Chinon zählt zu den Schlössern der Loire – wobei es eine Burg ist und kein Schloss und an der Vienne liegt und nicht an der Loire. Es ist ein bedeutender Ort für die französische und englische Geschichte – wir waren hier aber hauptsächlich, weil es auch als ein Wohn- und Begräbnisort von Sir Kai aus der Artussage gilt. Site of special interest. *g*
Auch strategisch war der Ort gut gewählt, groß genug, dass man alle Infrastruktur hat und genug zum Ansehen in der näheren Umgebung, darunter noch ein Ziel, was auf unserer must-see-Liste stand. Darüber hinaus war Chinon ein sehr malerisches Städtchen mit charmanten Altstadtgässchen, Sandstein- und Fachwerkhäusern, Platanenalleen und lauschigen kleinen Plätzen. Zum Parken eher schwierig, aber wir haben uns arrangiert. So weit war es dann auch wieder nicht zu den kostenfreien Parkplätzen am Fluss.
Unser Quartier lag direkt unterhalb der Burg in einem Altstadthaus. Passenderweise hieß sie „Cave“ Höhle, weil es so verwinkelt war und eher wenig Zugang zu Tageslicht hatte. Aber für eine Woche hatte das durchaus Charme.
Die Burg:

Bereits im 5. Jahrhundert bestand hier eine römische Befestigung, 1044 fiel die Festung an die Grafen von Anjou und damit (über die Herrschaft der Normandie) an die englischen Könige aus dem Haus Plantagenet. Berühmteste Vertreter sind König Heinrich II., dessen Lieblingsburg Chinon war und der auch hier starb. Seine Frau Eleonore von Aquitanien und die Söhne Richard Löwenherz und Johann Ohneland. Nach Ende des angevinischen Reiches wurde Chinon französische Krondomäne. Hier traf Jeanne d’Arc den französischen König Karl VII. Unter König Heinrich IV. (das ist der von Navarra mit der Bartholomäusnacht) wurde Chinon zum Gefängnis, ging später in den Besitz von Kardinal Richelieu über, dessen Erben sie bis zur Französischen Revolution hielten. Gefängnis war die Burg aber auch schon im 14. Jahrhundert gewesen, als man hier hochrangige Mitglieder des Templerordens inhaftierte, die später auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.
Eine Menge Geschichte also und ein sehr malerisches Bauwerk, das einen schönen Ausblick die Stadt und den Fluss bietet.

Den Saal, wo Johanna den König wundersam erkannt hat, gibt es nicht mehr – schon aber noch einige restaurierte Räume im Donjon, die der Zeit Heinrichs und Eleonores nachgestellt wurden.

Man kann auf Türme steigen und in Verliese hinab, wo man geheimnisvolle Ritzzeichnungen der gefangenen Tempelritter sehen kann.

Eine sehr vielfältige Anlage, die von den verschiedenen geschichtlichen Epochen zeigt. Das war spannend – und natürlich auch special interest. ;) Wir mochten auch die Zypressen, die dem ganzen einen mediterranen Touch geben.
Praktischerweise muss man den Burgberg nicht erklimmen, wenn man hinauf oder hinab möchte – man kann mit einem kostenlosen gläsernen Fahrstuhl fahren. Das haben wir gemacht und dann natürlich auch noch die Stadt durchschlendert.

Wir haben zu Mittag eine Quiche gegessen und sind später am Nachmittag noch mal zur Kapelle der Heiligen Radegunde gelaufen. Die war zwar schon für den Winter geschlossen, aber der Weg war trotzdem schön.

An der Kirche des Collegiale St. Mexme geht es hinauf auf den Weinberg, wo in die weichen Tuffsteinwände überall Höhlen und Keller eingegraben wurde. Auch die Kapelle von Radegunde befindet sich so mitten im Hang. Ein malerischer Anblick. Auch innen soll sie sehr hübsch sein, mit alten Fresken, die Heinrich II. und Eleonore von Aquitanien zeigen sollten. Nun ja, nicht mehr nach September.
Wir sind den Weinberg wieder hinabgestiegen (Chinon ist auch berühmte Weingegend). Unten ging es noch ein Stück am Fluss entlang, der sehr schön von Pappelalleen gesäumt ist. Da unten steht auch ein Denkmal von Rabelais, einem berühmten Sohn der Stadt und berühmten französischen Autor.

