rabensturm: (wirbel)
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Letzten Freitag waren wir in Köln im Tanzbrunnen zum Doppelkonzert von Dick Brave und BossHoss. Ich hab ja beide schon live gesehen, mag beide, da war die Kombination natürlich noch verlockender. Und – auch wenn es nicht in Zweifel stand – natürlich hat es sich gelohnt. Toller Abend, tolle Musik!

Das ganze war eine Open-Air-Veranstaltung direkt am Rheinufer, gegenüber von Dom und Hauptbahnhof. Wir haben auch am Bahnhof geparkt, sind über die Hohenzollenbrücke mit ihren vielen Liebesschlössern über den Rhein gelaufen und haben uns lieber in die Sone gesetzt, als uns an der langen Schlange anzustellen. Es war Zeit genug – und im Tanzbrunnen verteilten sich die Leute dann auch. Das Gelände ist ziemlich groß und man konnte auch von weiter hinten noch gut was sehen. Und es flogen einem da hinten auch nicht die Ohren ab. ;)

Es waren schon ziemlich viele Leute, mehr Leute und mehr Gedrängel hätte ich auch nicht haben wollen. Wetter hat zum Glück auch mitgespielt. Großes Glück, da schon den ganzen Nachmittag gruslig graue Gewitterwolken über uns zusammenzogen. Aber es blieb den Abend bis auf ein paar einzelne Tropfen trocken – die Regenmassen brachen erst hernieder, als wir schon wieder im Auto saßen. Wirklich Glück gehabt – und des strikten Konzertendes. 22 Uhr war Schluss wegen Ruhestörung. Das letzte Lied wurde noch ausgespielt, aber Zugabe gabs nicht. Da konnte das Publikum noch so sehr pfeifen und brüllen.

Kommen wir nun zur Musik – und das ist ja auch die Hauptsache:

Vorband: Kitty, Daisy & Lewis
Hatte ich vorher nie gehört. Auf der Bühne standen also Kitty, Daisy und Lewis und noch ein paar Leute mehr, die altmodische rockige 60iger-Jahre-Musik machten. Das war durchaus nett, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Ich hätte keine Vorband gebraucht (zumal es ja eh zwei Konzerte waren). Ich fand die Ska-Rhythmen mit dem jamaikanischen Trompetenspieler nett, aber das war’s dann halt auch. Nett, spaßig, kein Verlust, wenn man es nicht gehört hat.

Dick Brave and the Backbeats
Ach ja… herrlich. Die Jungs hab ich ja im Frühling schon gesehen – und sie haben wieder die Massen gerockt. Schmissiger Sound, große Begeisterung, nette Spielchen mit dem Publikum. Dick Brave plauderte aus seiner Vergangenheit, wie er aus Kanada das erste Mal nach Deutschland gekommen ist, und alberte mit seinen Bandkollegen herum. Gute Laune war also garantiert und wir hüpften und tanzten und sangen mit all den vielen Leuten herum. Die Show war den Eintritt allein schon wert, den schau ich mir auch jederzeit gerne wieder an, wenn es mal wieder ein Konzert in Reichweite gibt! Ansonsten kann man ja auch bei den CDs mitsingen, die auch sehr nett sind.

Die Lieder waren ähnlich zusammengestellt wie im März beim Konzert – und es gab am Ende auch wieder die großartige Version von great balls of fire – bei der die Jungs reihum die Instrumente tauschten. Sehr spaßig!

BossHoss
Auch die Jungs hab ich schon live gesehen und finde, dass das noch viel besser ist als aud den CDs, weil die sich so spaßig gegenseitig belabern und mit dem Publikum spielen. Nichtsdestotrotz konnte der Auftritt das hohe Niveau von Dick Brave nicht halten. Für mich zumindest nicht. Der Eindruck wär vielleicht auch anders gewesen, wenn sie nicht so eine großartige Vorstellung davor gehabt hätten.

Es war erst mal sehr laut, sehr rockig und sehr hell – weil sie hinter der Bühne massenweise Scheinwerfer aufgebaut hatten, die volle Kanne ins Publikum leuchteten. Da sah man quasi gar nichts mehr… Bei den Liedern waren einige altbekannte dabei, aber auch viele, die von der neuen CD sein müssen. Und da muss ich sagen, dass mir die alten Sachen doch besser gefallen haben. BossHoss entwickeln sich weiter, weg von Country hin zu… was weiß ich, wie die Schublade heißt… Wie blauerfalke schon sagte, man kann quasi nur noch headbangen dazu… Spaß hatten wir aber trotzdem, haben trotzdem mitgesungen und mitgetanzt. :) Und ich mag die „Tijuana WonderBrass“. *g*

Die meisten Leute waren für BossHoss gekommen, das war ziemlich offensichtlich. Das Publikum war ziemlich gemischt – aber war haben immerhin 7 Petticoats gezählt, was ja keine zu verachtende Quote ist. Und ich finde es natürlich super, dass die BossHoss-Fans bei Dick Brave so mitgefeiert haben. *g*

Insgesamt ein sehr schöner Abend mit richtig guter Laune und viel guter Musik. Wie gesagt, jederzeit noch mal zu Dick Brave – ob ich BossHoss in dem Stil noch mal live haben muss… weiß ich nicht. Die neue CD brauch ich wohl eher nicht. Aber vielleicht tu ich ihnen auch unrecht und sie hatten einfach nur nicht ihren besten Tag…

Und wie gesagt, dem strikten Lärmschutz und dem Wettergott sei Dank, sind wir halbwegs trocken zum Auto gekommen, bevor der Wolkenbruch losging. *g*

Stimmung:
überdreht und begeistert

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