22 Aug 2019

rabensturm: (feder)
Unsere Zeit in Irland war fast rum, wir mussten uns wieder auf den Rückweg machen. Aber auch da wollten wir natürlich noch was anschauen. Für die nächste Etappe bis Kilkenny haben wir uns von einem Steinkreis auf eine nördliche Route locken lassen. Haben wir also nicht wirklich was vom Süden gesehen, aber alles ist nun mal in zwei Wochen nicht zu schaffen…

Lough Gur:

Wir wollten einen Steinkreis suchen – am Lough Gur, gab es aber noch viel mehr historische Sehenswürdigkeiten. Die Gegend am Lough – der See – war bereits seit 6000 Jahren Siedlungsgebiet. Es gibt Wälle und Hütten und Ruinen aus vielen Perioden dieser tausend Jahre. Wir haben uns das nur sehr selektiv angeguckt, wir wollten/konnten da schließlich nicht den ganzen Tag verbringen. Dafür eigenet sich der See aber bestimmt super, liebliche Gegend, ein familienfreundliches Museum und reichlich Wanderwege. Wir haben uns im Museum nur kurz den Weg zum Steinkreis erklären lassen und sind dann ein Stückchen zu einem Aussichtspunkt über den See gewandert.



Der Steinkreis ist ein paar Kilometer entfernt auf der anderen Seite.

Außerdem gab es da oben am Aussichtspunkt ein fairy village mit vielen kleinen Feenhäuschen. Das war sehr süß und den Aufstieg durchaus wert.



Was den Steinkreis angeht, der war mal ganz anders, als man das sonst kennt. Statt lose verstreuten Steinen war das hier ein sehr korrekter Kreis dicht a dicht stehender Steine. Das hatte fast was von Gebäudefundament:



Das ist der Steinkreis von Grange. Der Aufbau war schon spannend, es fühlte sich für mich aber weniger… mystisch an. Mit 113 Steinen und einem Durchmesser von fast 50 Metern ist er der größte Steinkreis Irlands. Es gibt einen Eingang, von großen Steinen flankiert und einen Mittelpunkt, von dem man aus den Kreis gemessen hat. Auch ohne besondere… Mystizität war der durchaus sehenswert und einen Umweg wert. ;)

Für uns ging es weiter nach Osten, Richtung Tipperary mit dem entsprechenden Lied als Ohrwurm.
Dann etwas zäh durch Tipperary und seine Baustellen hindurch nach Cashel.



Oben auf einem Felsen über flachem Land thront diese ehemalige Königsburg. Seit dem 4. Jahrhundert war hier der Sitz der Könige von Munster, gleichwertig mit anderen Königssitzen wie beispielsweise Tara. Der Heilige Patrick machte die Festung im 5. Jahrhundert zum Bischofssitz.

Heute gibt es neben der spektakulären Aussicht noch einige Bauwerke zu bestaunen, was Rock of Cashel zu einem bedeutenden historischen Monument Irlands macht. Es gibt die Burg, in der jetzt ein kleines Museum ist.



Es gibt einen sehr schön erhaltenen Rundturn, typischerweise umgeben von einem alten Friedhof:



Und es gibt die Kirchengebäude. Zum einen ist das Cormac's Chapel, die Kapelle von König Cormac Mac Carthaig von Munster. Diese wurde im 12. Jahrhundert begonnen und war lange religiöses Zentrum.



2017 wurde das Bauwerk frisch restauriert wieder eröffnet. Bei Führungen kann man die farbigen Fresken bewundern und die kunstvollen Steinmetzarbeiten.



2008, vor der Restaurierung, sah es in der Kapelle übrigens so aus:



Die Kapelle war im Mittelalter als Bischofssitz irgendwann zu klein geworden, so dass man eine größere Kathedrale direkt daneben baute – für meine laienhaften Augen recht wirr daneben, weil die Mauern nicht parallel laufen, nicht aneinander liegen und obskur geschnittene Zwischenräume bieten. Aber sie werden sich schon was gedacht haben. ;)

Auch die Kathedrale kann man sich anschauen, in ihrer Größe ist die auch beeindruckend:



Als Hauptsehenswürdigkeit ist auf dem Rock of Cashel natürlich viel los, hier treffen sich wieder die ganzen Touristenströme. Auf dem Gelände verteilt es sich dann aber doch ganz gut. :) Die Stadt haben wir uns dann aber doch nicht noch angeguckt und auch Café hat uns keins direkt angesprochen, so dass wir bei unseren Keksen geblieben sind.

Und dann sind wir weitergefahren, unser nächstes Quartier war in Kilkenny. Die Strecke hat sich noch mal ein Stück gezogen, war aber nicht sonderlich schwierig. Unser Quartier haben wir auch gefunden – das war sehr solide und in Ordnung, da wir aber in Kerry und Galway sehr verwöhnt waren, fiel es dann doch ein bisschen ab.

Wir konnten vom Quartier aus die Innenstadt von Kilkenny gut erreichen. Die ist auch sehr hübsch mit Fluss und Castle und hübschen bunten Häusern.



Erst mal hatten wir aber Hunger. Dem Tipp der Dame vom B&B folgend sind wir in einem hippen Burgerladen gelandet, der aber gerade mal okaye Burger hatte. Da waren wir doch ein bisschen unterwältigt – aber immerhin satt. Und ich hab gelernt, dass das Bier Kilkenny in Irland selber gar nicht Kilkenny heißt sondern Smithwicks – hier hab ich das aber unter dem gewohnten Namen problemlos bekommen. Sind die von den Touristen bestimmt gewöhnt. Ich mag Kilkennys immer noch lieber als Guiness. ;)

Nach einer Runde durch die Stadt, einem Blick auf den Rosengarten am Caste (und einem Eis als Nachtisch), sind wir dann ins Quartier zurückgeschlumpft. Wir haben ja ziemlich viel gesehen an dem Tag.


Stimmung:
historisch

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