Im Herbst an die Loire
3 Nov 2025 04:07 pmFür die Woche Herbsturlaub wollten wir an die Loire, wo wir schon längst mal die Schlösser besichtigen wollten. Dazu gab es zwei Tage Paris, um endlich mal in den Louvre zu kommen und der Stadt noch mal eine Chance zu geben. Bisher waren wir ja immer bei „Frankreich ist schön, aber Paris ist seltsam“, nicht zuletzt durch den Koffer, den wir einstmals an einem der Pariser Bahnhöfe eingebüßt haben. :p
Diesmal hat sich Paris von seiner guten Seite gezeigt – nichtsdestotrotz ist es eine sehr große Großstadt und da komme ich mir doch immer ein bisschen unbehaglich vor als Dorfkind.

Aber erst mal ein paar Eckdaten:
Wir sind mit dem Zug angereist – ich am Freitag bis Köln, wo wir noch einmal übernachtet haben. Am Samstag ging es mit dem Zug weiter nach Paris (was deutlich schneller geht als die Strecke quer durch Deutschland).
In Paris haben wir zwei Nächte in der Nähe der Müllverbrennungsanlage übernachtet – das war eine spaßige Wegmarke, aber im Grunde nicht hinderlich. Das Viertel machte einen neu gebrauten Eindruck, aufgeräumt und großzügig und über die Metrostation an der Bibliothèque Francois Mitterrand waren wir auch gut angebunden.
Am Montag reisten wir mit dem Zug vom Bahnhof Austerlitz Richtung Orleans, wo wir etwas außerhalb in Fleury-les-Aubrais unseren Mietwagen abgeholt haben. Das war ein bisschen mühselig, weil der Weg vom Bahnhof in den Außenbereich sich doch ganz schön zog und auch die Adresse nicht so ganz stimmte… aber am Ende hat es doch geklappt und das auch schneller als erwartet. Wir hatten ja auch einen Zug früher erwischt als geplant (und sind nicht sicher, ob der eigentlich geplante dann nicht doch ausgefallen war).
Auto jedenfalls. Wir haben es Hattie getauft und waren nun mobil und haben uns aufgemacht in Richtung Loire. Also Orleans liegt an der Loire, aber da sich das Gebiet mit den Schlössern doch über eine beachtliche Strecke ausbreitet, hatten wir uns weiter westlich eingerichtet. Die Besichtigungsziele weiter östlich haben wir dann eben auf dem Weg mitgenommen. Das heißt, auf dem Hinweg Château Chambord und auf dem Rückweg Château Chenonceau. Das hat geklappt, mit dieser Besichtigung waren wir dann aber doch eine ganze Weile unterwegs (mautpflichtige Autobahn vermeidend), um schließlich unser Quartier in Chinon zu erreichen.
Chinon ist ein historisch bedeutsamer Ort, mit einer Burg statt Schloss, und gelegen an der Vienne und nicht der Loire. Aber ein guter Stützpunkt und eine nette, über 3 Etagen verwinkelte Ferienwohnung.
Rückzu dann das selbe – das Auto in Fleury-les-Aubrais abgeben,durch den endlosen Tunnel zum Bahnhof rollkoffern, zurück nach Paris fahren (diesmal ohne Sitzplatz weil voller Zug) und dann da noch mal übernachten.
Für den Rückweg nach Hause habe ich es dann mit der direkten Verbindung über Frankfurt versucht, mit sportlicher Umsteigezeit von 15 Minuten. – Auf dem Hinweg hatte ich mich das nicht getraut, weil wenn der französische Zug weg ist, ist es blöd – aber von Frankfurt nach Dresden fährt ja immer wieder was. Ich habe den Anschluss aber mit einem Spurt bekommen – nur um da erst mal festzusitzen, weil der Lokführer fehlte. Immerhin hatte ich einen Sitzplatz, was in dem sehr vollgestopften Zug nicht für jeden galt… Nach einer Stunde etwa gab es einen Lokführer, wir fuhren bummelig los und sind dann mit etwa anderthalb Stunden Verspätung in Dresden angekommen. Im Grunde kann man darüber nicht meckern bei einer so langen Strecke (ich bezweifle, dass man mit dem Auto von Paris bis Dresden pünktlicher wäre), aber anstrengend ist es dann doch so lange. Von Köln nach Dresden macht die letzte Stunde immer keinen Spaß mehr – von Paris aus hatte ich schon 2 Stunden vor dem Ziel keine Lust mehr. :p
Aber gut, im Grunde hat alles wie geplant geklappt, kein Grund zu klagen, außer natürlich, dass die Zeit immer zu schnell vorbeigeht. :p Die Reisezeit war aber sehr gut gewählt – übersichtliche Touristenströme, dafür wunderbar herbstfarbige Allee und rieselndes Laub. Okay, Regen auch, aber das kann einem ja auch im Sommer passieren.
Das Reiseziel war schön, wir haben viele schöne Dinge gesehen – wir haben uns aber auch angeguckt und gesagt, dass wir das nicht unbedingt noch mal brauchen, weil die Schlösser doch schon alle irgendwie ähnlich aussehen. Mal von Chambord und Chenonceau abgesehen, können wir die vermutlich nicht auseinanderhalten… aber wer weiß, vielleicht mal als eine Flusskreuzfahrt mit vollem Touristenverwöhnprogramm. *g*

Das ist übrigens die Vienne, nicht die Loire, weil man von letzterer doch eher selten was zu sehen bekam.
Stimmung:
dokumentierend
Diesmal hat sich Paris von seiner guten Seite gezeigt – nichtsdestotrotz ist es eine sehr große Großstadt und da komme ich mir doch immer ein bisschen unbehaglich vor als Dorfkind.

