Dornröschenschloss mit Kürbissen
19 Nov 2025 06:32 pmMan hat im Tal der Loire (und Nebenflüssen) ja eine Menge Auswahl an malerischen Schlössern, man weiß nicht so recht, wonach wir uns entscheiden sollten. Für den nächsten Tag haben wir Château d’Usse ausgewählt, das nur etwa 10 km von Chinon entfernt am Ufer der Indre liegt (wieder nicht an der Loire).

Schon der erste Eindruck ist sehr schön – und lässt sehr gut nachvollziehen, warum das Schloss als Dornröschenschloss gilt. Das aber gar nicht mal wegen der verwunschenen Türmchen, sondern weil sich hier öfters der französische Märchenschriftsteller Charles Perrault aufgehalten hat, der hier zum Märchen La belle au bois dormant inspiriert worden sein soll. Deshalb gibt es im Turm auch eine Dornröschenausstellung – wir haben aber zuerst mal Innenräume angeschaut:

Man kann eine ganze Reihe von Innenräumen anschauen, die teils mit echtem Kaminfeuer beheizt und damit recht wohnlich sind. Es wird tatsächlich auch noch im Schloss gewohnt – es ist in Privatbesitz und wird zu bestimmten Zeiten des Jahres (z.B. Weihnachten) bewohnt.

So ein nettes kleines Anwesen mit einem netten kleinen Garten.
Am Tag vor Halloween hatten wir viel Vergnügen mit den überall verteilten Kürbissen, mal mit, mal ohne Gesicht. Das war schon sehr spaßig.

Und natürlich haben wir auch den Turm erklommen zur Dornröschenausstellung – nun ja, mit großen Puppen wurden Märchenszenen nachgestellt. Erheitert hat uns, dass der Prinz sich vor der Begegnung mit der Prinzessin offenbar noch mal umgezogen hat. Natürlich, wir sind in Frankreich, da kann man der Dame nicht im schnöden Reisegewand seine Aufwartung machen. *g*
Nach dem Dornröschen ging es dann über den Dachboden des Schlosses – das war spaßig und abenteuerlich und da möchte man doch wirklich nach Schätzen und Abenteuern suchen.

Draußen ist vor allem die Schlosskapelle sehenswert, die hinter zwei mächtigen Libanonzedern (Geschenken von Chateaubriand) befindet. Sie ist frisch restauriert in strahlendem Weiß und zeigt Elemente der Gotik und der Renaissance.

Außerdem kann man auf dem Gelände noch Weinkeller besichtigen, Stallungen und Nebengebäude und einem Bambuswäldchen. Das war spaßig, da Bambus ja viel schneller wächst, stellen wir uns vor, dass Dornröschen zuerst von Bambus eingeschlossen wurde, bevor es dann nach 100 Jahren doch mehr Rosen waren.

Das Schloss ist keine Hauptsehenswürdigkeit – deshalb gab es da nichts zu essen. Wir sind also in den Ort gegangen, um dort was zu finden und haben nach etwas ratlosem Herumstehen dann doch in einem Hinterhof ein Restaurant gefunden und guten Burger verspeist.
Auf dem Rückweg haben wir noch Halt in Candes-Saint-Martin gemacht. Das ist ein kleines Dörfchen am Zusammenfluss von Vienne und Loire, das besonders mit dem Heiligen Martin von Tours verbunden ist. – Das ist der vom Martinstag mit dem halben Mantel. St. Martin in im hohen Alter hier in der Kirche verstorben, als er auf Rundreise in seinem Bistum war. Man kann die Stelle in der Kirche heute an einer Bodenplatte noch sehen.

Mich erheitert vor allem die Geschichte, dass der tote Martin dann nachts von seinen Brüdern zum Fenster hinausgehoben wurde, um eilends über die Loire nach Tour verschifft zu werden. Man kann die Reliquien ja nicht woanders aufbewahren. ;)
Candes ist auch außerhalb der Kirche ein charmantes Örtchen. Wir sind ein bisschen herumgelaufen, am Schlösschen vorbei zu einem Aussichtspunkt.

