Rund um Killarney
16 Aug 2019 09:45 pmNach der langen Fahrstrecke rund um den Ring of Kerry war uns jetzt eher nach Kultur. Das Wetter war am Morgen auch nicht sehr einladend, das sprach auch für Pläne, irgendwas innen anzuschauen.
Killarney ist das Touristmuszentrum am Ring of Kerry. Hier ballen sich alle Touristenströme, hier gibt es viele Hotels und Geschäfte und passende Infrastruktur. Die Stadt ist aber nicht nur Ausgangspunkt für Wanderungen oder Touren, sie hat auch selbst was zu bieten.
Wir haben angefangen mit dem Torc Wasserfall im Killarey Nationalpark. Wir waren recht früh da – selbst da waren die Parkplätze schon gut gefüllt. Man kann von hier aus gut in den Nationalpark wandern – oder in eine Pferdekutsche steigen, die die Sehenswürdigkeiten in und um Killarney abfährt. Und natürlich kann man den Wasserfall anschauen:

Doch, das ist schon was Größeres. Der Wald ringsum war auch sehr schön grün und moosig, da kann man bestimmt schön wandern. Wir wollten eigentlich auch den kleinen Rundweg am Wasserfall wandern, wir sind auch tapfer den Berg hinaufgestiegen – aber es war regnerisch und ungemütlich und der Weg glitschig und ohne Hinweise… da sind wir dann irgendwann wieder umgekehrt. Wasserfall haben wir ja gesehen und Aussicht auch.

Nächstes Ziel – Muckross House:

Muckross House ist ein herrschaftliches Anwesen mit großem Garten und Park. Es wurde in den 1830igern am Seeufer errichtet, zu einer Zeit, als die Gegend die ersten Touristen anzuziehen begann. Sogar Queen Viktoria war für einige Tage hier zu Besuch. Ihr Besuch wurde 3 Jahre lang vorbereitet und zog aufwendige Umbaumaßnahmen mit sich, beispielsweise eine eiserne Treppe als Notausgang, weil sich die Königin davor fürchtete zu verbrennen.

Man kann nur mit einer Führung ins Innere des Hauses. Das ist aber sehr lohnend, weil viele Räume noch eingerichtet sind, wie es Ende 19. Jahrhunderts/Anfang 20. Jahrhunderts in der Oberschicht so üblich war. Man bekommt aber auch einen Blick hinter die Kulissen, in den Dienstbotenbereich und die Küche. Und natürlich auch auf das Schlafzimmer von Queen Victoria. Mir hat auch gut gefallen, dass die Bilder von Mary Balfour Herbert ausgestellt werden. Die Dame war im 19. Jahrhundert Hausherrin und eine bekannte Aquarellkünstlerin.
Innen durfte man leider nicht fotografieren – aber draußen im Park und Garten. Der ist riesig und tatsächlich Herz und Ausgangspunkt des Nationalparks. Als der letzte Besitzer das Anwesen 1932 loswerden wollte, schenkte er es dem irischen Staat mit der Auflage, es Haus und Grundstück der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daraus entwickelte sich dann der Nationalpark, der erste der Insel.

Der Garten ist sehr groß. Es gibt einen Steingarten, einen Wassergarten und vieles vieles mehr. Es gibt eine Menge zu sehen. Wir sind auch ein Stück durch das Arboretum gelaufen, alte große Bäume mögen wir ja immer. :)

Auch hier fahren die Kutschen, die in und um Killarney quasi allgegenwärtig sind. Man kann aber auch auf dem See Boot fahren und Haus und Park von diesem Blickwinkel bewundern.
Neben dem Gelände gibt es dann noch eine „traditional farm“, die das historisch Landleben zeigt, Handwerk und Tierhaltung. Die wollten aber unsere heritage card nicht akzeptieren – da wollten wir dann auch nicht rein. ;)
Nächstes Ziel – Muckross Abbey:
Auch eine Sehenswürdigkeit am See, zu der man mit den Pferdekutschen hinfahren kann. Wir haben das Auto genommen und die Füße und konnten uns jetzt auch über besseres Wetter freuen:

Von der Abteiruine ist noch ziemlich viel vorhanden. Man kann einen Turm hinaufsteigen und über den Friedhof spazieren. Am beeindruckendsten fand ich allerdings die Eibe, die im Kreuzgang wächst. Keine Ahnung, ob die noch aus Zeiten des Klosterbetriebes stammt, sie verleiht der Ruine jedenfalls einen ganz besonderen Zauber.

