…ist Schottland sicherlich nicht. Nicht einmal bei Mrs. Favell Lee Mortimer, die im 19. Jahrhundert klischeebeladene
Reiseführer geschrieben hat. Aus heutiger Sicht bitterböse und jenseits jeglicher Political Correctness – aber spaßig. *g* Vor allem, wenn man vorhat zu verreisen.
Nächste Woche Freitag beginnt der Urlaub. Da will ich schon mal einen Vorgeschmack geben mit Mrs. Mortimers liebenswürdiger Landeskunde:
Ist Schottland wie England? Nein – es ist schöner. Es gibt dort nicht so viele Bäume wie in England, aber es gibt sehr hohe Hügel, höher als alle Hügel in England, und größere Seen und mehr Flüsse und Wasserfälle. Eines Tages sagte ein Reisender zu einem Schotten:
„Regnet es immer so wie jetzt?“
„Nein“, erwiderte der Mann, „manchmal schneit es auch.“
Dann gibt es dort ein Gericht, dass Haggis genannt und aus Hafermehl, Fett, Leber und Speck zubereitet wird, alles zusammen wird in einer Haut gekocht; ein anderes Gericht, bei dem man alles Mögliche zusammenkocht und dann Suppe daraus macht, heißt Hotch-Potch. Der arme Schotte behilft sich außerdem mit Grünzeug und Eiern. Es wäre besser, wenn er zu seinem einfachen Essen auch nur Wasser tränke; aber die Schotten lieben ihren Whisky.
Die Schotten sind groß und stark und haben lange Knochen. Sie haben breite Gesichter und hohe Wangenknochen. Ihre Augen und Haare sind hell. Sie sehen ernst und nachdenklich aus. Die Schotten sind sehr weise und empfindsam. Sie lesen gern.
Eines der Hauptlaster der Schotten ist ihre Liebe zum Whisky. Ein anderes ihre Liebe zum Geld. Oft verlangen sie mehr, als sie sollten, dafür geben sie nicht gern. Sie sind fleißig, aber nicht hilfsbereit. Sie geben sich nicht all zu viel Mühe, einem Fremden gefällig zu sein. Sie sind sehr ernsthaft und mögen keine Scherze; doch sie lieben Musik und können einige sehr schöne Lieder singen; aber der Klang der schottischen Dudelsäcke wird einem nicht gefallen. Der Lärm ist fast so grässlich wie das Quietschen einer Tür oder Katzengeschrei.
Edinburgh ist die Hauptstadt von Schottland. Dies ist die schönste Stadt der Welt. Was macht sie so schön? Der grüne Hügel, auf dem oben das Schloss liegt. Wenn man durch die feinen, breiten Straßen spaziert, sieht man, wann immer man aufsieht, diesen Hügel und das Schloss und sagt: „Wie großartig, wie schön!“
Nicht alle Straßen sind breit. Es gibt schmale Straßen, dass zwei Menschen kaum aneinander vorbeikommen, und Freunde können aus gegenüberliegenden Fenstern wohl leicht die Hände schütteln. Wie dunkel und trostlos müssen diese Häuser sein! Diese schmalen Straßen tragen genau den richtigen Namen. Sie werden „closes“ genannt, und sie sind wirklich sehr eng. Die Häuser sind zwölf oder 14 Stockwerke hoch und überfüllt mit sehr schmutzigen armen Leuten.
Es gibt sie immer noch die Closes – und zwischen hohen Häusern führen sie heutzutage schon mal in einen verwunschenen Gärten. Zumindest war das 2007 so und ich bin gespannt, was wir diesmal entdecken. :)
Stimmung:
erwartungsvoll
Reiseführer geschrieben hat. Aus heutiger Sicht bitterböse und jenseits jeglicher Political Correctness – aber spaßig. *g* Vor allem, wenn man vorhat zu verreisen.
Nächste Woche Freitag beginnt der Urlaub. Da will ich schon mal einen Vorgeschmack geben mit Mrs. Mortimers liebenswürdiger Landeskunde:
Ist Schottland wie England? Nein – es ist schöner. Es gibt dort nicht so viele Bäume wie in England, aber es gibt sehr hohe Hügel, höher als alle Hügel in England, und größere Seen und mehr Flüsse und Wasserfälle. Eines Tages sagte ein Reisender zu einem Schotten:
„Regnet es immer so wie jetzt?“
„Nein“, erwiderte der Mann, „manchmal schneit es auch.“
Dann gibt es dort ein Gericht, dass Haggis genannt und aus Hafermehl, Fett, Leber und Speck zubereitet wird, alles zusammen wird in einer Haut gekocht; ein anderes Gericht, bei dem man alles Mögliche zusammenkocht und dann Suppe daraus macht, heißt Hotch-Potch. Der arme Schotte behilft sich außerdem mit Grünzeug und Eiern. Es wäre besser, wenn er zu seinem einfachen Essen auch nur Wasser tränke; aber die Schotten lieben ihren Whisky.
Die Schotten sind groß und stark und haben lange Knochen. Sie haben breite Gesichter und hohe Wangenknochen. Ihre Augen und Haare sind hell. Sie sehen ernst und nachdenklich aus. Die Schotten sind sehr weise und empfindsam. Sie lesen gern.
Eines der Hauptlaster der Schotten ist ihre Liebe zum Whisky. Ein anderes ihre Liebe zum Geld. Oft verlangen sie mehr, als sie sollten, dafür geben sie nicht gern. Sie sind fleißig, aber nicht hilfsbereit. Sie geben sich nicht all zu viel Mühe, einem Fremden gefällig zu sein. Sie sind sehr ernsthaft und mögen keine Scherze; doch sie lieben Musik und können einige sehr schöne Lieder singen; aber der Klang der schottischen Dudelsäcke wird einem nicht gefallen. Der Lärm ist fast so grässlich wie das Quietschen einer Tür oder Katzengeschrei.
Edinburgh ist die Hauptstadt von Schottland. Dies ist die schönste Stadt der Welt. Was macht sie so schön? Der grüne Hügel, auf dem oben das Schloss liegt. Wenn man durch die feinen, breiten Straßen spaziert, sieht man, wann immer man aufsieht, diesen Hügel und das Schloss und sagt: „Wie großartig, wie schön!“
Nicht alle Straßen sind breit. Es gibt schmale Straßen, dass zwei Menschen kaum aneinander vorbeikommen, und Freunde können aus gegenüberliegenden Fenstern wohl leicht die Hände schütteln. Wie dunkel und trostlos müssen diese Häuser sein! Diese schmalen Straßen tragen genau den richtigen Namen. Sie werden „closes“ genannt, und sie sind wirklich sehr eng. Die Häuser sind zwölf oder 14 Stockwerke hoch und überfüllt mit sehr schmutzigen armen Leuten.
Es gibt sie immer noch die Closes – und zwischen hohen Häusern führen sie heutzutage schon mal in einen verwunschenen Gärten. Zumindest war das 2007 so und ich bin gespannt, was wir diesmal entdecken. :)
Stimmung:
erwartungsvoll
no subject
Date: 6 Jun 2012 09:09 pm (UTC)Wie dem auch sei: Edingburgh ist eindeutig eine der schönsten Städte der Welt und ich liebe dieses Land! Ganz viel Spaß dort!
Liebe Grüße,
Mila
http://100bücher.blogspot.com