Mehr Schlösschen
10 Aug 2024 10:26 pmWir haben gesagt, wir fahren nicht in die Bourgogne, um Wein zu trinken, wir fahren hin, um Chateaus anzugucken. :) Da gibt’s genug, selbst wann man die aussortiert, in denen sich Weingüter befinden.
Unser nächstes Schloss war dann Chateau du Chaumont, bei dem wir fast zu einer Privatführung gekommen sind. Unsere kleine Gruppe bestand nur aus 4 Leuten, so dass die Führerin auch schnell mal ins Englische wechseln konnte. Natürlich gab es wieder eine Infomappe zum Nachlesen, das war hilfreich wie immer.

Es begann erst mal mit einem Überblick über die Geschichte, den ich allerdings zum größten Teil wieder vergessen habe. Ich weiß, es wurde thematisiert, dass im 15. Jahrhundert hier eine bedeutende Schlacht stattfand – so bedeutend, dass man das offenbar nicht erklären musste – wir aber nicht mal nachträglich beim googeln was dazu fanden… immerhin unterhaltsam, auf dem Burggelände übten engagierte Horden Schreien und Kämpfen für ein Mittelalterfestival. *g*
Chateau du Chaumont ist eine Anlage, die verschiedene Stile vereint. Der sehenswerteste Teil ist aber ohne Zweifel der Stall – so sehr, dass auf Hinweisschildern nicht das Schloss ausgeschildert ist sondern die Stallungen.

Als wir da waren, wurden die Stallungen gerade eingedeckt für eine große Hochzeitsfeier. – Wie so oft wird das Schloss heute als Location für Feierlichkeiten, Hochzeiten und dergleichen genutzt. Sehr ambientig, aber auch ein bisschen skurril, weil einzelne Tische in einzelnen Pferdeboxen schon irgendwie… separiert aussahen.
Das Chateau war lange schlimm verfallen, wurde erst kürzlich restauriert mit den Mitteln einer Stiftung (?) und unter Mithilfe von Stéphane Bern, der in Frankreich wohl eine sehr erfolgreiche Doku-Reihe über historische Monumente (?) moderiert. Wir haben von dem Herren noch nie gehört, er bzw. sein Werk begegnete uns von daher aber gefühlt ständig.

Das Schloss ist wirklich sehr vielfältig und bietet von allen Seiten neue Ansichten bzw. unterschiedliche Gebäude.
Meine Lieblingsanekdote aus der Schlosshistorie (keine Garantie auf richtiges Verstehen/Übersetzen): Zu Zeiten der französischen Revolution mussten die Adligen damit rechnen, enteignetund geköpft zu werden. Um dem vorzubeugen, hat der damalige Schlossherr das Schloss an seine Dorfleute verkauft (oder ihnen Geld gegeben, dass sie es kaufen könne), hatte damit nichts, was enteignet werden konnte, und ging ins Exil nach England. Als die Zeiten besser wurden, kam er zurück – und bekam auch vom Dorf sein Schloss wieder. Ich gehe mal davon aus, die Dorfleute hatten auch was von dem Deal, es soll jedenfalls für langjährliche loyale Verbundenheit zwischen Herrschaft und Dorf geführt haben.
Auf zum nächsten Schloss: Chateau Digoine

Gleich begegnet uns wieder Stéphane Bern, denn das Schloss gehört dem Produzenten der historischen Doku (Secrets d'Histoire) und wurde auch mit Mitteln der Stiftung restauriert.
Man konnte das Innere wieder mit einer Führung besichtigen, wieder mit Infomappe – und wieder, ohne innen Fotos machen zu dürfen, das hilft meinem Erinnerungsvermögen leider nicht weiter. Es waren schöne Innenräume, ich erinnere mich auch an ein großes Porträt des Hausherren, das nicht gerade von Bescheidenheit sprach.
Eine Besonderheit des Schlosses ist das historische italienische Theater, das noch existiert und dasauch wieder nicht bespielbar ist. Da durfte man tatsächlich auf Fotos machen.

Das ist schon etwas Besonderes, da Theatertechnik ja schnell mit der Zeit geht und alte Sachen eher nicht bewahrt werden.
Auch sehenswert bei Digoine: die Außenanlagen, der Barockgarten, der englische Landschaftspark und die Gewächshäuser:

Es war – ach was – schon wieder sehr heiß. Unsere Motivation, weiter durch den Garten zu schlendern, hielt sich in Grenzen. Eigentlich auch die Motivation, überhaupt noch was zu besichtigen. Aber wir haben uns auf dem Heimweg immerhin noch zu einer Kirchenbesichtigung aufgerafft, weil es ein besonders schönes romanisches Bauwerk sein sollte. Die Kirche St. Pierre et St. Benoit in Perrecy-des-Forges.