Auch beeindruckend: der Besuch in der Abbey kostet nix. Dafür gab es wirklich noch viel zu sehen.
Nächstes Ziel – Ross Castle:

Das ist mal wieder ein Wohnturm, wie er in Irland als Befestigungsanlage üblich war. Wir hatten bis dahin ja schon einige gesehen in unterschiedlichen Stadien der Ruiniertheit. Ross Castle ist komplett saniert und eingerichtet. Man kann wieder nur mit Führung rein – und leider wieder keine Fotos machen.
Der Besuch im restaurierten Castle bot aber noch mal ganz andere Einblicke auf das tatsächliche Leben in einem solchen Turm. Und nebenbei auch in Baugeschichte und Handwerkskunst. Allein die restaurierte Holzdecke lohnte schon den Besuch.
Das war jetzt insgesamt schon ziemlich viel Kultur. Es reichte trotzdem noch für einen kurzen Bummel durch Killarney (und ein eher unspektakuläres Stück Kuchen). Es ist schon ein hübsches trubeliges Städtchen, wir waren aber doch froh über unser Quartier in der Pampa, wo nicht busseweise Touristen vorbeiströmen.
Wir haben Killarney also wieder verlassen. Auf dem Heimweg haben wir dann aber doch noch traditionelles Farmleben bekommen – wir haben noch am kleinen Bog Museum vor Glenbeigh angehalten.

Dort gab es alte Häuser von Bauern, Torfstechern, Handwerkern, komplett eingerichtet und als Dorf arrangiert. Und es gab Pferde, Esel und die riesigen irischen Wolfshunde. *g*

Sehr hübsch. Vor allem als die beiden Hunde sie erst anschauten, als müssten sie absprechen, wer gerade Dienst hat, bevor sich eine in die Höhe bequemte und zu uns heranschlappte. *g*
Gegessen haben wir noch mal in Glenbeigh, diesmal im Hotel, dem Tipp der Vermieter folgend. Ich hatte leckere Pasta, wir saßen da ziemlich gut.
Was wir am Abend aber auch noch gemacht haben: wir sind der Karte nach zu einem random Aussichtspunkt gefahren. Wobei Karte da nicht so hilfreich war, oben in den Bergen waren die Sträßelchen nicht mehr wirklich zu identifizieren. Wir haben es mit unserer üblichen Taktik versucht: einfach mal bis zum Ende der Straße fahren. *g*

Ob es nun der beabsichtigte Aussichtspunkt war oder nicht, hübsch war es da oben auf jeden Fall.
Stimmung:
kulturell unterwegs
Killarney ist das Touristmuszentrum am Ring of Kerry. Hier ballen sich alle Touristenströme, hier gibt es viele Hotels und Geschäfte und passende Infrastruktur. Die Stadt ist aber nicht nur Ausgangspunkt für Wanderungen oder Touren, sie hat auch selbst was zu bieten.
Wir haben angefangen mit dem Torc Wasserfall im Killarey Nationalpark. Wir waren recht früh da – selbst da waren die Parkplätze schon gut gefüllt. Man kann von hier aus gut in den Nationalpark wandern – oder in eine Pferdekutsche steigen, die die Sehenswürdigkeiten in und um Killarney abfährt. Und natürlich kann man den Wasserfall anschauen:

Doch, das ist schon was Größeres. Der Wald ringsum war auch sehr schön grün und moosig, da kann man bestimmt schön wandern. Wir wollten eigentlich auch den kleinen Rundweg am Wasserfall wandern, wir sind auch tapfer den Berg hinaufgestiegen – aber es war regnerisch und ungemütlich und der Weg glitschig und ohne Hinweise… da sind wir dann irgendwann wieder umgekehrt. Wasserfall haben wir ja gesehen und Aussicht auch.

Nächstes Ziel – Muckross House:

Muckross House ist ein herrschaftliches Anwesen mit großem Garten und Park. Es wurde in den 1830igern am Seeufer errichtet, zu einer Zeit, als die Gegend die ersten Touristen anzuziehen begann. Sogar Queen Viktoria war für einige Tage hier zu Besuch. Ihr Besuch wurde 3 Jahre lang vorbereitet und zog aufwendige Umbaumaßnahmen mit sich, beispielsweise eine eiserne Treppe als Notausgang, weil sich die Königin davor fürchtete zu verbrennen.