Doch, sehr schöne Stadt und sehr guter Stützpunkt.
Stimmung:
historisch
Auch strategisch war der Ort gut gewählt, groß genug, dass man alle Infrastruktur hat und genug zum Ansehen in der näheren Umgebung, darunter noch ein Ziel, was auf unserer must-see-Liste stand. Darüber hinaus war Chinon ein sehr malerisches Städtchen mit charmanten Altstadtgässchen, Sandstein- und Fachwerkhäusern, Platanenalleen und lauschigen kleinen Plätzen. Zum Parken eher schwierig, aber wir haben uns arrangiert. So weit war es dann auch wieder nicht zu den kostenfreien Parkplätzen am Fluss.
Unser Quartier lag direkt unterhalb der Burg in einem Altstadthaus. Passenderweise hieß sie „Cave“ Höhle, weil es so verwinkelt war und eher wenig Zugang zu Tageslicht hatte. Aber für eine Woche hatte das durchaus Charme.
Die Burg:

Bereits im 5. Jahrhundert bestand hier eine römische Befestigung, 1044 fiel die Festung an die Grafen von Anjou und damit (über die Herrschaft der Normandie) an die englischen Könige aus dem Haus Plantagenet. Berühmteste Vertreter sind König Heinrich II., dessen Lieblingsburg Chinon war und der auch hier starb. Seine Frau Eleonore von Aquitanien und die Söhne Richard Löwenherz und Johann Ohneland. Nach Ende des angevinischen Reiches wurde Chinon französische Krondomäne. Hier traf Jeanne d’Arc den französischen König Karl VII. Unter König Heinrich IV. (das ist der von Navarra mit der Bartholomäusnacht) wurde Chinon zum Gefängnis, ging später in den Besitz von Kardinal Richelieu über, dessen Erben sie bis zur Französischen Revolution hielten. Gefängnis war die Burg aber auch schon im 14. Jahrhundert gewesen, als man hier hochrangige Mitglieder des Templerordens inhaftierte, die später auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.
Eine Menge Geschichte also und ein sehr malerisches Bauwerk, das einen schönen Ausblick die Stadt und den Fluss bietet.

Den Saal, wo Johanna den König wundersam erkannt hat, gibt es nicht mehr – schon aber noch einige restaurierte Räume im Donjon, die der Zeit Heinrichs und Eleonores nachgestellt wurden.

Man kann auf Türme steigen und in Verliese hinab, wo man geheimnisvolle Ritzzeichnungen der gefangenen Tempelritter sehen kann.

Eine sehr vielfältige Anlage, die von den verschiedenen geschichtlichen Epochen zeigt. Das war spannend – und natürlich auch special interest. ;) Wir mochten auch die Zypressen, die dem ganzen einen mediterranen Touch geben.
Praktischerweise muss man den Burgberg nicht erklimmen, wenn man hinauf oder hinab möchte – man kann mit einem kostenlosen gläsernen Fahrstuhl fahren. Das haben wir gemacht und dann natürlich auch noch die Stadt durchschlendert.

Wir haben zu Mittag eine Quiche gegessen und sind später am Nachmittag noch mal zur Kapelle der Heiligen Radegunde gelaufen. Die war zwar schon für den Winter geschlossen, aber der Weg war trotzdem schön.

An der Kirche des Collegiale St. Mexme geht es hinauf auf den Weinberg, wo in die weichen Tuffsteinwände überall Höhlen und Keller eingegraben wurde. Auch die Kapelle von Radegunde befindet sich so mitten im Hang. Ein malerischer Anblick. Auch innen soll sie sehr hübsch sein, mit alten Fresken, die Heinrich II. und Eleonore von Aquitanien zeigen sollten. Nun ja, nicht mehr nach September.
Wir sind den Weinberg wieder hinabgestiegen (Chinon ist auch berühmte Weingegend). Unten ging es noch ein Stück am Fluss entlang, der sehr schön von Pappelalleen gesäumt ist. Da unten steht auch ein Denkmal von Rabelais, einem berühmten Sohn der Stadt und berühmten französischen Autor.

Doch, sehr schöne Stadt und sehr guter Stützpunkt.
Stimmung:
historisch