Mehr Dresdner Friedhöfe
7 Mar 2021 02:20 pmIch hatte jetzt eine Woche Urlaub, aber es ist ja immer noch nicht die Zeit zu reisen. Also bleibt es erst mal bei näher liegenden Zielen und da gibt es ja gerade in Dresden noch genug Friedhöfe, die ich angucken kann. :)
Es gibt also ein paar neue Bilder von Friedhofsbesuchen und immerhin waren auch für mich neue Entdeckungen dabei.
Urnenhain Tolkewitz
Der Urnenhain Tolkewitz liegt direkt neben dem Johannisfriedhof, den ich ja schon ganz gut kenne. Ehrlich gesagt dachte ich immer, der Urnenhain sei ein Anhängsel davon, eine Ecke für Urnenbegräbnisse. Aber es ist tatsächlich ein eigener, ziemlich großer Friedhof, der 1911 in Betrieb genommen wurde. Er beherbergte das 25. Krematorium Deutschlands – Einäscherungen waren damals noch eine recht neue Mode. Heute ist er der sechstgrößte Friedhof Dresdens.
Es gibt eine Menge künstlerisch gestalteter Urnen, ein Kolumbarium (das einzige im Dresdner Raum).

Und es gibt natürlich das monumentale Krematorium mit Trauerhalle, sowie einen Urnenhof, der an einen Kreuzgang erinnert.
Auf einem so großen Friedhof gibt es natürlich auch immer berühmte Persönlichkeiten, die da bestattet sind. Wir haben nicht danach gesucht, uns ist auch nichts aufgefallen. Das Einzige, was uns auffiel, war eine Gedenkstätte für „den Adler von Lille“, dem wir dann nachrecherchiert haben. Das bezieht sich auf ein Fliegerass des ersten Weltkrieges, Max Immelmann. Immerhin mit 1. Weltkrieg lagen wir richtig mit unserer Schätzung.
Heidefriedhof – Buddhistische Ruhestätte
Auf dem Heidefriedhof war ich auch schon. Der ist so groß, dass man da schwerlich alles mit einmal überblicken kann. Wir haben angehalten, als wir vom Ausflug nach Moritzburg zurückkamen und sind nur mal drüberspaziert. Und da es sich gerade anbietet, zeige ich gleich mal das Bild von der buddhistischen Ruhestätte, die wir gesehen haben:

Das ist eine ziemlich neue Anlage und sogar die einzige buddhistische Begräbnisstätte in ganz Osteuropa. Der Buddha in der Mitte steht vor einer Linde, da ein traditioneller Feigenbaum mit den Wintern nicht zurechtkäme. Der Baum öffnet symbolisch den Weg ins Universum, die Anlage der Wege symbolisiert den Heiligen Achtfachen Pfad bzw. das Lebensrad. In den Ecken der Anlage stehen vier Granitstatuen von wichtigen Bodhisattyas, die die Vier Edlen Wahrheiten darstellen.
Ansonsten gibt es da nicht viel zu sehen, aber es ist doch ein erfreuliches Zeichen, dass jedem nach seiner Kultur und Religion eine passende Bestattungsstätte offensteht (so weit es mit deutschem Bestattungsrecht vereinbar ist).
Ringsum gibt es auch einen Friedwald mit Möglichkeiten, an einem Baum bestattet zu werden – und es gibt auch eine muslimische Begräbnisstätte, die (soweit es mit dem deutschen Bestattungsrecht vereinbar ist) auch Bestattungsrituale des Islam ermöglichen.
Friedhof Dölzschen
Ich hab den schon mal gesucht, weil es da schönen Blick über Dresden geben soll – bin aber an der Orientierung gescheitert, weil mich das Navi um die Autobahn geleitet hat und ich die Zufahrt dann nicht für voll genommen habe. Diesmal waren wir zu zweit… haben uns trotzdem erst verfahren. Ts, aber wir haben den Friedhof dann doch gefunden, und ja, er bietet einen schönen Blick über Dresden.

Der Friedhof Dölzschen ist vom Feldern umrahmt, von wo aus man bestimmt schön spazierengehend kann. Als wir da waren, pfiff allerdings ein eisiger Wind, so dass wir doch nur den Friedhof besichtigt haben. Der ist klein – der kleinste kommunale Friedhof der Stadt Dresden – und auch unabhängig von mangelhafter Orientierung ist die Zufahrtsstraße eher abenteuerlich schmal.