Der Innenraum ist eher schlicht, aber das Paradies – der Vorbau vor dem Eingang – hatte wirklich sehenswerte Reliefs und Kapitelle.
Das hat sich schon gelohnt, aber es war immer noch heiß und wir waren einfach froh, den Besichtigungstag zu beenden. Das Tiny House war zwar keine Hilfe bei Hitze, aber man konnte davor im Schatten sitzen und Scrabble spielen, das war schon okay.
Stimmung:
immer noch heiß
Unser nächstes Schloss war dann Chateau du Chaumont, bei dem wir fast zu einer Privatführung gekommen sind. Unsere kleine Gruppe bestand nur aus 4 Leuten, so dass die Führerin auch schnell mal ins Englische wechseln konnte. Natürlich gab es wieder eine Infomappe zum Nachlesen, das war hilfreich wie immer.

Es begann erst mal mit einem Überblick über die Geschichte, den ich allerdings zum größten Teil wieder vergessen habe. Ich weiß, es wurde thematisiert, dass im 15. Jahrhundert hier eine bedeutende Schlacht stattfand – so bedeutend, dass man das offenbar nicht erklären musste – wir aber nicht mal nachträglich beim googeln was dazu fanden… immerhin unterhaltsam, auf dem Burggelände übten engagierte Horden Schreien und Kämpfen für ein Mittelalterfestival. *g*
Chateau du Chaumont ist eine Anlage, die verschiedene Stile vereint. Der sehenswerteste Teil ist aber ohne Zweifel der Stall – so sehr, dass auf Hinweisschildern nicht das Schloss ausgeschildert ist sondern die Stallungen.

Als wir da waren, wurden die Stallungen gerade eingedeckt für eine große Hochzeitsfeier. – Wie so oft wird das Schloss heute als Location für Feierlichkeiten, Hochzeiten und dergleichen genutzt. Sehr ambientig, aber auch ein bisschen skurril, weil einzelne Tische in einzelnen Pferdeboxen schon irgendwie… separiert aussahen.
Das Chateau war lange schlimm verfallen, wurde erst kürzlich restauriert mit den Mitteln einer Stiftung (?) und unter Mithilfe von Stéphane Bern, der in Frankreich wohl eine sehr erfolgreiche Doku-Reihe über historische Monumente (?) moderiert. Wir haben von dem Herren noch nie gehört, er bzw. sein Werk begegnete uns von daher aber gefühlt ständig.

Das Schloss ist wirklich sehr vielfältig und bietet von allen Seiten neue Ansichten bzw. unterschiedliche Gebäude.
Meine Lieblingsanekdote aus der Schlosshistorie (keine Garantie auf richtiges Verstehen/Übersetzen): Zu Zeiten der französischen Revolution mussten die Adligen damit rechnen, enteignet
Auf zum nächsten Schloss: Chateau Digoine

Gleich begegnet uns wieder Stéphane Bern, denn das Schloss gehört dem Produzenten der historischen Doku (Secrets d'Histoire) und wurde auch mit Mitteln der Stiftung restauriert.
Man konnte das Innere wieder mit einer Führung besichtigen, wieder mit Infomappe – und wieder, ohne innen Fotos machen zu dürfen, das hilft meinem Erinnerungsvermögen leider nicht weiter. Es waren schöne Innenräume, ich erinnere mich auch an ein großes Porträt des Hausherren, das nicht gerade von Bescheidenheit sprach.
Eine Besonderheit des Schlosses ist das historische italienische Theater, das noch existiert und das

Das ist schon etwas Besonderes, da Theatertechnik ja schnell mit der Zeit geht und alte Sachen eher nicht bewahrt werden.
Auch sehenswert bei Digoine: die Außenanlagen, der Barockgarten, der englische Landschaftspark und die Gewächshäuser:

Es war – ach was – schon wieder sehr heiß. Unsere Motivation, weiter durch den Garten zu schlendern, hielt sich in Grenzen. Eigentlich auch die Motivation, überhaupt noch was zu besichtigen. Aber wir haben uns auf dem Heimweg immerhin noch zu einer Kirchenbesichtigung aufgerafft, weil es ein besonders schönes romanisches Bauwerk sein sollte. Die Kirche St. Pierre et St. Benoit in Perrecy-des-Forges.


Der Innenraum ist eher schlicht, aber das Paradies – der Vorbau vor dem Eingang – hatte wirklich sehenswerte Reliefs und Kapitelle.
Das hat sich schon gelohnt, aber es war immer noch heiß und wir waren einfach froh, den Besichtigungstag zu beenden. Das Tiny House war zwar keine Hilfe bei Hitze, aber man konnte davor im Schatten sitzen und Scrabble spielen, das war schon okay.
Stimmung:
immer noch heiß