rabensturm: (drei)
[personal profile] rabensturm
In der Komödie Dresden wurde vor einigen Jahren mit Rainer König in der Titelrolle Baba Jaga auf die Theaterbühne gebracht. Die klassischen Elemente russischer Märchen wurden zu einer eigenen Geschichte zusammengebastelt, die neu war und doch gleichzeitig Vertrautes bot. Väterchen Frost und Snegurotschka, Iwanuschka der Held – und nicht zuletzt die schrecklich schöne Baba Jaga mit ihrem Häuschen auf dem Hühnerbein. Es war kein Wunder, dass das Stück ein voller Erfolg wurde und von großem und kleinen Publikum geliebt. Angespornt vom Erfolg wurde ein zweiter Teil auf die Bühne gebracht und ein ebensogroßer Erfolg.

Auch wenn die Komödie inzwischen zur Comödie wurde, wurden die Stücke über die Jahre wiederholt, meist zur Winterzeit. 2011 gab es jedoch eine Premiere: Baba Jaga ging ins Freie. Ein Sommerstück, open air auf dem Weißen Hirsch! „Baba Jaga und der Bart des Drachen“

Das Sommerstück konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Geschrieben habe ich dazu aber hier seltsamerweise nichts – das kann aber daran liegen, dass es in der Islandberichterstattung unterging, weil es direkt nach dem Urlaub war. Dann eben jetzt, denn genau dieses Stück gab es gestern noch mal im Kulturpalast. Kulturpalast deshalb, weil es das angepasste open-air-Stück war und deshalb mit tierischer Unterstützung aufwarten konnte. Die Möpse hätte man vielleicht in der Comödie untergebracht, aber Esel, Kuh und Kamel…? ;)

Die Handlung ist gewohnt turbulent: Baba Jaga will ihre Zauberkraft zurück und reist zu diesem Zwecke zur Walpurgisnacht zum Brocken. Sie stürzt allerdings mit ihrem fliegenden Soljanka-Kessel, stolpert über Uratio, die Uhrzeitschnecke, und landet mit ebenjener Schnecke 500 Jahre zurück im russischen Mittelalter. Das Uhrwerk ist dabei kaputtgegangen und nur der Bart eines Drachen kann es reparieren – und finden kann man den natürlich nur zu zweit. ;) Man suche also einen Drachen und am besten noch einen Recken, der den Drachen erlegen kann. Vitali, der vitale Recke, kommt da wie gerufen. Er will sich als Drachentöter beweisen, Ruhm und Hymnen ernten und natürlich die reizenden Prinzessin Warwara retten, die kurz zuvor vom Drachen geraubt wurde. Die dralle Amme Ludmilla ist bereits auf der Suche nach dem schönen Kind und gemeinsam erreichen sie nach gefährlicher Reise die Drachenhöhle. Es stellt sich dabei heraus, das der Drache Rasputin (die Feuerraspel) ein Ex-Mann von Baba Jaga ist und sogar einen Sohn mit dieser hat: Ali Baba! Dieser taucht tatsächlich auch mit seinem fliegenden Teppich auf, als Rasputin eben besiegt und die Prinzessin befreit wurde. Und mit diesem Teppich und dem Bart des Drachen kommt Baba Jaga noch rechtzeitig zur Hexennacht und zurück zu ihrer Macht. Vitali und Warwara heiraten – ebenso wie Ludmilla und der wüste Ali Baba. Happy Ed für alle. ;)

Wie immer gab es tolle Schauspieler und eine mit Liebe zu russischen Märchen ausgestaltete Geschichte. Besonders beeindruckend waren auch die mitspielenden Tiere, die sich weder durch Feuerspiele noch durch herumturnende Hexenweiber aus der Ruhe bringen ließen. *g* Die Anspielungen auf das Dschungelcamp und dergleichen kulturelle Höhepunkte, fand ich aber nicht soo witzig. Vielleicht kommt daher mein Eindruck, dass der Teil der bisher schwächste der Reihe war. Weil es teilweise mehr eine Aneinanderreihung von Gags war als wirkliche Handlung und auch die Tiere noch untergebracht werden mussten. – Andererseits gab es auch in den ersten Teilen schon sehr flache Witze und das hat mich nicht gestört. Vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass auf der Freiluftbühne und im Kulturpalast das Geschehen viel weiter entfernt war als in der eher überschaubaren Comödie. Vielleicht lag es nur daran, dass mich das Stück nicht ganz so begeistert hat, wie die anderen. Was aber nicht heißt, dass ich keinen Spaß hatte. Ich hatte sehr viel Spaß, wir haben viel gelacht. Die Schauspieler und die Tiere waren super, die Kostüme wie immer großartig und das Stück insgesamt wirklich gut. Die anderen Teile waren eben nur noch besser. ;) Zumindest meiner Meinung nach. ;)

Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt schon auf Teil 4, der im Februar in der Comödie läuft. „Baba Jaga und Zar Wasserwirbel“. Noch ein Ex-Mann der Hexe *g* und vielleicht wieder eine engere Anlehnung an russische Märchenvorlagen. *g* Ich bin gespannt und schon sehr vorfreudig!

Stimmung:
vorfreudig

Date: 10 Jan 2012 10:13 pm (UTC)
From: [identity profile] blauerfalke.livejournal.com
Noch mehr Ex-Männer... vielleicht gibts auch noch mehr Kinder? ;)

Date: 13 Jan 2012 08:12 am (UTC)
From: (Anonymous)
Das schauen wir uns am 16.2. an, wenn wir zum 4. Teil gehen.

LG

Susann

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