Färöer, Teil II
26 Sep 2019 09:05 pmDie Überfahrt zu den Färöern brachte uns am frühen Nachmittag wieder nach Torshavn, so dass unser Halbtagesausflug diesmal die spätere Hälfte des Tages betraf. Wir waren wieder mit dem Bus unterwegs und wieder mit unserem lokalen Reiseführer, den man leider nicht immer ganz gut verstand. Aber gucken kann man ja auch so.
Zuerst brachte man uns an einen Aussichtspunkt mit Blick über die Hauptstadt und den Hafen:

Dann ging es ein Stück raus, bei tollem Wetter über die schöne grüne Insel nach Kirkjubøur. Das Örtchen mit heute rund 80 Einwohnern ist ein bedeutender Ort für die Geschichte der Färöer. Vom 12. Jahrhunder bis zur Reformation befand sich hier der Bischofssitz der Bischöfe der Färöer; es gab eine Domschule, hier war das geistige und kulturelle Zentrum und hier wuchs der norwegische König Sverre Sigurdsson auf.

Die Bischöfe haben hier nicht nur residiert – sie wollten hier auch eine standesgemäße Kathedrale haben. So wurde der Bau der Magnuskathedrale begonnen – ja, der selbe Magnus, dem die Kathedrale in Kirkwall auf den Orkneys gewidmet ist.

Es heißt, dass der Bau hier nie vollendet wurde, dass es nie mehr als die jetzt noch stehenden Mauern gab. Von den Einheimischen wird das Gebäude auch nur „die Mauer“ genannt.

Aber auch die Ruine hat beeindruckende Ausmaße, wenn man bedenkt, wo sie sich befindet, und wie viele Menschen hier zu früheren Zeiten gelebt haben (5000 Einwohner in historischen Zeiten, heute knapp 52.000). Hübsch auch die Steinmetzarbeiten, die man in der Ruine noch sehen kann.
Gleich daneben, mit hübscher Aussicht, befindet sich die Olafskirche aus dem 13. Jahrhundert, die heute die älteste Kirche der Inseln ist.

Hübsch von außen und von innen – dem Geruch von frischem Holz nach, ist innen alles kürzlich erst neu gemacht worden.

Neben diesen beiden religiösen Bauwerken befindet sich der Königshof, der älteste Bauernhof der Inseln – und (laut Wikipedia) der älteste noch bewohnte Hof Europas. Das Gebäude bzw. Teile davon stammt aus dem 11. Jahrhundert und wird in der 17. Generation von derselben Familie bewohnt.

Das ist auch sehr beeindruckend. Wir haben den Hof nur von außen angesehen, die historischen Räume innen sind bestimmt auch sehr sehenswert. Auch die Aussicht auf die Bucht und die Berge war toll – da macht aber natürlich auch der Sonnenschein viel aus. ;)
Für uns ging es jetzt zurück nach Torshavn, wo es noch einen geführten Stadtrundgang geben sollte. Da war uns die Gruppe aber zu groß und der Guide akustisch und sprachlich zu wenig verständlich…. Wir haben uns daher abgeseilt und die Stadt auf eigene Faust erkundet.

Das hier ist die Altstadt am Hafen, die schöne Ein- und Ausblicke bot. Auf mich wirkte das alles sehr… norwegisch. Und ich mag es sehr, wenn die Dächer (alt und neu) ein Grasdach haben.
Zurück am Hafen bin ich dann noch auf den Festungsberg gestiegen, gleich gegenüber vom Schiff. Der Leuchtturm ragt sehr markant dort empor. Die Festung ist ein Bollwerk mit dicken Mauern, Gräben und Kanonen, aber jetzt nicht von riesiger Ausdehnung.

Ich hab mich da allerdings nicht sehr lange aufgehalten, weil in dem Moment ein Regenguss niederging und mich durchnässte. – Aber es war ja nicht weit bis zum Schiff und trockenen Klamotten.
Sehr schön das alles. Ich mag die Färöer und kann mir gut vorstellen, die Fährtour nur bis dahin mitzumachen, dort drei Tage zu bleiben und dann mit der Fähre wieder zurückzufahren. Dafür gibt’s genug zu sehen, das stell ich mir sehr entspannt vor.
Für uns hieß es erst mal wieder langen Seetag; wenn wir richtig gerechnet haben, dauerte es 36 Stunden von Torshavn bis Hirtshals. Unterwegs gab es wieder die Shetland-Inseln zu sehen und nachts die Lichter der norwegischen Küste. Sehr schöne Nacht auf dem Meer übrigens mit Vollmond über den Wellen.

Als Attraktion gehörte zum Abschluss der Fährfahrt noch das „Wikingerbuffet“ dazu. Wir hatten Abend ja immer sehr reichhaltiges und abwechslungsreiches Buffet – jetzt unter dem Wikingerthema war alles entsprechend dekoriert und auch die Speisenauswahl angepasst: es gab Fleisch und Fleisch und Fleisch und Fisch und Meeresfrüchte. Dazu Kartoffeln und Rüben/Möhren. – Das wär jetzt zwar nicht das Essen, was ich mir selbst aussuchen würde, aber ich fand es gut, dass es den beschränkten Speiseplan der Wikinger zeigt. In der Gegend wächst halt nicht viel Gemüse und dann gibt es eben nicht viel Auswahl. Gut, die Kartoffeln waren anachronistisch, aber die passten ja trotzdem zu der einfachen bodenständigen Küche. An die gekochten Schafsköpfe hat sich aber keiner rangetraut, glaube ich…
Tja und dann war die Fahrt auch schon wieder rum und wir auf dem Festland zurück.
Stimmung:
maritim
Zuerst brachte man uns an einen Aussichtspunkt mit Blick über die Hauptstadt und den Hafen:

