Wandern 2025 im Vogtland
12 Sep 2025 03:39 pmEs war einmal vor vielen Jahren, dass wir beschlossen, wie Frodo über Land zu wandern mit Gepäck und Nahrung, um zu sehen, wie das so ist im Wald. Das war im Jahr 2000 und wir wanderten im Vogtland von Morgenröthe-Rautenkranz nach Adorf. Regen und Wegewirrnis schreckten uns nicht ab – hinterher ist es ja immer ein Abenteuer, von dem man sich noch lange Geschichten erzählen kann. *g* Wir wanderten also weiter, es wurde zum traditionellen Mädelswanderwochenende, auch wenn sich das Wandern zwischendurch gewandelt hat. Vom Wild campen im Wald zum Wandern mit Gepäcktransport zu einem zentralen Quartier mit täglichen Wandertouren… sind wir jetzt bei einem zentralen Quartier mit einem Wandertag, einem Museumstag und einem Touristentag mit Bootfahren und Minigolf. Und Torte natürlich. Aber wir sind auch alle 25 Jahre älter. ;)
Es ist eher Zufall, dass wir im 25. Jahr wieder im Vogtland gelandet sind (und auch in Morgenröthe-Rautenkranz), wir haben vielmehr ein zentrales Quartier gesucht (Schnittmenge zwischen Rheinland, Karlsruhe, Wien und Dresden) und dann berücksichtigt, dass Antje nur tageweise vorbeikommen kann und Katja nur auf dem Heimweg von Südtirol… auf diese Weise sind wir an der Talsperre Pöhl gelandet, auf dem Schafhübel mit Kamerunschafen vor der Tür. Es war ein wirklich schönes Haus mit toller Einrichtung und Aussicht und es war wirklich am Ende der Welt, am Ende einer Straße.

Seit meine Eltern aus dem Erzgebirge weggezogen sind, kann ich ja jetzt behaupten Erzgebirge/Vogtland als Tourist und nicht als Ortskundige zu besuchen… ein bisschen spaßig ist es aber trotzdem, so ein Ziel vor der Haustür. Dabei war ich noch nie an der Talsperre Pöhl – und es war ein wirklich schönes Ziel mit schöner Gegend und reichlich Besichtigungsmöglichkeiten (und perfektes Wetter).
Wandertag
Unser Wandertag führte uns von kurz hinter der Göltzschtalbrücke nach Greiz, eine überschaubare Strecke von knapp 10 km, die aber ein bisschen Kletterei und Abenteuer bot. Zuerst aber haben wir uns die Göltzschtalbrücke angeschaut, die immerhin die größte Ziegelsteinbrücke der Welt ist.

Die Brücke wurde 1851 als Eisenbahnbrücke eröffnet, sie ist fast 80 Meter hoch und hat in der obersten Ebene 29 Bögen. In gerade mal 6 Jahren wurde sie aus 29 Millionen Ziegeln errichtet. – Ich finde ja vor allem das Vertrauen in die neue Technik der Eisenbahn bemerkenswert, nur wenige Jahre nach den ersten (kurzen) Strecken gleich so ein Großbauwerk in Angriff zu nehmen.

Auch heute führt noch Bahnbetrieb über die Brücke (die Sachsen-Franken-Magistrale), allerdings sieht man von der Bahn aus vermutlich nicht viel von dem eindrucksvollen Bauwerk, da ist die Sicht von unten schon deutlich lohnender.
Wir haben uns die Brücke von unten und verschiedenen Seiten angeschaut – extra noch dekoriert mit einem Treff von Oldtimer-Motorädern. Das machte schon was her. *g*
Dann ging es mit dem Auto noch ein Stückchen bis zum Einstieg in die Wanderung auf dem Panoramaweg/Köhlersteig. Der führte mal höher, mal niedriger am Ufer der Göltzsch entlang immer durch den Wald. Es war schon ziemlich hangig, zwischendurch auch mit etwas Kletterei verbunden.

Köhlersteig heißt es übrigens nicht, weil da einstmals Köhler tätig waren – sondern als Andenken an einen Herrn Köhler, ich meine, er war Heimatforscher und Naturfreund.
Höchste Stellen sind die Köhlerspitzen mit um die 350 m, die einen tollen Ausblick auf das Vogtland und die Göltschtalbrücke bieten.