Die Loire hat man da auch wieder nicht gesehen – aber Aussicht immerhin. :)
Stimmung:
romantisch

Schon der erste Eindruck ist sehr schön – und lässt sehr gut nachvollziehen, warum das Schloss als Dornröschenschloss gilt. Das aber gar nicht mal wegen der verwunschenen Türmchen, sondern weil sich hier öfters der französische Märchenschriftsteller Charles Perrault aufgehalten hat, der hier zum Märchen La belle au bois dormant inspiriert worden sein soll. Deshalb gibt es im Turm auch eine Dornröschenausstellung – wir haben aber zuerst mal Innenräume angeschaut:

Man kann eine ganze Reihe von Innenräumen anschauen, die teils mit echtem Kaminfeuer beheizt und damit recht wohnlich sind. Es wird tatsächlich auch noch im Schloss gewohnt – es ist in Privatbesitz und wird zu bestimmten Zeiten des Jahres (z.B. Weihnachten) bewohnt.

So ein nettes kleines Anwesen mit einem netten kleinen Garten.
Am Tag vor Halloween hatten wir viel Vergnügen mit den überall verteilten Kürbissen, mal mit, mal ohne Gesicht. Das war schon sehr spaßig.

Und natürlich haben wir auch den Turm erklommen zur Dornröschenausstellung – nun ja, mit großen Puppen wurden Märchenszenen nachgestellt. Erheitert hat uns, dass der Prinz sich vor der Begegnung mit der Prinzessin offenbar noch mal umgezogen hat. Natürlich, wir sind in Frankreich, da kann man der Dame nicht im schnöden Reisegewand seine Aufwartung machen. *g*
Nach dem Dornröschen ging es dann über den Dachboden des Schlosses – das war spaßig und abenteuerlich und da möchte man doch wirklich nach Schätzen und Abenteuern suchen.

Draußen ist vor allem die Schlosskapelle sehenswert, die hinter zwei mächtigen Libanonzedern (Geschenken von Chateaubriand) befindet. Sie ist frisch restauriert in strahlendem Weiß und zeigt Elemente der Gotik und der Renaissance.

Außerdem kann man auf dem Gelände noch Weinkeller besichtigen, Stallungen und Nebengebäude und einem Bambuswäldchen. Das war spaßig, da Bambus ja viel schneller wächst, stellen wir uns vor, dass Dornröschen zuerst von Bambus eingeschlossen wurde, bevor es dann nach 100 Jahren doch mehr Rosen waren.

Das Schloss ist keine Hauptsehenswürdigkeit – deshalb gab es da nichts zu essen. Wir sind also in den Ort gegangen, um dort was zu finden und haben nach etwas ratlosem Herumstehen dann doch in einem Hinterhof ein Restaurant gefunden und guten Burger verspeist.
Auf dem Rückweg haben wir noch Halt in Candes-Saint-Martin gemacht. Das ist ein kleines Dörfchen am Zusammenfluss von Vienne und Loire, das besonders mit dem Heiligen Martin von Tours verbunden ist. – Das ist der vom Martinstag mit dem halben Mantel. St. Martin in im hohen Alter hier in der Kirche verstorben, als er auf Rundreise in seinem Bistum war. Man kann die Stelle in der Kirche heute an einer Bodenplatte noch sehen.

Mich erheitert vor allem die Geschichte, dass der tote Martin dann nachts von seinen Brüdern zum Fenster hinausgehoben wurde, um eilends über die Loire nach Tour verschifft zu werden. Man kann die Reliquien ja nicht woanders aufbewahren. ;)
Candes ist auch außerhalb der Kirche ein charmantes Örtchen. Wir sind ein bisschen herumgelaufen, am Schlösschen vorbei zu einem Aussichtspunkt.

Die Loire hat man da auch wieder nicht gesehen – aber Aussicht immerhin. :)
Stimmung:
romantisch