Friedhöfe Kaditz
12 Apr 2026 05:20 pmEs sind immer noch ein paar Friedhöfe übrig bei meiner Queste, alle Dresdner Friedhöfe anzuschauen. – Der Ausflug heute war aber gut für die Statistik, weil ich in Kaditz gleich drei Friedhöfe auf einmal bekommen habe. :)
Der erste Friedhof ist der Kirchhof der Emmauskirche. Es gab hier bereits im 13. Jahrhundert ein Kirchengebäude – und vielleicht ist die Linde im Kirchhof noch älter. Ich geb zu, die Linde hat mich dann verlockt, mich tatsächlich aufzuraffen, bei Friedhof alleine hätte vielleicht der Schweinehund gesiegt. Aber mit der Kaditzer Linde hatte ich die Gelegenheit, Dresdens ältesten Baum kennenzulernen.

Ein mächtiger Baum mit geteilten Stämmen, der schon mehrere Brände überstanden hat. Da das Innere hohl ist, lässt sich das Alter nicht mehr bestimmten, man schätzt auf 700 – 900 Jahre. Vor Ort heißt es 1000jährige Linde (mit Fragezeichen), das klingt natürlich noch besser. ;) Auf jeden Fall ist der mächtige Baum schon lange berühmt, selbst Goethe bewunderte schon ihr Alter.
Diese Kirche steht nun auf dem Kirchhof der Emmauskirche mit dem ältesten Friedhof von Kaditz. Es gibt also ein paar sehr schöne alte Grabmale (neogotisch und neobarock) – aber tatsächlich auch noch aktuelle Bestattungen.

Es gibt auch noch eine zweite historische Linde, die Schulmeisterlinde, für die ein Pflanzdatum (Ostern 1622) belegt ist. Damit ist sie der älteste dokumentierte Baum.

Da der Friedhof an der Kirche Ende des 19. Jahrhunderts zu klein wurde, begann man schräg gegenüber mit einem neuen Friedhof. 1870/71 (kurz nach der Eröffnung) wurden hier verstorbene französische Kriegsgefangene bestattet, die im Kriegsgefangenenlager Übigau aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen, Kälte und Elbhochwasser verstorben waren.

Heute erinnert eine Gedenkstätte an diese Kriegsgefangenen, alle 114 Soldaten sind namentlich genannt.
Ansonsten ist dieser Friedhof eher übersichtlich belegt. Wikipedia sagt, dass er 2017 beschränkt geschlossen wurde – an Überfüllung kann das eher nicht gelegen haben, da ist doch sehr viel freie Fläche, die einen etwas verwilderten Parkeindruck machte.

Aber hübsch und durchaus stimmungsvoll.
Der dritte Kaditzer Friedhof wurde 1878 an der Spitzhausstraße eingeweiht. Der ist der größte der drei und immer noch in Betrieb – zum großen Teil ist es auch ein ganz „normaler“ Friedhof mit Feierhalle. Neben den „normalen“ Grabreihen gibt als modernere Bestattungsform zahlreiche Urnengemeinschaftsanlagen. Bemerkenswert für mich die zahlreichen Glaselemente an Grabsteinen.

Auch nett, sehr großzügig, und bietet sich ebenfalls parkähnlich zum Spazierengehen an.
Alle drei Friedhöfe waren besucht. Es blühte frühlingshaft und viele, viele Vögelchen waren unterwegs. Das war sehr schön, selbst wenn die Bäume noch zum Großteil ohne Laub waren.
Als Frühlingsausflug war es jedenfalls sehr lohnend (kostet ja nix mit Deutschlandticket) – die beiden uralten Linden besuche ich aber vielleicht noch mal im Sommer, um sie in ganzer belaubter Schönheit bewundern zu können. :)
Stimmung:
historisch
Der erste Friedhof ist der Kirchhof der Emmauskirche. Es gab hier bereits im 13. Jahrhundert ein Kirchengebäude – und vielleicht ist die Linde im Kirchhof noch älter. Ich geb zu, die Linde hat mich dann verlockt, mich tatsächlich aufzuraffen, bei Friedhof alleine hätte vielleicht der Schweinehund gesiegt. Aber mit der Kaditzer Linde hatte ich die Gelegenheit, Dresdens ältesten Baum kennenzulernen.

Ein mächtiger Baum mit geteilten Stämmen, der schon mehrere Brände überstanden hat. Da das Innere hohl ist, lässt sich das Alter nicht mehr bestimmten, man schätzt auf 700 – 900 Jahre. Vor Ort heißt es 1000jährige Linde (mit Fragezeichen), das klingt natürlich noch besser. ;) Auf jeden Fall ist der mächtige Baum schon lange berühmt, selbst Goethe bewunderte schon ihr Alter.
Diese Kirche steht nun auf dem Kirchhof der Emmauskirche mit dem ältesten Friedhof von Kaditz. Es gibt also ein paar sehr schöne alte Grabmale (neogotisch und neobarock) – aber tatsächlich auch noch aktuelle Bestattungen.

Es gibt auch noch eine zweite historische Linde, die Schulmeisterlinde, für die ein Pflanzdatum (Ostern 1622) belegt ist. Damit ist sie der älteste dokumentierte Baum.

Da der Friedhof an der Kirche Ende des 19. Jahrhunderts zu klein wurde, begann man schräg gegenüber mit einem neuen Friedhof. 1870/71 (kurz nach der Eröffnung) wurden hier verstorbene französische Kriegsgefangene bestattet, die im Kriegsgefangenenlager Übigau aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen, Kälte und Elbhochwasser verstorben waren.

Heute erinnert eine Gedenkstätte an diese Kriegsgefangenen, alle 114 Soldaten sind namentlich genannt.
Ansonsten ist dieser Friedhof eher übersichtlich belegt. Wikipedia sagt, dass er 2017 beschränkt geschlossen wurde – an Überfüllung kann das eher nicht gelegen haben, da ist doch sehr viel freie Fläche, die einen etwas verwilderten Parkeindruck machte.

Aber hübsch und durchaus stimmungsvoll.
Der dritte Kaditzer Friedhof wurde 1878 an der Spitzhausstraße eingeweiht. Der ist der größte der drei und immer noch in Betrieb – zum großen Teil ist es auch ein ganz „normaler“ Friedhof mit Feierhalle. Neben den „normalen“ Grabreihen gibt als modernere Bestattungsform zahlreiche Urnengemeinschaftsanlagen. Bemerkenswert für mich die zahlreichen Glaselemente an Grabsteinen.

Auch nett, sehr großzügig, und bietet sich ebenfalls parkähnlich zum Spazierengehen an.
Alle drei Friedhöfe waren besucht. Es blühte frühlingshaft und viele, viele Vögelchen waren unterwegs. Das war sehr schön, selbst wenn die Bäume noch zum Großteil ohne Laub waren.
Als Frühlingsausflug war es jedenfalls sehr lohnend (kostet ja nix mit Deutschlandticket) – die beiden uralten Linden besuche ich aber vielleicht noch mal im Sommer, um sie in ganzer belaubter Schönheit bewundern zu können. :)
Stimmung:
historisch