An den Köhlerspitzen war explizit Trittfestigkeit gefragt, das war nicht die einzige Stelle, wo es schmal und steinig war. Sturz gab es aber auf nicht-felsiger Strecke, aber immerhin ist nix schlimmeres passiert. :p
Bei Greiz sind wir dann wieder aus dem Wald gekommen – haben uns aber am Baumarkt abholen lassen, anstatt noch kilometerweise durch die Stadt zu schlappen. Susann und Michaela hatten inzwischen Besichtigungsprogramm gemacht und das offenbar sehr sehenswerte Schloss besucht. Sie konnten uns einsammeln und hatten auch schon eine Eisdiele zur Erfrischung ausgespäht. ;)
Es gab also noch Eis und Geselligkeit, einen kurzen Blick auf die Stadt. Dann Pause im Quartier und am Abend noch eine kurze Fahrt zum Gasthaus Schweizerhaus, wo es leckere Roulade mit Wickelklößen gab und als Nachtisch köstliche Tonkabohne-Mousse.
Stimmung:
wandern
Es ist eher Zufall, dass wir im 25. Jahr wieder im Vogtland gelandet sind (und auch in Morgenröthe-Rautenkranz), wir haben vielmehr ein zentrales Quartier gesucht (Schnittmenge zwischen Rheinland, Karlsruhe, Wien und Dresden) und dann berücksichtigt, dass Antje nur tageweise vorbeikommen kann und Katja nur auf dem Heimweg von Südtirol… auf diese Weise sind wir an der Talsperre Pöhl gelandet, auf dem Schafhübel mit Kamerunschafen vor der Tür. Es war ein wirklich schönes Haus mit toller Einrichtung und Aussicht und es war wirklich am Ende der Welt, am Ende einer Straße.

Seit meine Eltern aus dem Erzgebirge weggezogen sind, kann ich ja jetzt behaupten Erzgebirge/Vogtland als Tourist und nicht als Ortskundige zu besuchen… ein bisschen spaßig ist es aber trotzdem, so ein Ziel vor der Haustür. Dabei war ich noch nie an der Talsperre Pöhl – und es war ein wirklich schönes Ziel mit schöner Gegend und reichlich Besichtigungsmöglichkeiten (und perfektes Wetter).
Wandertag
Unser Wandertag führte uns von kurz hinter der Göltzschtalbrücke nach Greiz, eine überschaubare Strecke von knapp 10 km, die aber ein bisschen Kletterei und Abenteuer bot. Zuerst aber haben wir uns die Göltzschtalbrücke angeschaut, die immerhin die größte Ziegelsteinbrücke der Welt ist.

Die Brücke wurde 1851 als Eisenbahnbrücke eröffnet, sie ist fast 80 Meter hoch und hat in der obersten Ebene 29 Bögen. In gerade mal 6 Jahren wurde sie aus 29 Millionen Ziegeln errichtet. – Ich finde ja vor allem das Vertrauen in die neue Technik der Eisenbahn bemerkenswert, nur wenige Jahre nach den ersten (kurzen) Strecken gleich so ein Großbauwerk in Angriff zu nehmen.

Auch heute führt noch Bahnbetrieb über die Brücke (die Sachsen-Franken-Magistrale), allerdings sieht man von der Bahn aus vermutlich nicht viel von dem eindrucksvollen Bauwerk, da ist die Sicht von unten schon deutlich lohnender.
Wir haben uns die Brücke von unten und verschiedenen Seiten angeschaut – extra noch dekoriert mit einem Treff von Oldtimer-Motorädern. Das machte schon was her. *g*
Dann ging es mit dem Auto noch ein Stückchen bis zum Einstieg in die Wanderung auf dem Panoramaweg/Köhlersteig. Der führte mal höher, mal niedriger am Ufer der Göltzsch entlang immer durch den Wald. Es war schon ziemlich hangig, zwischendurch auch mit etwas Kletterei verbunden.

Köhlersteig heißt es übrigens nicht, weil da einstmals Köhler tätig waren – sondern als Andenken an einen Herrn Köhler, ich meine, er war Heimatforscher und Naturfreund.
Höchste Stellen sind die Köhlerspitzen mit um die 350 m, die einen tollen Ausblick auf das Vogtland und die Göltschtalbrücke bieten.

An den Köhlerspitzen war explizit Trittfestigkeit gefragt, das war nicht die einzige Stelle, wo es schmal und steinig war. Sturz gab es aber auf nicht-felsiger Strecke, aber immerhin ist nix schlimmeres passiert. :p
Bei Greiz sind wir dann wieder aus dem Wald gekommen – haben uns aber am Baumarkt abholen lassen, anstatt noch kilometerweise durch die Stadt zu schlappen. Susann und Michaela hatten inzwischen Besichtigungsprogramm gemacht und das offenbar sehr sehenswerte Schloss besucht. Sie konnten uns einsammeln und hatten auch schon eine Eisdiele zur Erfrischung ausgespäht. ;)
Es gab also noch Eis und Geselligkeit, einen kurzen Blick auf die Stadt. Dann Pause im Quartier und am Abend noch eine kurze Fahrt zum Gasthaus Schweizerhaus, wo es leckere Roulade mit Wickelklößen gab und als Nachtisch köstliche Tonkabohne-Mousse.
Stimmung:
wandern