weiß es nicht, also verweist man erst mal auf kultische Zwecke.
Ich mochte auch die Heilige Quelle St. Pierre (auch eine Rekonstruktion).

In gallischer und gallo-römischer Zeit muss es zehn Quellen und fünf Brunnen auf dem Berg gegeben haben, einige davon wurden kultisch verehrt. Hier an dieser Quelle fand man Geldstücke und Votivtafeln und auch in christlichen Zeiten war es noch ein beliebter Anziehungspunkt.
Wie gesagt, es gibt eine Menge zu sehen und zu entdecken.

Bemängeln möchte ich, dass es oben auf dem ganzen großen Gelände keine Bänke gibt, um sich mal hinzusetzen. Es gibt auch wenig Schatten, aber das lässt sich weniger leicht beheben als die Sache mit den Bänken, die für Ältere und Kinder und Fußlahme gleichermaßen nützlich wären…
Wir waren fußlahm und verschwitzt – aber wir hatten auf dem Rückweg Glück, dass gerade der Pendelbus vorbeikam und uns noch mit aufgelesen hat. :)
Ins Restaurant unten sind wir ohne Reservierung nicht gekommen – aber sie verkauften wir Sandwiches, die wir auf dem Parkplatz verspeist haben. Dann noch ein Blick ins Museum – aber da haben wir uns mit dem Souvenirshop begnügt. Ein bisschen kennen wir uns mit den Kelten nun schon aus, da glaubten wir, auf das Museum verzichten zu können.
Wir wollte als Kontrast noch ein Schlösschen anschauen, also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Unterwegs sind wir sogar noch an ein paar stehenden Steinen vorbeigekommen, bei denen wir uns nicht viel Hoffnung gemacht hatten, die zu finden. Aber doch, mit beherztem Wendemanöver ging das und sie standen auch direkt an der Straße.

Sehr hübsch.
Auch das Schlösschen war sehr hübsch, Château de Couches, wieder in Privatbesitz, aber dafür konnten wir es diesmal auf eigene Faust erkunden.

Man konnte sich die hübsche Kapelle anschauen, die Kellergewölbe und einen unterirdischen Tunnel, und den Donjon und dessen Einrichtung.

Mehr geben meine Notizen dann nicht her… ich glaub, es war einfach wieder warm…
Stimmung:
verschwitzt
Ungefähr 15 v. Chr. wurde ungefähr 25 km entfernt die römische Stadt Augustodunum (Autun) gegründet. Bibracte wurde nach und nach von seinen Einwohnern verlassen, auch wenn die Kulte weiterhin in den Tempeln und bei den Brunnen ausgeübt und die aristokratischen Häuser weiterhin instand gehalten wurden. Aus Texten des 13. Jahrhunderts weiß man von einer Messe an jedem ersten Mittwoch im Mai. Im 15. und 16. Jahrhundert stand ein Kloster der Minoriten auf dem Beuvray.
Erstaunlicherweise ging auch hier (wie bei Alesia) dass Wissen um die Lage des historischen Ortes verloren. Im 19. Jahrhundert wuchs aber auch hier das Interesse eines solchen Ortes nationaler (gallischer) Bedeutung, da herrschte jedoch noch die Auffassung, dass Autun sich an der Stelle von Bibracte befindet und die gallische Siedlung in der römischen Stadt aufgegangen war. Durch Ausgrabungen mit Geldern von Napoleon III. auf dem Mont Beuvray wurde Bibracte dann endgültig hier lokalisiert.
Heute befindet sich am Mont Beuvray ein großes Museum zu Bibracte und der keltischen Zivilisation – und es gibt die Ausgrabungen, die man sich anschauen kann. Es wird auch immer noch gegraben und geforscht.
1. Überraschung: der Besuch der Ausgrabungsstätte kostet nix. 2. Überraschung: das ist wirklich ein sehr großes Gelände da oben auf dem Berg. Und man muss hochlaufen, das zieht sich bergauf auch ganz schön… also müssen, es fährt auch ein kostenloser Pendelbus. Wir sind hochzu erst mal gelaufen, auch wenn es anstrengend war, war es auch ein sehr schöner Weg durch einen sehr schönen Wald.

Dann kommt man an die Befestigungsmauer der Stadt, es gibt noch Spuren der einstigen Wallanlagen – aber auch eine Rekonstruktion der gallischen Mauer.

Dann hat man das ganze große Gelände vor sich, kann die verschiedenen Ausgrabungen anschauen und die noch vorhandenen Ruinen. Alles befindet sich oben auf dem Berg mit einer beeindruckenden Aussicht in die Gegend und mehr als genug Platz für eine Stadt.

Besonders sehenswert fand ich das mysteriöse Wasserbecken mitten auf der Hauptstraße:

Ein bootsförmiges Becken aus rosa Granit, ausgerichtet zum Sonnenaufgang der Wintersonnenwende und Sonnenuntergang der Sommersonnenwende. Warum das da steht und warum das so aussieht… man weiß es nicht, also verweist man erst mal auf kultische Zwecke.
Ich mochte auch die Heilige Quelle St. Pierre (auch eine Rekonstruktion).

In gallischer und gallo-römischer Zeit muss es zehn Quellen und fünf Brunnen auf dem Berg gegeben haben, einige davon wurden kultisch verehrt. Hier an dieser Quelle fand man Geldstücke und Votivtafeln und auch in christlichen Zeiten war es noch ein beliebter Anziehungspunkt.
Wie gesagt, es gibt eine Menge zu sehen und zu entdecken.

Bemängeln möchte ich, dass es oben auf dem ganzen großen Gelände keine Bänke gibt, um sich mal hinzusetzen. Es gibt auch wenig Schatten, aber das lässt sich weniger leicht beheben als die Sache mit den Bänken, die für Ältere und Kinder und Fußlahme gleichermaßen nützlich wären…
Wir waren fußlahm und verschwitzt – aber wir hatten auf dem Rückweg Glück, dass gerade der Pendelbus vorbeikam und uns noch mit aufgelesen hat. :)
Ins Restaurant unten sind wir ohne Reservierung nicht gekommen – aber sie verkauften wir Sandwiches, die wir auf dem Parkplatz verspeist haben. Dann noch ein Blick ins Museum – aber da haben wir uns mit dem Souvenirshop begnügt. Ein bisschen kennen wir uns mit den Kelten nun schon aus, da glaubten wir, auf das Museum verzichten zu können.
Wir wollte als Kontrast noch ein Schlösschen anschauen, also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Unterwegs sind wir sogar noch an ein paar stehenden Steinen vorbeigekommen, bei denen wir uns nicht viel Hoffnung gemacht hatten, die zu finden. Aber doch, mit beherztem Wendemanöver ging das und sie standen auch direkt an der Straße.

Sehr hübsch.
Auch das Schlösschen war sehr hübsch, Château de Couches, wieder in Privatbesitz, aber dafür konnten wir es diesmal auf eigene Faust erkunden.

Man konnte sich die hübsche Kapelle anschauen, die Kellergewölbe und einen unterirdischen Tunnel, und den Donjon und dessen Einrichtung.

Mehr geben meine Notizen dann nicht her… ich glaub, es war einfach wieder warm…
Stimmung:
verschwitzt







immer noch heiß