Der nackte Wahnsinn in Speyer
20 Nov 2012 08:53 pmNackte Haut, Eifersucht, Alkoholismus, Sardinen, viele Türen… wo sind wir da nur hingeraten?
Ins Theater. ;) Ins Laienspieltheater Prisma in Speyer, um genau zu sein, und man merkt der Vorstellung nicht wirklich an, dass da Laien auf der Bühne standen. Hut ab, bei einem so rasanten Stück!
Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Auf der Bühne steht eine Theatertruppe bei der Generalprobe des neuen Stückes. Wir, als Publikum sehen also eben jene Generalprobe, lernen dabei das Stück kennen, das gespielt wird und natürlich auch die Darsteller, den Regisseur und seine Assistenten, die alle ihre eigenen persönlichen Befindlichkeiten haben. Das Stück handelt von einem Makler, der die zu verkaufende Wohnung schon mal als Liebesnest nutzen möchte und eine willige junge Dame mitbringt, die sich alsbald freimacht. Kein ungetrübtes Vergnügen, da die Haushälterin – mitsamt der unseligen Sardinen – noch im Haus ist und überraschend auch noch die steuerflüchtigen Hauseigentümer auftauchen. Und ein Einbrecher. Und nicht zuletzt ist die halbnackte Dame auch noch von der Finanzbehörde. – Also hier schon genug Raum für heiteres Türenknallen und Verstecken.
In der Pause wird die Bühne dann komplett gedreht – wir als Publikum werfen den Blick nun von hinten auf die Kulisse und erleben, wie es während der Aufführung so hinter der Bühne zugeht. Eifersucht! Drama! Alkohol! Das Zanken und Streiten bleibt natürlich auch nicht ohne Auswirkungen auf das Stück, so dass plötzlich mit falschen Gegenständen agiert werden muss, Einsätze verpasst werden und einer der Darsteller sogar mit zusammengebundenen Beinen auf die Bühne hopsen muss. „Wurden jemals paranormale Aktivitäten in diesem Haus festgestellt?“ Das passte sogar halbwegs zum Stück. *g* Etwas weniger passte das „Ich bin ja geradezu halbnackt… unter diesem Pelzmantel…“

Sehr unterhaltsam und sehr lohnend. *g* Es war auch ausverkauft, so dass wir gut daran getan haben, uns die Karten vorab zu besorgen. Kein großes Theater, aber gut besucht – und irgendwie machte es den Eindruck, dass sich da sowieso alle kennen. Bedenken hatte ich allerdings nur, als das Stück im breitesten lokalen Dialekt begann, und man erst mal die Ohren spitzen musste. Aber das mit dem Dialekt hielt sich dann doch in Grenzen und das Problem war eher, von den vielen Schauplätzen auf der Bühne auch alles mitzubekommen. *g*
Gute Unterhaltung jedenfalls – und wie immer die Feststellung, dass man zu selten ins Theater geht. Für dieses Stück könnte man aber auch noch auf Film ausweichen, es gibt da eine Verfilmung mit Michael Caine und Christopher Reeve.
Stimmung:
amüsiert
Ins Theater. ;) Ins Laienspieltheater Prisma in Speyer, um genau zu sein, und man merkt der Vorstellung nicht wirklich an, dass da Laien auf der Bühne standen. Hut ab, bei einem so rasanten Stück!
Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Auf der Bühne steht eine Theatertruppe bei der Generalprobe des neuen Stückes. Wir, als Publikum sehen also eben jene Generalprobe, lernen dabei das Stück kennen, das gespielt wird und natürlich auch die Darsteller, den Regisseur und seine Assistenten, die alle ihre eigenen persönlichen Befindlichkeiten haben. Das Stück handelt von einem Makler, der die zu verkaufende Wohnung schon mal als Liebesnest nutzen möchte und eine willige junge Dame mitbringt, die sich alsbald freimacht. Kein ungetrübtes Vergnügen, da die Haushälterin – mitsamt der unseligen Sardinen – noch im Haus ist und überraschend auch noch die steuerflüchtigen Hauseigentümer auftauchen. Und ein Einbrecher. Und nicht zuletzt ist die halbnackte Dame auch noch von der Finanzbehörde. – Also hier schon genug Raum für heiteres Türenknallen und Verstecken.
In der Pause wird die Bühne dann komplett gedreht – wir als Publikum werfen den Blick nun von hinten auf die Kulisse und erleben, wie es während der Aufführung so hinter der Bühne zugeht. Eifersucht! Drama! Alkohol! Das Zanken und Streiten bleibt natürlich auch nicht ohne Auswirkungen auf das Stück, so dass plötzlich mit falschen Gegenständen agiert werden muss, Einsätze verpasst werden und einer der Darsteller sogar mit zusammengebundenen Beinen auf die Bühne hopsen muss. „Wurden jemals paranormale Aktivitäten in diesem Haus festgestellt?“ Das passte sogar halbwegs zum Stück. *g* Etwas weniger passte das „Ich bin ja geradezu halbnackt… unter diesem Pelzmantel…“

Sehr unterhaltsam und sehr lohnend. *g* Es war auch ausverkauft, so dass wir gut daran getan haben, uns die Karten vorab zu besorgen. Kein großes Theater, aber gut besucht – und irgendwie machte es den Eindruck, dass sich da sowieso alle kennen. Bedenken hatte ich allerdings nur, als das Stück im breitesten lokalen Dialekt begann, und man erst mal die Ohren spitzen musste. Aber das mit dem Dialekt hielt sich dann doch in Grenzen und das Problem war eher, von den vielen Schauplätzen auf der Bühne auch alles mitzubekommen. *g*
Gute Unterhaltung jedenfalls – und wie immer die Feststellung, dass man zu selten ins Theater geht. Für dieses Stück könnte man aber auch noch auf Film ausweichen, es gibt da eine Verfilmung mit Michael Caine und Christopher Reeve.
Stimmung:
amüsiert