Aber erst mal ein paar Eckdaten:
Wir sind mit dem Zug angereist – ich am Freitag bis Köln, wo wir noch einmal übernachtet haben. Am Samstag ging es mit dem Zug weiter nach Paris (was deutlich schneller geht als die Strecke quer durch Deutschland).
In Paris haben wir zwei Nächte in der Nähe der Müllverbrennungsanlage übernachtet – das war eine spaßige Wegmarke, aber im Grunde nicht hinderlich. Das Viertel machte einen neu gebrauten Eindruck, aufgeräumt und großzügig und über die Metrostation an der Bibliothèque Francois Mitterrand waren wir auch gut angebunden.
Am Montag reisten wir mit dem Zug vom Bahnhof Austerlitz Richtung Orleans, wo wir etwas außerhalb in Fleury-les-Aubrais unseren Mietwagen abgeholt haben. Das war ein bisschen mühselig, weil der Weg vom Bahnhof in den Außenbereich sich doch ganz schön zog und auch die Adresse nicht so ganz stimmte… aber am Ende hat es doch geklappt und das auch schneller als erwartet. Wir hatten ja auch einen Zug früher erwischt als geplant (und sind nicht sicher, ob der eigentlich geplante dann nicht doch ausgefallen war).
Auto jedenfalls. Wir haben es Hattie getauft und waren nun mobil und haben uns aufgemacht in Richtung Loire. Also Orleans liegt an der Loire, aber da sich das Gebiet mit den Schlössern doch über eine beachtliche Strecke ausbreitet, hatten wir uns weiter westlich eingerichtet. Die Besichtigungsziele weiter östlich haben wir dann eben auf dem Weg mitgenommen. Das heißt, auf dem Hinweg Château Chambord und auf dem Rückweg Château Chenonceau. Das hat geklappt, mit dieser Besichtigung waren wir dann aber doch eine ganze Weile unterwegs (mautpflichtige Autobahn vermeidend), um schließlich unser Quartier in Chinon zu erreichen.
Chinon ist ein historisch bedeutsamer Ort, mit einer Burg statt Schloss, und gelegen an der Vienne und nicht der Loire. Aber ein guter Stützpunkt und eine nette, über 3 Etagen verwinkelte Ferienwohnung.
Rückzu dann das selbe – das Auto in Fleury-les-Aubrais abgeben,
Für den Rückweg nach Hause habe ich es dann mit der direkten Verbindung über Frankfurt versucht, mit sportlicher Umsteigezeit von 15 Minuten. – Auf dem Hinweg hatte ich mich das nicht getraut, weil wenn der französische Zug weg ist, ist es blöd – aber von Frankfurt nach Dresden fährt ja immer wieder was. Ich habe den Anschluss aber mit einem Spurt bekommen – nur um da erst mal festzusitzen, weil der Lokführer fehlte. Immerhin hatte ich einen Sitzplatz, was in dem sehr vollgestopften Zug nicht für jeden galt… Nach einer Stunde etwa gab es einen Lokführer, wir fuhren bummelig los und sind dann mit etwa anderthalb Stunden Verspätung in Dresden angekommen. Im Grunde kann man darüber nicht meckern bei einer so langen Strecke (ich bezweifle, dass man mit dem Auto von Paris bis Dresden pünktlicher wäre), aber anstrengend ist es dann doch so lange. Von Köln nach Dresden macht die letzte Stunde immer keinen Spaß mehr – von Paris aus hatte ich schon 2 Stunden vor dem Ziel keine Lust mehr. :p
Aber gut, im Grunde hat alles wie geplant geklappt, kein Grund zu klagen, außer natürlich, dass die Zeit immer zu schnell vorbeigeht. :p Die Reisezeit war aber sehr gut gewählt – übersichtliche Touristenströme, dafür wunderbar herbstfarbige Allee und rieselndes Laub. Okay, Regen auch, aber das kann einem ja auch im Sommer passieren.
Das Reiseziel war schön, wir haben viele schöne Dinge gesehen – wir haben uns aber auch angeguckt und gesagt, dass wir das nicht unbedingt noch mal brauchen, weil die Schlösser doch schon alle irgendwie ähnlich aussehen. Mal von Chambord und Chenonceau abgesehen, können wir die vermutlich nicht auseinanderhalten… aber wer weiß, vielleicht mal als eine Flusskreuzfahrt mit vollem Touristenverwöhnprogramm. *g*

Das ist übrigens die Vienne, nicht die Loire, weil man von letzterer doch eher selten was zu sehen bekam.
Stimmung:
dokumentierend
no subject
Date: 3 Nov 2025 06:26 pm (UTC)Bleibt noch das Mysterium der seltsamen Uhrzeit der Mail...
Aber ansonsten hat Paris sich diesmal echt Mühe gegeben, ja. :) Okay, die M14 fuhr sonntagsmorgens nicht, aber das war ja anders organisierbar.