Man kann nur mit einer Führung ins Innere des Hauses. Das ist aber sehr lohnend, weil viele Räume noch eingerichtet sind, wie es Ende 19. Jahrhunderts/Anfang 20. Jahrhunderts in der Oberschicht so üblich war. Man bekommt aber auch einen Blick hinter die Kulissen, in den Dienstbotenbereich und die Küche. Und natürlich auch auf das Schlafzimmer von Queen Victoria. Mir hat auch gut gefallen, dass die Bilder von Mary Balfour Herbert ausgestellt werden. Die Dame war im 19. Jahrhundert Hausherrin und eine bekannte Aquarellkünstlerin.
Innen durfte man leider nicht fotografieren – aber draußen im Park und Garten. Der ist riesig und tatsächlich Herz und Ausgangspunkt des Nationalparks. Als der letzte Besitzer das Anwesen 1932 loswerden wollte, schenkte er es dem irischen Staat mit der Auflage, es Haus und Grundstück der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daraus entwickelte sich dann der Nationalpark, der erste der Insel.

Der Garten ist sehr groß. Es gibt einen Steingarten, einen Wassergarten und vieles vieles mehr. Es gibt eine Menge zu sehen. Wir sind auch ein Stück durch das Arboretum gelaufen, alte große Bäume mögen wir ja immer. :)

Auch hier fahren die Kutschen, die in und um Killarney quasi allgegenwärtig sind. Man kann aber auch auf dem See Boot fahren und Haus und Park von diesem Blickwinkel bewundern.
Neben dem Gelände gibt es dann noch eine „traditional farm“, die das historisch Landleben zeigt, Handwerk und Tierhaltung. Die wollten aber unsere heritage card nicht akzeptieren – da wollten wir dann auch nicht rein. ;)
Nächstes Ziel – Muckross Abbey:
Auch eine Sehenswürdigkeit am See, zu der man mit den Pferdekutschen hinfahren kann. Wir haben das Auto genommen und die Füße und konnten uns jetzt auch über besseres Wetter freuen:

Von der Abteiruine ist noch ziemlich viel vorhanden. Man kann einen Turm hinaufsteigen und über den Friedhof spazieren. Am beeindruckendsten fand ich allerdings die Eibe, die im Kreuzgang wächst. Keine Ahnung, ob die noch aus Zeiten des Klosterbetriebes stammt, sie verleiht der Ruine jedenfalls einen ganz besonderen Zauber.

Auch beeindruckend: der Besuch in der Abbey kostet nix. Dafür gab es wirklich noch viel zu sehen.
Nächstes Ziel – Ross Castle:

Das ist mal wieder ein Wohnturm, wie er in Irland als Befestigungsanlage üblich war. Wir hatten bis dahin ja schon einige gesehen in unterschiedlichen Stadien der Ruiniertheit. Ross Castle ist komplett saniert und eingerichtet. Man kann wieder nur mit Führung rein – und leider wieder keine Fotos machen.
Der Besuch im restaurierten Castle bot aber noch mal ganz andere Einblicke auf das tatsächliche Leben in einem solchen Turm. Und nebenbei auch in Baugeschichte und Handwerkskunst. Allein die restaurierte Holzdecke lohnte schon den Besuch.
Das war jetzt insgesamt schon ziemlich viel Kultur. Es reichte trotzdem noch für einen kurzen Bummel durch Killarney (und ein eher unspektakuläres Stück Kuchen). Es ist schon ein hübsches trubeliges Städtchen, wir waren aber doch froh über unser Quartier in der Pampa, wo nicht busseweise Touristen vorbeiströmen.
Wir haben Killarney also wieder verlassen. Auf dem Heimweg haben wir dann aber doch noch traditionelles Farmleben bekommen – wir haben noch am kleinen Bog Museum vor Glenbeigh angehalten.

Dort gab es alte Häuser von Bauern, Torfstechern, Handwerkern, komplett eingerichtet und als Dorf arrangiert. Und es gab Pferde, Esel und die riesigen irischen Wolfshunde. *g*

Sehr hübsch. Vor allem als die beiden Hunde sie erst anschauten, als müssten sie absprechen, wer gerade Dienst hat, bevor sich eine in die Höhe bequemte und zu uns heranschlappte. *g*
Gegessen haben wir noch mal in Glenbeigh, diesmal im Hotel, dem Tipp der Vermieter folgend. Ich hatte leckere Pasta, wir saßen da ziemlich gut.
Was wir am Abend aber auch noch gemacht haben: wir sind der Karte nach zu einem random Aussichtspunkt gefahren. Wobei Karte da nicht so hilfreich war, oben in den Bergen waren die Sträßelchen nicht mehr wirklich zu identifizieren. Wir haben es mit unserer üblichen Taktik versucht: einfach mal bis zum Ende der Straße fahren. *g*

Ob es nun der beabsichtigte Aussichtspunkt war oder nicht, hübsch war es da oben auf jeden Fall.
Stimmung:
kulturell unterwegs