Der Friedhof selbst ist von einer Hecke umgeben, teilweise sind auch Bereiche von Hecken abgeteilt. Es ist keine spektakuläre Anlage, aber hübsch ist es doch und sehenswert auf alle Fälle. Eine berühmte Persönlichkeit haben wir auch gefunden: Victor Klemperer und seine Frau Eva.
Bleiben jetzt nur noch… 40 Dresdner Friedhöfe…
Stimmung:
dokumentierend
Es gibt also ein paar neue Bilder von Friedhofsbesuchen und immerhin waren auch für mich neue Entdeckungen dabei.
Urnenhain Tolkewitz
Der Urnenhain Tolkewitz liegt direkt neben dem Johannisfriedhof, den ich ja schon ganz gut kenne. Ehrlich gesagt dachte ich immer, der Urnenhain sei ein Anhängsel davon, eine Ecke für Urnenbegräbnisse. Aber es ist tatsächlich ein eigener, ziemlich großer Friedhof, der 1911 in Betrieb genommen wurde. Er beherbergte das 25. Krematorium Deutschlands – Einäscherungen waren damals noch eine recht neue Mode. Heute ist er der sechstgrößte Friedhof Dresdens.
Es gibt eine Menge künstlerisch gestalteter Urnen, ein Kolumbarium (das einzige im Dresdner Raum).

Und es gibt natürlich das monumentale Krematorium mit Trauerhalle, sowie einen Urnenhof, der an einen Kreuzgang erinnert.
Auf einem so großen Friedhof gibt es natürlich auch immer berühmte Persönlichkeiten, die da bestattet sind. Wir haben nicht danach gesucht, uns ist auch nichts aufgefallen. Das Einzige, was uns auffiel, war eine Gedenkstätte für „den Adler von Lille“, dem wir dann nachrecherchiert haben. Das bezieht sich auf ein Fliegerass des ersten Weltkrieges, Max Immelmann. Immerhin mit 1. Weltkrieg lagen wir richtig mit unserer Schätzung.
Heidefriedhof – Buddhistische Ruhestätte
Auf dem Heidefriedhof war ich auch schon. Der ist so groß, dass man da schwerlich alles mit einmal überblicken kann. Wir haben angehalten, als wir vom Ausflug nach Moritzburg zurückkamen und sind nur mal drüberspaziert. Und da es sich gerade anbietet, zeige ich gleich mal das Bild von der buddhistischen Ruhestätte, die wir gesehen haben:

Das ist eine ziemlich neue Anlage und sogar die einzige buddhistische Begräbnisstätte in ganz Osteuropa. Der Buddha in der Mitte steht vor einer Linde, da ein traditioneller Feigenbaum mit den Wintern nicht zurechtkäme. Der Baum öffnet symbolisch den Weg ins Universum, die Anlage der Wege symbolisiert den Heiligen Achtfachen Pfad bzw. das Lebensrad. In den Ecken der Anlage stehen vier Granitstatuen von wichtigen Bodhisattyas, die die Vier Edlen Wahrheiten darstellen.
Ansonsten gibt es da nicht viel zu sehen, aber es ist doch ein erfreuliches Zeichen, dass jedem nach seiner Kultur und Religion eine passende Bestattungsstätte offensteht (so weit es mit deutschem Bestattungsrecht vereinbar ist).
Ringsum gibt es auch einen Friedwald mit Möglichkeiten, an einem Baum bestattet zu werden – und es gibt auch eine muslimische Begräbnisstätte, die (soweit es mit dem deutschen Bestattungsrecht vereinbar ist) auch Bestattungsrituale des Islam ermöglichen.
Friedhof Dölzschen
Ich hab den schon mal gesucht, weil es da schönen Blick über Dresden geben soll – bin aber an der Orientierung gescheitert, weil mich das Navi um die Autobahn geleitet hat und ich die Zufahrt dann nicht für voll genommen habe. Diesmal waren wir zu zweit… haben uns trotzdem erst verfahren. Ts, aber wir haben den Friedhof dann doch gefunden, und ja, er bietet einen schönen Blick über Dresden.

Der Friedhof Dölzschen ist vom Feldern umrahmt, von wo aus man bestimmt schön spazierengehend kann. Als wir da waren, pfiff allerdings ein eisiger Wind, so dass wir doch nur den Friedhof besichtigt haben. Der ist klein – der kleinste kommunale Friedhof der Stadt Dresden – und auch unabhängig von mangelhafter Orientierung ist die Zufahrtsstraße eher abenteuerlich schmal.

Der Friedhof selbst ist von einer Hecke umgeben, teilweise sind auch Bereiche von Hecken abgeteilt. Es ist keine spektakuläre Anlage, aber hübsch ist es doch und sehenswert auf alle Fälle. Eine berühmte Persönlichkeit haben wir auch gefunden: Victor Klemperer und seine Frau Eva.
Bleiben jetzt nur noch… 40 Dresdner Friedhöfe…
Stimmung:
dokumentierend