10 Jul 2012

rabensturm: (feder)
Der nächste Tag war wieder ein Fahrtag, der uns zurück in den Süden brachte, bis zum Loch Ness. Da wir uns schon denken konnten, dass wir dazu eine Weile brauchen würden – nicht zu vergessen, braucht die Fährfahrt ja auch ihre Zeit – so dass wir uns von der Touri-Info Kirkwall eine Unterkunft bei Drumnadrochit buchen lassen. Eine sehr gute Idee, angesichts der Zeit – und auch angesichts des Ergebnisses. Wir sind bei Andre untergekommen im Creag Mhor B&B, das mit seiner Werbung nicht untertreibt: ....overlooking beautiful Loch Meiklie. Once seen, never forgotten! Are you looking for a romantic and secret hideaway far from the beaten track ?? Do you want peace and quiet and want to get away from it all ??

Das schönste und luxuriöseste B&B der ganzen Reise, mit wunderbarem Ausblick auf Loch Meikle. Aber mit Sicherheit auch das versteckteste B&B, oben am Berg, am Ende einer unbefestigten Straße über Schmodder und Schotter. Und der Wegweiser unten an der Straße fehlte auch, so dass wir weit vorbeigefahren sind. Zum Glück war da eine sehr freundliche Dame, die, als wir nach dem Weg fragten, für uns anrief und Andre an den Abzweig bestellte, so dass wir ihm hoch zum Haus folgen konnten. Wir waren nicht blind! Das Schild war weg – wir konnten es nicht sehen, weil der Schildbesitzer es zum malen mitgenommen hat!

Andre hat uns herzlich aufgenommen, nützliche Informationen mitgegeben – und ganz nebenbei waren Haus und Zimmer (und Frühstück) einfach fantastisch. Sehr empfehlenswert, wenn man in der Nähe von Loch Ness übernachten möchte.

Drumnadrochit, der Ort in der Nähe, ist das Zentrum des Nessie-Tourismus am Loch Ness. Es gibt unzählige Läden, Bootstouranbieter, Souvenirshops, Restaurants und nicht zu vergessen zwei Nessie-Besucherzentren mit mehr oder weniger wissenschaftlichen Anspruch. Wir waren natürlich drin, aber erst am nächsten Morgen. Am Abend dieses Fahrtages haben wir nur ein bisschen geguckt, was gegessen – und dann die Annehmlichkeiten unserer noblen Unterkunft genossen. :)

Stimmung:
verregnet
rabensturm: (feder)
Zuerst haben wir uns auf eines der großen schottischen Highlights gestürzt, bevor die ganzen Reisebusse auftauchen. Urquhart Castle am Loch Ness. Das große Fotomotiv:



…das es bei uns natürlich wieder nur grau und regnerisch gab. Aber es war schon okay, für unsere Besichtigung reichte es. Das Castle war trotzdem sehr schön und machte vor dem nebelverhangenen See des Ungeheuers auch einen sehr malerischen Eindruck.

Es lohnt sich übrigens auch, den Film im Besucherzentrum anzusehen. Der ist optisch sehr hübsch und gibt einen Eindruck von der wechselvollen Geschichte der Burg. Und dann kamen die Busse und wir haben zugesehen, dass wir Land gewinnen. ;)

Wir sind weitergefahren Richtung Osten. Wir haben Inverness nur kurz gestreift, das Schlachtfeld von Culloden ebenfalls. Dort wurden 1746 die schottischen Jakobiten unter Bonnie Prince Charlie von den Engländern vernichtend geschlagen. So vernichtend, dass die Schlacht noch heute als patriotisches Trauma der Schotten gilt. Man kann sich das Schlachtfeld ansehen, von trauriger Dudelsackmusik untermalt… das war dann doch nicht so unseres. Wir sind nur dran vorbeigefahren und haben die Fahnen gesehen, die die unterschiedlichen Frontlinien zeigen.

Wir sind weitergefahren, um uns wieder der älteren Geschichte zuzuwenden. Den Clava Cairns. Es handelt sich dabei wieder um Hügelgräber, die aber hier noch von Steinkreisen umgeben sind. Es sind mehrere Cairns, mehrere stehende Steine, die ursprünglich wohl auch auf den Mittwinter-Sonnenaufgang ausgerichtet waren. Heute sieht man die mächtigen Mauern und Steinanhäufungen, bei denen nicht immer ein Eingang ersichtlich ist. Dazu die stehenden Steine – und die wirklich schönen alten Bäume – das hat einen ganz eigenen, mystischen, leicht melancholischen Reiz.



Die Bäume sind tatsächlich auch mit… landschaftsgestalterischen Aspekten so gepflanzt worden. In den romantischen viktorianischen Zeiten, als man sich für die Monumente der Vorzeit zu interessieren begann.

Wir sind weitergefahren, haben noch einen piktischen Stein angeguckt und schließlich in Elgin angehalten, um uns die Kathedrale anzusehen. Ich war vor 5 Jahren schon mal hier uns erinnere mich, dass wir da schon Schwierigkeiten mit der Orientierung hatten. Und dass es regnerisch war, zur Besichtigung aber die Sonne rauskam. So war es diesmal auch. :)





Die 1224 gegründete Kathedrale wurde im Volksmund „die Laterne des Nordens“ genannt und war damals die größte Kathedrale Schottlands. Sie wurde in den Wirren der Reformation zerstört – der „Wolf von Badenoch“, ein unehelicher Sohn von König Robert I. brachte die Laterne 1390 zum brennen, nachdem die Streitigkeiten mit dem Bischof eskalierten.

Heute stehen noch zwei Türme, die man besteigen kann und die beeindruckende Front. Es gibt noch Räume, in denen Veranstaltungen stattfinden – und Schulkinder als Mönche verkleidet Projekte durchführen. Sehr sympathisch. ;)

Wir haben uns auch ein bisschen in der Stadt umgesehen und den Bibelgarten nahe der Kathedrale angeschaut. Eine schöne Idee – die Pflanzen, die in der Bibel genannt werden, zu zeigen. Jeweils mit dem Zitat versehen, dass man nachschauen könnte. Eine schöne Anlage – auch wenn ich persönlich die Figuren, die Szenen der Bibel repräsentierten, ziemlich… gewöhnungsbedürftig fand. ;)

Nach Elgin sind wir direkt weiter nach Inverurie gefahren, das für zwei Tage unser Stützpunkt sein sollte. Es hat etliches Herumkreisen gebraucht, bis wir eine Unterkunft hatten. Die war aber sehr nett und stilvoll, und der nette Gastgeber hat uns auch gleich noch zu einem Quartier für die nächste Nacht verholfen. :)

Stimmung:
unterwegs

Profile

rabensturm: (Default)
rabensturm

January 2026

S M T W T F S
    1 23
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Most Popular Tags

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated 12 Jan 2026 04:18 pm
Powered by Dreamwidth Studios