Dann ging es ein Stück raus, bei tollem Wetter über die schöne grüne Insel nach Kirkjubøur. Das Örtchen mit heute rund 80 Einwohnern ist ein bedeutender Ort für die Geschichte der Färöer. Vom 12. Jahrhunder bis zur Reformation befand sich hier der Bischofssitz der Bischöfe der Färöer; es gab eine Domschule, hier war das geistige und kulturelle Zentrum und hier wuchs der norwegische König Sverre Sigurdsson auf.

Die Bischöfe haben hier nicht nur residiert – sie wollten hier auch eine standesgemäße Kathedrale haben. So wurde der Bau der Magnuskathedrale begonnen – ja, der selbe Magnus, dem die Kathedrale in Kirkwall auf den Orkneys gewidmet ist.

Es heißt, dass der Bau hier nie vollendet wurde, dass es nie mehr als die jetzt noch stehenden Mauern gab. Von den Einheimischen wird das Gebäude auch nur „die Mauer“ genannt.

Aber auch die Ruine hat beeindruckende Ausmaße, wenn man bedenkt, wo sie sich befindet, und wie viele Menschen hier zu früheren Zeiten gelebt haben (5000 Einwohner in historischen Zeiten, heute knapp 52.000). Hübsch auch die Steinmetzarbeiten, die man in der Ruine noch sehen kann.
Gleich daneben, mit hübscher Aussicht, befindet sich die Olafskirche aus dem 13. Jahrhundert, die heute die älteste Kirche der Inseln ist.

Hübsch von außen und von innen – dem Geruch von frischem Holz nach, ist innen alles kürzlich erst neu gemacht worden.

Neben diesen beiden religiösen Bauwerken befindet sich der Königshof, der älteste Bauernhof der Inseln – und (laut Wikipedia) der älteste noch bewohnte Hof Europas. Das Gebäude bzw. Teile davon stammt aus dem 11. Jahrhundert und wird in der 17. Generation von derselben Familie bewohnt.

Das ist auch sehr beeindruckend. Wir haben den Hof nur von außen angesehen, die historischen Räume innen sind bestimmt auch sehr sehenswert. Auch die Aussicht auf die Bucht und die Berge war toll – da macht aber natürlich auch der Sonnenschein viel aus. ;)
Für uns ging es jetzt zurück nach Torshavn, wo es noch einen geführten Stadtrundgang geben sollte. Da war uns die Gruppe aber zu groß und der Guide akustisch und sprachlich zu wenig verständlich…. Wir haben uns daher abgeseilt und die Stadt auf eigene Faust erkundet.

Das hier ist die Altstadt am Hafen, die schöne Ein- und Ausblicke bot. Auf mich wirkte das alles sehr… norwegisch. Und ich mag es sehr, wenn die Dächer (alt und neu) ein Grasdach haben.
Zurück am Hafen bin ich dann noch auf den Festungsberg gestiegen, gleich gegenüber vom Schiff. Der Leuchtturm ragt sehr markant dort empor. Die Festung ist ein Bollwerk mit dicken Mauern, Gräben und Kanonen, aber jetzt nicht von riesiger Ausdehnung.

Ich hab mich da allerdings nicht sehr lange aufgehalten, weil in dem Moment ein Regenguss niederging und mich durchnässte. – Aber es war ja nicht weit bis zum Schiff und trockenen Klamotten.
Sehr schön das alles. Ich mag die Färöer und kann mir gut vorstellen, die Fährtour nur bis dahin mitzumachen, dort drei Tage zu bleiben und dann mit der Fähre wieder zurückzufahren. Dafür gibt’s genug zu sehen, das stell ich mir sehr entspannt vor.
Für uns hieß es erst mal wieder langen Seetag; wenn wir richtig gerechnet haben, dauerte es 36 Stunden von Torshavn bis Hirtshals. Unterwegs gab es wieder die Shetland-Inseln zu sehen und nachts die Lichter der norwegischen Küste. Sehr schöne Nacht auf dem Meer übrigens mit Vollmond über den Wellen.

Als Attraktion gehörte zum Abschluss der Fährfahrt noch das „Wikingerbuffet“ dazu. Wir hatten Abend ja immer sehr reichhaltiges und abwechslungsreiches Buffet – jetzt unter dem Wikingerthema war alles entsprechend dekoriert und auch die Speisenauswahl angepasst: es gab Fleisch und Fleisch und Fleisch und Fisch und Meeresfrüchte. Dazu Kartoffeln und Rüben/Möhren. – Das wär jetzt zwar nicht das Essen, was ich mir selbst aussuchen würde, aber ich fand es gut, dass es den beschränkten Speiseplan der Wikinger zeigt. In der Gegend wächst halt nicht viel Gemüse und dann gibt es eben nicht viel Auswahl. Gut, die Kartoffeln waren anachronistisch, aber die passten ja trotzdem zu der einfachen bodenständigen Küche. An die gekochten Schafsköpfe hat sich aber keiner rangetraut, glaube ich…
Tja und dann war die Fahrt auch schon wieder rum und wir auf dem Festland zurück.
Stimmung:
maritim