rabensturm: (drei)
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Wir wandeln für unsere Treffen ja gerne auf den Spuren des Heiligen Bonifatius. Weniger aus religiösen Gründen (ich hab für Missionare nichts übrig, schon gar nicht, wenn sie durch das Fällen heiliger Bäume bekannt werden), aber es bot sich an, weil er in Mitteldeutschland sehr aktiv war und viele Stadt- und Kirchgründungen auf ihn zurückgehen. Da wir ja immer was Mittiges für unsere treffen brauchen, gab es schon häufiger Begegnungen, so dass wir jetzt gezielt danach suchen, wenn wir in passender Gegend sind.

In der Gegend von Marburg ist das die Kleinstadt Amöneburg, die auf ein bonifatiöses Kloster zurückgeht. Amöneburg befindet sich auf einem exponierten Hügel in flacher Ebene. Ein Fachwerkst Stadtmauer, Burgresten und ausgezeichneter Wegeerschließung. Rund um den Ort gibt es mehrere Wander- und Spazierwege. Rundgang, Themenweg, alles was das Herz begehrt.

Wir haben mit dem Rundweg angefangen und zuerst die Ruine der Vorburg von Amöneburg angeschaut. Die heiß Wenigenburg und befindet sich auf einem flacheren Vorhügel. Weniger Burg auf weniger Hügel. ;)



Dann ging es ein Stück um die Stadtmauer herum, schon mal mit toller Aussicht auf die Ebene und Blick auf Mauer und Türmchen.



Dann im Ort sind wir hinauf zur Burgruine gelaufen. Da ist nicht mehr so viel Gebäude da, man kann aber schon noch einiges entdecken.



Direkt neben der Burgruine befindet sich die Kirche von Amöneburg „St. Johannes der Täufer“. Die ist überraschend groß für einen Ort dieser Größe und schon von weitem zu sehen. Wir haben sie von außen angeguckt, auch einen Blick auf den Friedhof geworfen (überraschenderweise auch mitten im Ort) und waren natürlich auch in der Kirche drinnen.



Dann haben wir noch den Rest des Ortes erkundet – da gab es noch den hübschen Marktplatz, noch ein Kapellchen, noch mehr Stadtmauer und mehr Türme



Alles sehr sehenswert und – wie gesagt – ausgezeichnet erschlossen. Für den Magen gab es auch was, ein Café bot Torte to go, die wir mit dem Ausblick über die Ebene genossen haben. :)

Unterhalb der Stadt befindet sich noch ein weiteres religiöses Gebäude: die Magdalenenkapelle.



Im Sommer ist sie Anziehungspunkt für Pilger – jetzt war sie allerdings zu und man konnte nur von außen gucken.

Nicht weit davon entfernt befindet sich der Waschbach, von dem es heißt, dass da Bonifatius Taufen durchführte.



Das macht das Wasser bestimmt zu einer heiligen Quelle. ;) Die Architektur hängt aber mit dem profanen Zweck zusammen: wie es der Name des Wässerchens schon sagte, haben die Leute aus Amöneburg hier ihre Wäsche gewaschen.

Damit hatten wir Amöneburg doch ziemlich ausführlich besichtigt und waren durchaus ein bisschen fußlahm – dennoch haben wir auf dem Rückweg noch einen Stopp eingelegt um dieses hübsche Ding zu besichtigen:



Das ist Schloss Rauischholzhausen. Dieses bescheidene Anwesen ist von einem herrschaftlichen Park umgeben und ist heute Tagungs- und Fortbildungsstätte der Uni Gießen da kann unser Reinhardtsgrimma nicht ganz mithalten. Man kommt also nicht rein, kann aber von außen ausgiebig gucken – was sie auch für den schönen Park und die vielen schönen Bäume auch schon lohnt.



Alles sehr sehenswert… und damit war die Urlaubswoche dann auch schon wieder vorbei. :( Wir haben viel gesehen, es hätte auch noch mehr zu sehen gegeben, das muss gar nicht immer Ausland oder Meer oder Hochgebirge sein. Das Quartier merken wir uns jedenfalls mal, das ist mittig gut erreichbar und war wirklich schön. :)

Stimmung:
dokumentierend

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