Blumen auf der Insel Mainau
15 Oct 2012 09:24 pmNach dem Besuch der Obst- und Gemüseinsel Reichenau zogen wir weiter zur Blumeninsel Mainau. Inzwischen hatten sich die leichten Morgennebel verzogen und wir konnten einen wunderbaren Herbsttag genießen, der die Blumenpracht vergoldete. Wunderbar!
Die Insel Mainau ist mit ca. 45 ha Fläche die drittgrößte Insel des Bodensees. Sie gehört der schwedischstämmigen Adelsfamilie Bernadotte, die die Garten- und Parkanlagen und das ganze Gelände unterhält. Glaube ich auch gerne, dass das alles viel Geld verschlingt – entsprechend waren die Eintrittspreise.
Man erreicht die Insel über eine Brücke, am Schwedenkreuz vorbei und kann dann zwischen den verschiedenen Wegen wählen oder auch nur ziellos herumflanieren. Wir folgten zuerst der Sequoia-Allee, um uns Stück für Stück weiter voranzupirschen. Ausblicke gab es überall, auf den See und die Insel und natürlich den wunderbar gestalteten Part und die Gärten. Es gab noch zahllose blühende Rosen, Herbstblumen und natürlich die Dahlien…
Mehr als 270 Sorten und schier unendlich viele Blüten:

Auch die italienische Treppe und der Rosengarten waren spektakulär und natürlich das barocke Schloss. Eigentlich überall Fotomotive, man musste nur draufhalten. ;) Deshalb gibt’s auch erst mal eine kleine Bilderflut, bevor wir noch zu etwas nutzlosem Wissen kommen. ;)




Die Insel Mainau ist seit frühester Zeit besiedelt. Auch hier gab es Pfahlbautensiedlung aus der Stein- und Bronzezeit. Die Römer waren hier und später gehörte die Insel zum Kloster Reichenau. Kein Wunder, dass der Platz so begehrt war, bei dem milden, fast mediterranen Klima und den guten Wachstumsbedingungen.
Aus der Herrschaft des Klosters Reichenau ging die Insel Mainau über einige Zwischenschritte an die Deutschordenritter – bis es damit unter Napoleon vorbei war. Die Insel ging durch verschiedene weltliche adlige Hände, bis sie schließlich 1853 in den Besitz von Großherzog Friedrich I. von Baden kam, der die Insel als Sommersitz nutzte. Der Großherzog heiratete kurz darauf eine preußische Prinzessin – und die Tochter der beiden, Prinzessin Viktoria, heiratete den späteren schwedischen König. Zur Geburt der Prinzessin Viktoria wurde eine Linde gepflanzt, die man heute noch sehen kann.
Über Viktoria kam die Insel dann auch in den Besitz des schwedischen Königshauses. Dass sie nun nicht mehr königlich-schwedisch ist, liegt daran, dass Graf Lennart Bernadotte in den 30iger Jahren eine nicht standesgemäße Dame ehelichte und dafür aus dem Königshaus austrat und auf mögliche Thronrechte verzichtete. Er ließ sich auf Mainau nieder, machte in langjähriger Arbeit ein Blumenparadies darausund gewann einen Oscar als Dokumentarfilm-Produzent. Die gräfliche Familie lebt noch heute im Schloss und bewirtschafte die Insel – der Besitz liegt inzwischen allerdings bei einer Stiftung.
Wir haben einiges von der Insel gesehen und auch ein bisschen was vom Schloss, da zufällig gerade Schlossfest war und man die sonst verschlossenen Räume besichtigen durfte. Den Weißen Saal, den Grünen Salon… barocker Prunk in Gold und Farbe. Sehr beeindruckend – so wie auch die Schlosskirche.
Am Ende waren wir dann doch ein bisschen fußlahm, aber der Ausflug ist wirklich sehr schön und empfehlenswert. Und ich glaube immer noch, dass ich da vorher noch nie war – auch wenn meine Familie etwas anderes behauptet. ;) Dann war zumindest meine Erinnerung nicht mit dabei. ;)
Stimmung:
botanisch
Die Insel Mainau ist mit ca. 45 ha Fläche die drittgrößte Insel des Bodensees. Sie gehört der schwedischstämmigen Adelsfamilie Bernadotte, die die Garten- und Parkanlagen und das ganze Gelände unterhält. Glaube ich auch gerne, dass das alles viel Geld verschlingt – entsprechend waren die Eintrittspreise.
Man erreicht die Insel über eine Brücke, am Schwedenkreuz vorbei und kann dann zwischen den verschiedenen Wegen wählen oder auch nur ziellos herumflanieren. Wir folgten zuerst der Sequoia-Allee, um uns Stück für Stück weiter voranzupirschen. Ausblicke gab es überall, auf den See und die Insel und natürlich den wunderbar gestalteten Part und die Gärten. Es gab noch zahllose blühende Rosen, Herbstblumen und natürlich die Dahlien…
Mehr als 270 Sorten und schier unendlich viele Blüten:

Auch die italienische Treppe und der Rosengarten waren spektakulär und natürlich das barocke Schloss. Eigentlich überall Fotomotive, man musste nur draufhalten. ;) Deshalb gibt’s auch erst mal eine kleine Bilderflut, bevor wir noch zu etwas nutzlosem Wissen kommen. ;)




Die Insel Mainau ist seit frühester Zeit besiedelt. Auch hier gab es Pfahlbautensiedlung aus der Stein- und Bronzezeit. Die Römer waren hier und später gehörte die Insel zum Kloster Reichenau. Kein Wunder, dass der Platz so begehrt war, bei dem milden, fast mediterranen Klima und den guten Wachstumsbedingungen.
Aus der Herrschaft des Klosters Reichenau ging die Insel Mainau über einige Zwischenschritte an die Deutschordenritter – bis es damit unter Napoleon vorbei war. Die Insel ging durch verschiedene weltliche adlige Hände, bis sie schließlich 1853 in den Besitz von Großherzog Friedrich I. von Baden kam, der die Insel als Sommersitz nutzte. Der Großherzog heiratete kurz darauf eine preußische Prinzessin – und die Tochter der beiden, Prinzessin Viktoria, heiratete den späteren schwedischen König. Zur Geburt der Prinzessin Viktoria wurde eine Linde gepflanzt, die man heute noch sehen kann.
Über Viktoria kam die Insel dann auch in den Besitz des schwedischen Königshauses. Dass sie nun nicht mehr königlich-schwedisch ist, liegt daran, dass Graf Lennart Bernadotte in den 30iger Jahren eine nicht standesgemäße Dame ehelichte und dafür aus dem Königshaus austrat und auf mögliche Thronrechte verzichtete. Er ließ sich auf Mainau nieder, machte in langjähriger Arbeit ein Blumenparadies daraus
Wir haben einiges von der Insel gesehen und auch ein bisschen was vom Schloss, da zufällig gerade Schlossfest war und man die sonst verschlossenen Räume besichtigen durfte. Den Weißen Saal, den Grünen Salon… barocker Prunk in Gold und Farbe. Sehr beeindruckend – so wie auch die Schlosskirche.
Am Ende waren wir dann doch ein bisschen fußlahm, aber der Ausflug ist wirklich sehr schön und empfehlenswert. Und ich glaube immer noch, dass ich da vorher noch nie war – auch wenn meine Familie etwas anderes behauptet. ;) Dann war zumindest meine Erinnerung nicht mit dabei. ;)
Stimmung:
botanisch
no subject
Date: 15 Oct 2012 08:05 pm (UTC)no subject
Date: 15 Oct 2012 09:44 pm (UTC)So viele Blumen und das im Herbst... sehr beeindruckend. Und das mit dem Oscar ist spaßig *g*
no subject
Date: 16 Oct 2012 06:59 pm (UTC)